Der Duft von Metall

Interview mit Elena Pescetto, Leiterin Adminstration und Human Ressources der Zurvit Srl

„Schon als Kind habe ich meinen Eltern bei der Arbeit zugesehen. Ich habe den Duft des Metalls eingeatmet und gesehen, welche Opfer meine Eltern für das Unternehmen gebracht haben. Das hat in mir eine unglaubliche Leidenschaft freigesetzt, die mich bis heute antreibt“, sagt Elena Pescetto. Zurvit ist für sie nicht nur ein Arbeitsplatz, sondern eine Familie.

„Seit seiner Gründung vor 35 Jahren hat sich das Unternehmen sehr stark entwickelt. Während wir uns ursprünglich auf den Bereich Automotive konzentriert haben, fertigen wir heute vor allem Metallteile für die Bahnbranche, Greenpower und Erdbewegung“, fasst die zweifache Mutter zusammen. Die Exportrate liegt bei 100%, wichtigster Markt ist Deutschland.

„Neben unserem Hauptsitz haben wir außerdem eine Niederlassung in Kroatien, wo wir vor allem kleinere Teile produzieren“, ergänzt Elena Pescetto. In ihrer Nische gebe es neben Zurvit nur wenige Anbieter – ein großer Vorteil für das Unternehmen, wenn auch selbstverständlich nicht der Hauptgrund für dessen Erfolg.

„Die Kunden wollen heute alles aus einer Hand. Unser Ziel ist es deshalb, ihnen schlüsselfertige Produkte zu liefern und eine persönliche Beziehung zu pflegen. Bei uns bekommen die Kunden praktisch einen 360°-Service. Zudem haben wir immer viel in neue Technologien investiert“, so die Gesellschafterin.

Elena Pescetto, Leiterin Adminstration und Human Ressources der Zurvit Srl
„Wir investieren viel in unsere Mitarbeiter und bilden stetig Schulabgänger aus, um sie im Unternehmen zu halten.“ Elena PescettoLeiterin Adminstration und Human Ressources

Flexible Mitarbeiter

Dafür, dass dies gelingt, sorgen nicht zuletzt auch die rund 100 Mitarbeiter. „Unsere Mitarbeiter beherrschen nicht nur eine, sondern mehrere Maschinen. Damit sind wir natürlich sehr flexibel und können just in time liefern.“ Eine Besonderheit ist außerdem das niedrige Durchschnittsalter der Kolleginnen und Kollegen von 25 bis 35 Jahren.

„Wir investieren sehr viel in unser Team und bilden stetig Schulabgänger aus mit dem Ziel, diese auch im Unternehmen zu halten“, so Elena Pescetto. In Zukunft möchte sie mit Zurvit weitere Märkte erschließen, ein Schwerpunkt liegt dabei auf Nordeuropa. „Mein Ziel ist es, dem Unternehmen Kontinuität zu geben. Meine Eltern haben mir die Leidenschaft für Zurvit und die Metallverarbeitung vermacht, und ich möchte ihre Arbeit erfolgreich fortsetzen.“

Tags
Nach themenverwandten Beiträgen filtern

Mehr zum Thema Industrielle Zulieferer

Lokale Stärke, globale Vision

Interview mit Maria Wünsch-Guaraldi, CEO und Alfred Wagner, Finance Director der Sanden International (Europe) GmbH

Lokale Stärke, globale Vision

Der japanische Klimaanlagen-Spezialist Sanden navigiert in Europa mit 1.650 Mitarbeitern und 450 bis 500 Millionen EUR Umsatz durch turbulente Zeiten. Während die Automobilindustrie zwischen Elektromobilität, regulatorischen Unsicherheiten und chinesischer Konkurrenz…

„Wir setzen auf Mitarbeiter ab 50“

Interview mit Benjamin Pastuszak, Geschäftsführer und Aaron Knoblich, Geschäftsführer der DTZ Dichtungs-Technik-Ziegler GmbH

„Wir setzen auf Mitarbeiter ab 50“

Pumpenreparaturen und Gleitringdichtungen sind ihre Spezialität: Die DTZ Dichtungs-Technik-Ziegler GmbH aus Bünde hat auf diesem Gebiet jahrzehntelange Erfahrung. Im Gespräch mit Wirtschaftsforum berichten die Geschäftsführer Benjamin Pastuszak und Aaron Knoblich…

Ehrlicher Werkstoff, klare Vision

Interview mit Joachim Böttiger, Vorstand der Verallia Deutschland AG

Ehrlicher Werkstoff, klare Vision

Das Material Glas ist hochaktuell. In Zeiten von Klimawandel, Energiekrise und Debatten um Verpackungen steht der Werkstoff im Rampenlicht: unendlich recycelbar, geschmacksneutral, langlebig. Doch wie gelingt eine klimafreundliche Produktion, wenn…

Spannendes aus der Region Baldissero Canavese (TO)

Präzision beim Weltmarktführer für Farbmischsysteme

Interview mit Bart Wentges, Geschäftsführer der Swesa Dosiersysteme GmbH

Präzision beim Weltmarktführer für Farbmischsysteme

2020 stand im Zeichen gezielter strategischer Akquisitionen. Und auch 2021 konnte das Wachstum bislang erfolgreich fortgesetzt werden. Während Corona viele Unternehmen vor extreme Herausforderungen stellt, zeigt sich die Inkmaker Italy…

Seien Sie gewarnt!

Interview mit Bruna Berger, CEO der Sirena S.p.A.

Seien Sie gewarnt!

Wo Gefahren drohen oder Einsatzkräfte schnell ans Ziel kommen müssen, muss auf Warnsysteme Verlass sein. Die italienische Firma Sirena S.p.A. aus Rosta ist seit 1974 auf diese Fälle spezialisiert. Mit…

Begeistert und motiviert

Interview mit Livio Traversa, Kaufmännischer Direktor QiNET s.r.l.

Begeistert und motiviert

„Wir sind begeistert und motiviert, wenn wir in unseren IT-Projekten den Kunden die besten Lösungen anbieten können“, betont Livio Traversa, Kaufmännischer Direktor der italienischen QiNET s.r.l. Von diesen besten Lösungen…

Das könnte Sie auch interessieren

Mobilität mit Anspruch: Markenstärke trifft Zukunft

Interview mit Frank Döhring, Vorsitzender Geschäftsführer der Jürgens GmbH

Mobilität mit Anspruch: Markenstärke trifft Zukunft

Seit über 100 Jahren ist die Jürgens Gruppe fester Bestandteil der Automobilwelt in Südwestfalen – mit Mercedes-Benz als Partner der ersten Stunde. Heute präsentiert sich das Familienunternehmen als regional verankerter…

„In unserer Branche darf man kein Autoverkäufer sein!“

Interview mit Pascal Stephan, Verkaufsleiter der Mechatronik GmbH

„In unserer Branche darf man kein Autoverkäufer sein!“

Bei den Fahrzeugen, die die Mechatronik GmbH wartet, umbaut und vertreibt, geht es schnell um Millionenbeträge, bisweilen sogar im zweistelligen Bereich. Das setzt nicht nur technischen Sachverstand, sondern auch ein…

„Jammern ist leichter als Handeln“

Interview mit Prof. Dr.-Ing. Dieter Gerling, Gründer der FEAAM GmbH

„Jammern ist leichter als Handeln“

Mit diesem Leitsatz gründete Professor Dieter Gerling 2006 die FEAAM GmbH – eine Ausgründung der Universität der Bundeswehr München. Fast zwei Jahrzehnte später entwickelt sein zehnköpfiges Team elektrische Antriebe für…

TOP