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Akkordarbeit: Was ist das und was ist zu beachten?

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Akkordarbeit: Was bedeutet das?

Obwohl Sie den Begriff Akkordarbeit vielleicht schon mal gehört haben, lohnt sich ein Blick auf die offizielle Definition, wie sie beispielsweise das Gabler Wirtschaftslexikon liefert: Hier wird Akkordarbeit als eine Erwerbstätigkeit definiert, die nach der geleisteten Arbeitsmenge entlohnt wird.

Sprich: Sie werden bei der Akkordarbeit nicht für die Zeit entlohnt, die Sie arbeiten, sondern für das Endergebnis beziehungsweise die Menge an Arbeit, die Sie erledigt haben. Die umgangssprachliche Verwendung des Begriffs, der meist eine schnelle Arbeit in hoher Taktung suggeriert, ist also nicht komplett an den Haaren herbeigezogen. Denn: Wer in der Akkordarbeit in kürzerer Zeit mehr Leistung erbringt, hat am Ende mehr davon.

Akkordarbeit: Wie sieht die gesetzliche Regelung aus?

“Ich werde für das bezahlt, was ich leiste.“ So könnte die Akkordarbeit positiv in Worte gefasst werden. Diese Ansicht soll Motivation sein, die eigene Arbeitsleistung zu steigern und so für das Unternehmen effizienter zu arbeiten. Doch diese Herangehensweise hat entscheidende Nachteile, vorrangig, dass Menschen als Arbeitskraft überlastet und missbraucht werden können. Daher gibt es heutzutage nur noch selten Jobs, in denen Akkordarbeit geleistet wird.

Von gesetzlicher Seite her dürfen auch nicht alle Personengruppen Akkordarbeit leisten: Jugendliche, werdende und stillende Mütter sowie Fahrer von LKWs und Omnibussen sind von der Akkordarbeit ausgeschlossen.

Daneben müssen auch die Arbeitsbedingungen der Akkordarbeit so gestaltet sein, dass sie allen gesetzlichen Ansprüchen genügen. Bereiche, in denen Akkordarbeit noch zum Tragen kommt, sind beispielsweise Arbeitsabläufe in der Produktion.

Akkordarbeit: Was muss ich beachten?

Zunächst müssen Sie sicherstellen, dass Sie nicht in eine der oben genannten Personengruppen fallen und das Unternehmen alle gesetzlichen Anforderungen und Voraussetzungen erfüllt, auch hinsichtlich des Arbeitsumfeldes und der Tätigkeit. Zu Beginn ist auch zu klären, welche Form der Entlohnung bei der Akkordarbeit stattfindet. Hier wird zwischen Zeitakkord und Geldakkord unterschieden.

Beim Zeitakkord erhalten Sie eine Vorgabe, in welcher Zeit Sie eine bestimmte Mengeneinheit anfertigen oder abarbeiten müssen. Der Lohn setzt sich aus einem Grundlohn sowie dem Akkordzuschlag zusammen.

Beim Geldakkord gibt es keinen Grundlohn. Somit bezieht er sich nur auf die erarbeitete Menge. Zudem gibt es Unterschiede, ob der Lohn nur anhand der Leistung einer Person (Einzelakkord) oder an der einer ganzen Gruppe (Gruppenakkord) berechnet wird.

Gehen Sie also sicher, dass die Entlohnung auch an der tatsächlichen Arbeitsleistung bemessen werden kann. Viele Tätigkeiten eignen sich daher gar nicht erst für die Akkordarbeit.

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