Integrierte Prozesslösungen für die moderne Fertigung
Interview mit Frederic Dietrich, Gründer und Geschäftsführer der Dietrich Engineering Consultants sa

Die Geschichte von Dietrich Engineering Consultants sa begann 1987 mit einer Idee: Pulver sicher zu fördern und Reaktoren ohne Explosions- und Expositionsrisiken zu beschicken. Frederic Dietrich gründete das Unternehmen mit seinem Vater Frederic F. Dietrich Sr. und seinem Bruder Yves Dietrich. 1992 kam das PTS Powder Transfer System® auf den Markt, 2003 wurde das 1.000. System an Bayer verkauft. „Wir kommen von der Prozessseite“, sagt Frederic Dietrich. Aus dem Spezialisten für Pulverhandling entwickelte sich eine internationale Unternehmensgruppe mit mehr als 1.000 Mitarbeitenden.
Vom Pulver zur Prozesslösung
Mit Akquisitionen erweiterte Dec Group ihr technologisches Spektrum. 2008 kam Jetpharma mit Lösungen für Mikronisierung hinzu, später folgten Extract Technology und Alconbury Weston Ltd.
2024 entstand nach der Übernahme von BAUSCH Germany GmbH die DEC Filling Germany GmbH. Das Portfolio reicht von Powder Handling und Partikelgrößentechnologien über Containment und kontinuierliche Prozesse bis zu aseptischen Abfülllösungen. „Unser Ziel ist nicht, eine Maschine, sondern eine Lösung anzubieten“, betont Frederic Dietrich. Dec Group begleitet Projekte von der Konzeption und Prozessentwicklung über Engineering und Fertigung bis zur Inbetriebnahme. Mehr als 300 Ingenieurinnen und Ingenieure arbeiten nach Angaben von Frederic Dietrich in der Gruppe. Ein Schwerpunkt liegt auf Pharma und Life Sciences, daneben bedient Dec Group unter anderem die Chemie und Advanced Materials. Gefragt sind zunehmend integrierte und modulare Anlagen, die sich an unterschiedliche Prozesse und Produktionsmengen anpassen lassen. Automatisierung spielt dabei eine zentrale Rolle. Mehr als 80 Mitarbeitende befassen sich laut Frederic Dietrich damit. Auch KI, Robotik und Predictive Maintenance gewinnen an Bedeutung. „Alle reden von KI, aber KI ohne Maschine ist am Ende nichts. Man braucht beides“, sagt Frederic Dietrich.
Innovation und Flexibilität
Die Gruppe realisiert nach Angaben von Frederic Dietrich mehr als 500 Projekte pro Jahr, die jeweils unterschiedlich konfiguriert sind. Genau darin sieht er eine Stärke: „Innovation und Flexibilität sind, denke ich, unsere Hauptstärke.“ Statt Kunden ein starres Portfolio vorzugeben, gehe es darum, Anforderungen zu verstehen und gemeinsam eine passende Lösung zu entwickeln. Auch nach fast vier Jahrzehnten sieht Frederic Dietrich keinen Anlass für einen grundlegenden Kurswechsel. Die technologischen Bausteine, das Know-how und die internationale Struktur seien aufgebaut, nun gelte es, diese Basis weiterzuentwickeln. Sein persönlicher Antrieb reicht über Wachstum hinaus: „Es gibt noch viel zu tun, um die Pharmawelt technologisch zu verbessern.“








