Der Käse, der aus der Kälte kommt

Interview mit Dennis van Huet, Geschäftsführer der ZZA B.V.

Gerade drei Jahre ist die ZZA B.V. nun am Markt, doch als Teil der Geris Group, einem Spezialisten für den Ein- und Verkauf und die Veredlung von Butter und Käse, kann ZZA bereits auf eine längere Geschichte zurückblicken. Heute umfasst das Portfolio des Unternehmens, das zehn Mitarbeiter beschäftigt, verschiedene Sorten Mozzarella. „Der Mozzarella wird in kleine Würfel oder Julienne geschnitten und mit der innovativen Gefriertechnik IQF – Individually Quick Frozen – tiefgefroren. Der Pizzabäcker kann dann genau die gewünschte Menge Mozzarella aus dem Beutel entnehmen und auf die Pizza streuen. Das gilt natürlich auch für die maschinelle Pizzaproduktion“, erklärt Geschäftsführer Dennis van Huet, der seit 2023 im Unternehmen ist.

Ein europäisches Produkt

Der von ZZA verarbeitete Mozzarella besteht zu 100% aus Kuhmilch, meist von Bauern aus den Niederlanden, Dänemark und Deutschland geliefert, ganz ohne Zusatzstoffe. Am Ende der Verarbeitung läuft der zerkleinerte Mozzarella durch den Gefriertunnel, der dafür sorgt, dass jedes kleine Stück als Würfel oder Julienne einzeln tiefgefroren wird. „Das ist im Prinzip die gleiche Technik, die wir auch von Beeren oder Gemüse kennen und die wir nun auf Käse anwenden“, so Dennis van Huet. „Der Mozzarella hat durch dieses Verfahren eine Haltbarkeit von zwei Jahren.“ 

Stark wachsende Märkte

Milchprodukte aus den Niederlanden und Deutschland genießen international ein hohes Ansehen. So überrascht es nicht, dass inzwischen über 80% der Produktion von ZZA ins außereuropäische Ausland geht, mit Asien und dem Mittleren Osten als wichtigen Märkten. „China wächst stark, da hier der Verzehr von westlichen Speisen stark zunimmt, und dabei ist auch Pizza ein wichtiger Wachstumsmarkt. Ähnliches gilt für Vietnam, Japan, die Philippinen und Malaysia, aber auch für Dubai oder den Libanon. Gerade in Ländern ohne nennenswerte Milchwirtschaft und mit einem warmen Klima, in dem frischer Mozzarella nicht lange haltbar ist, steigt die Nachfrage nach tiefgefrorenem, natürlichem Käse“, erklärt Dennis van Huet. Derzeit beliefert ZZA nur B2B-Kunden, aber da auch Endverbraucher immer häufiger zu Tiefgefrorenem und Convenience-Produkten greifen, ist es durchaus möglich, dass ZZA in Zukunft auch Produkte für den Konsumenten anbietet. Daneben stehen das Wachstum auf dem asiatischen Markt und auch die Entwicklung neuer Produkte ganz weit oben auf der Firmenagenda.

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