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Sichere Mobilität mit hohem Spaßfaktor

Interview mit Frank Finkler, Leiter Verkehr und Technik des ADAC Saarland e.V. und Daniel Kiefer, Kommissarischer Leiter Motorsport ADAC des ADAC Saarland e.V.

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Wirtschaftsforum: Der ADAC ist in Deutschland zu einer echten Marke geworden. Wie sieht die Historie des ADAC Saarland aus?

Frank Finkler: Schon vor 116 Jahren wurde im Saarland ein erster Motorsport-Klub gegründet. Im Laufe der Jahre erfuhr er mehrere Namensänderung: Automobil-Club Saar (ACS), „Automobil- und Touringclub Saar“ (ATS) und „Automobil-Club Saar im ADAC Gau Saarland e.V.“. Erst seit 1976 firmieren wir als „ADAC Saarland e.V.“. Mit Öffnung unseres ADAC Verkehrsübungsplatzes in den 1960er Jahren, nahmen viele Saarländer*innen die Möglichkeit wahr - später kamen Fahrsicherheitstrainings hinzu und seit den 1990er Jahren gibt es auch ein Gebäude für Schulungen. Diese Anlage liegt mitten im Wald, deshalb musste dort nach und nach die gesamte Infrastruktur aufgebaut werden. Natürlich entwickelte sich die ADAC Straßenwacht mit den Gelben Engeln auch im Saarland zur wichtigsten Hilfeleistung.

Wirtschaftsforum: Wie sieht es heute aus?

Frank Finkler: Wir beschäftigen heute mehrere Mitarbeiter auf dem Verkehrsübungsplatz. Der Hauptsitz des ADAC Saarland e.V. liegt in Saarbrücken. Neben dieser Geschäftsstelle gibt es zwei weitere Standorte im Saarland. Außerdem sind bei der ADAC Pannenhilfe mittlerweile 21 Gelbe Engel im Saarland für die Mitglieder im Einsatz.

Wirtschaftsforum: Wie haben Sie die Corona-Pandemie gespürt?

Frank Finkler: Es war ein außergewöhnliches Jahr. Die Verkehrserziehungsprogramme, die auch über die Schulen laufen, wurden sehr stark zurückgefahren. Die Anlagen zum Sicherheitstraining sind erst seit Mai beziehungsweise Juni wieder geöffnet.

Daniel Kiefer: Ich denke, diese Situation wird uns noch das ganze Jahr begleiten.

Wirtschaftsforum: Wie lange sind Sie beide schon dabei? Uns interessiert auch die Geschichte hinter den Gesichtern.

Frank Finkler: Ich leite seit 2011 den Bereich Verkehr und Technik, bin dem ADAC aber seit 40 Jahren verbunden, früher als Free-Lancer oder Ehrenamtlicher.

Daniel Kiefer: Ich habe 2013 meine Ausbildung beim ADAC Saarland begonnen und bin dann in die Motorsportabteilung gewechselt. Seit 2019 bin ich kommissarischer Abteilungsleiter. Ich bin genau wie Frank Finkler operativ und strategisch aktiv. Wir müssen schauen, dass alle Veranstaltungen auch in Corona-Zeiten gut laufen.

Wirtschaftsforum: Der ADAC Saarland bietet jährlich eine Vielzahl von Veranstaltungen an?

Daniel Kiefer: Im Bereich Motorsport sind es ca. 50 Veranstaltungen im Jahr.

Frank Finkler: Im Bereich Verkehr sind es ca. 400 Trainingsveranstaltungen in den Bereichen PKW, Motorrad, etc...

Wirtschaftsforum: Welche Highlights können Sie nennen?

Daniel Kiefer: Die Jahreshighlights für den Bereich Motorsport sind die Int. Deutsche SuperMoto Meisterschaft, die ADAC Saarland-Pfalz-Rallye sowie die Oldtimertage Linslerhof.

Wirtschaftsforum: Welche Lichtblicke sehen Sie für 2021?

Frank Finkler: Wir hoffen, dass der Betrieb irgendwann wieder in den „Normal-Modus“ kommt, mehr können wir von 2021 erstmal nicht erwarten.

Daniel Kiefer: Wir wollen neue Wege gehen. Die Digitalisierung für Zuschauer und Teilnehmer nimmt immer mehr Raum ein und das wollen wir für den ADAC Saarland umsetzen.

Wirtschaftsforum: Wie sieht Ihr Marketing aus?

Frank Finkler: Beim Fahrsicherheitstraining müssen wir die Kunden ansprechen, etwa Firmen. Diese wissen oftmals nicht, dass sie dafür bei ihrer Berufsgenossenschaft Zuschüsse erhalten können. Im Verkehrssegment läuft inzwischen viel übers Internet. Wir nutzen intensiv neue Kanäle, um neue Zielgruppen zu gewinnen. Mit Herrn Kiefer haben wir jemanden, der sich hier engagiert.

Daniel Kiefer: Beim Motorsport setzen wir stark auf Social Media und passen die Medien entsprechend der Zielgruppen an. Wir bieten für jeden etwas, für den Jugendlichen, aber auch für die Senioren.

Wirtschaftsforum: Wie erklären Sie sich Ihren Erfolg?

Frank Finkler: Das Saarland ist ein sehr auto-affines Land. Wir haben hier knapp 300.000 Mitglieder. Bei 600.000 Haushalten decken wir fast 50% ab. Gerade das Kleine und Regionale ist interessant.

Daniel Kiefer: Der Motorsport hat einen großen Zusammenhalt. Nähe ist unser Erfolg. Dieses Element möchten wir behalten, denn schließlich ist der ADAC noch immer ein Verein.

Wirtschaftsforum: Wohin geht die Fahrt?

Frank Finkler: Die alternativen Antriebe werden zunehmen. Der Umweltgedanke steht ganz weit vorn. Der ADAC ist nicht nur ein Autofahrer-Club, sondern auch ein Mobilitätsclub. In erster Linie aber wollen wir helfen und in allen Bereichen Hilfe, Rat und Service anbieten. Wir müssen das große Ganze sehen. Jeder Autofahrer ist auch Fußgänger oder Radfahrer.

Daniel Kiefer: Wir sind in allen Bereichen mit viel Herzblut dabei. Die Arbeit macht Spaß. Wir sind Teil von 116 Jahren gelebter Leidenschaft für Mobilität.

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