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Sabbatical: Diese Modelle gibt es

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Das ist ein Sabbatical

Als Sabbatical – oder auch Sabbatjahr – wird eine längere Auszeit beziehungsweise ein Langzeiturlaub bezeichnet. Diese freie Zeit wird jedoch nicht einfach nur zur Entspannung genutzt, sondern um sich als Arbeitnehmer anderen Interessen zu widmen. Einige Arbeitnehmer bilden sich während eines Sabbaticals fort oder erlenen eine völlig arbeitsferne Fähigkeit. Auch mehr Zeit für die eigenen Familie oder zum Reisen können Gründe für ein Sabbatical sein. Eine Regelzeit für ein Sabbatical gibt es nicht; im Durchschnitt geht man von drei Monaten bis zu einem Jahr aus. Ob Sie einen Anspruch auf ein Sabbatical haben, haben wir hier für Sie zusammengefasst.

Sabbatical: Sonderurlaub versus Überstundenkonto

Es gibt nicht nur eine einzige Möglichkeit für Sie als Arbeitnehmer, ein Sabbatical in die Realität umzusetzen. So können Sie Ihr Vorhaben je nach Modell mit Ihrem Arbeitgeber verhandeln und die beste Lösung finden. Grundsätzlich gilt: Je kleiner das Unternehmen ist, in dem Sie arbeiten, desto schwieriger wird es, ein Sabbatical umzusetzen. Denn Ihre „fehlende“ Arbeitsleistung muss in Ihrer Abwesenheit ersetzt werden.

Ein mögliches Sabbatical-Model funktioniert mit unbezahltem Sonderurlaub. Bei diesem unbezahlten Urlaub legen Sie Ihren Job für die Sabbatical-Zeit auf Eis, erhalten aber auch keine Lohnzahlung. Ihr Arbeitsverhältnis bleibt allerdings weiterhin bestehen, sodass Sie nach Ihrem Sabbatical wieder zurückkehren können. Wichtig: Die ersten vier Wochen des unbezahlten Sonderurlaubs sind Sie pflichtversichert, danach müssen Sie sich selbst versichern.

Eine weitere Möglichkeit bietet das Ansammeln von Überstunden und nicht in Anspruch genommenen Urlaubstagen auf eine Art Konto. Dies ist allerdings nur nach Rücksprache mit Ihrem Chef möglich und wird meist eher in größeren Unternehmen umgesetzt. Der Vorteil gegenüber dem Sonderurlaub: Sie erhalten während Ihres Sabbaticals weiter Gehalt.

Sabbatical: Weniger Lohn versus Kündigung

Wer sich vor seinem Sabbatical mit dem Arbeitgeber auf eine geringere Lohnzahlung einigt, aber dennoch die volle Arbeitsleistung erbringt, kann nach einer gewissen Zeit „problemlos“ ein Sabbatical einrichten. Wenn ein Arbeitnehmer beispielsweise eine reguläre 40-Stunden-Woche hat, aber nur 30 Stunden ausgezahlt bekommt, kann er schon nach drei Jahren dieser Regelung ein einjähriges Sabbatical einlegen. Dieses Sabbatical-Modell bietet die gleichen Vorteile, wie das Ansammeln von Überstunden und nicht in Anspruch genommenen Urlaubstagen.

Bei all diesen Modellen ist die Rückkehr zur Arbeitsstelle ein wichtiger Faktor. Doch oftmals wird das Sabbatical auch mit einer vollkommenen Neuorientierung verknüpft. Dann ist ein Sabbatical mit vorhergehender Kündigung des alten Jobs die beste Idee. Wer allerdings sein Arbeitsverhältnis selbst kündigt, unterliegt diversen Regeln und Pflichten und kann „nicht einfach so“ ein Sabbatical einrichten. Dieses Modell sei also im Vorhinein gut überlegt.

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