Nachhaltiger Garnelengenuss

Interview mit Mag. Robert Herman, Geschäftsführer der Yuu‘n Mee fine foods Vertriebs GmbH

Yuu‘n Mee wurde 2005 mit der Idee gegründet, nachhaltige Garnelen zu produzieren. „Wir gingen mit der Idee zu den Erzeugern“, sagt Geschäftsführer Robert Herman. Die Antwort lautete: „Ja, wir können das machen, aber ihr müsst einen Markt dafür schaffen“. Sie waren damals echte Pioniere. „Unser erster Ansatz war und bleibt die Qualität“, betont Robert Herman. „Am Anfang war das Produkt sehr erklärungsbedürftig. Doch in den letzten 18 Jahren ist es uns gelungen, Marktführer im österreichischen Einzelhandel zu werden.“

Den deutschen Markt angehen

Jetzt will sich Yuu‘n Mee im deutschen Markt etablieren. „Der Pro-Kopf-Verbrauch von Garnelen auf dem DACH-Markt steigt“, freut sich Robert Herman. „Wir sehen darin ein Wachstumspotenzial für uns. Dieses Wachstum muss jedoch nachhaltig sein, damit wir unsere Lieferkette nicht überfordern.“

Nachhaltigkeit ist das A und O

Die DNA der Marke ist die Nachhaltigkeit. „In unserer Mangroven-Aquakultur gibt es nur zwei Garnelen pro Quadratmeter im Vergleich zu 450 Garnelen pro Quadratmeter in der intensiven Aquakultur“, erklärt Robert Herman. „In diesem ökologischen Gleichgewicht leben die Baby-Garnelen neun Monate lang. Sie ernähren sich von Mangrovenblättern und Plankton, ohne dass ihnen zusätzliches Futter angeboten wird. Wenn sie die richtige Größe erreicht haben, werden sie geerntet und sofort für den Transport und die Verarbeitung gekühlt.“ Der Lohn für diesen nachhaltigen Ansatz in der Aquakultur ist ein unvergleichlicher Geschmack. „Man kann den Unterschied definitiv schmecken“, schwärmt Robert Herman. „Es gibt einfach keinen Vergleich.“ Dies wurde mit der Verleihung des Innovation Taste Award auf der Anuga-Messe bestätigt.

Mangroven-Aufforstungsprojekt

Leider sind die Mangrovenwälder auf der ganzen Welt bedroht. Diese einzigartigen Lebensräume sind die Kinderstube von zwei Dritteln der Meeresbewohner. Mangroven schützen auch Küstengebiete vor Erosion und speichern weitaus mehr Kohlenstoff als Fichtenwälder. Die Vereinten Nationen haben ihren Schutz und ihre Wiederherstellung zu einem ihrer Ziele gemacht. Yuu‘n Mee trägt seinen Teil dazu bei, dieses Ziel zu erreichen. „Wir unterstützen seit 2010 eine Initiative zur Wiederaufforstung von Mangroven in Thailand“, sagt Robert Herman. „In dieser Zeit haben wir mehr als 200.000 Mangrovenbäume gepflanzt.“

Botschaft übermitteln

Yuu‘n Mee setzt sich für den bewussten Konsum ein. „Was für unser Produkt spricht, ist seine Qualität und sein Geschmack sowie seine ökologischen Stärken“, betont Robert Herman. „Wir profitieren stark von der Mundpropaganda und können mit anderen Markenprodukten konkurrieren. Dennoch sind wir der Meinung, dass unsere Garnelen ein Sonntags- oder Feiertagsgenuss bleiben sollten.“ Auch in der Gastronomie will Yuu‘n Mee die ökologische Geschichte hinter seinen Garnelen hervorheben. „Wir arbeiten mit Leuchtturm-Gastronomen zusammen, um die Marke auf deren Speisekarte zu bewerben und das Bewusstsein für unser Mangrovenprojekt zu schärfen“, fügt Robert Herman hinzu.

Nachhaltig in die Zukunft

Um weiterhin konkurrenzfähig zu bleiben, setzt Yuu‘n Mee auf eine schlanke Organisation. „So sind wir in der Lage, ein Premiumprodukt zu einem attraktiven Preis anzubieten.“ Über die Mangrovenwald-Garnele hinaus führt Yuu‘n Mee ein attraktives Sortiment mit über 30 Produkten wie zum Beispiel MSC-zertifizierte Fische, MSC-Kammmuscheln und andere.

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