Gesundheit auf natürliche Art

Interview mit Dr. Stephan Niedan, Geschäftsführer der Adler Pharma Produktion und Vertrieb GmbH

Schüßler Salze sind ein nicht wegzudenkender Bestandteil vieler Hausapotheken und eines der bekanntesten Mittel in der Komplementärmedizin. Schüßler Salze enthalten Mineralstoffverbindungen, die für die Funktion der Körperzellen benötigt werden. Die zwölf Basis Mineralstoffe nach Dr. Schüßler hat der Oldenburger Arzt Dr. Wilhelm Heinrich Schüßler vor 150 Jahren entwickelt. Er war von der Entdeckung der Körperzelle durch Prof. Dr. Rudolf Virchow fasziniert und mit der damit verbundenen Erkenntnis, dass die fehlerfreie Funktion dieser Körperbausteine Voraussetzung für die Gesundheit sei.

Fehlende Nährstoffe machen krank

Bei der Heilweise nach Dr. Schüßler werden die fehlenden Mineralstoffe den Zellen in verdünnter Form zugeführt. „Die Verdünnung ist das Wirkprinzip der Schüßler Salze“, sagt Dr. Stephan Niedan, Geschäftsführer der Firma. „Dr. Schüßler hat festgestellt, dass die Wirkung der Mineralstoffe vom Grad der Verdünnung abhängt, da die Aufnahmefähigkeit der Zelle durch die Anzahl der Moleküle bestimmt ist.“

Ebenso ausschlaggebend ist die Darreichungsform. Schüßler Salze werden meist als Tabletten über den Mund und Rachen aufgenommen. So gelangen sie über die Schleimhäute der Mundhöhle direkt in die Blutbahn. „Der Ansatz ist anders als bei klassischen homöopathischen Mitteln, die eine Reizwirkung erzeugen, mit Schüßler Salzen wird dem Organismus etwas, das ihm fehlt, zugeführt“, erklärt Dr. Stephan Niedan weiter.

Die traditionelle Medizin wiederentdecken

Schüßler Salze werden seit über hundert Jahren in Europa zur Prophylaxe und Linderung von Beschwerden erfolgreich eingesetzt. „Schüßler Salze sind eine eigene Naturheilweise, mit der seit mehr als 150 Jahren sehr gute Erfahrungen gemacht wurden“, so Dr. Stephan Niedan. „Allein aus diesem Grund, ähnlich wie dies in Europa für traditionelle pflanzliche Arzneimittel gilt, muss der Wirksamkeitsnachweis als erbracht gesehen werden.“

Als sie 1989 die Konzession der Adler Apotheke in Zell am See übernahm, lernte Firmengründerin Mag. pharm. Susana Niedan-Feichtinger erstmals die Schüßler Salze kennen. „Meine Mutter war von der Heilweise und den rückgemeldeten Erfolgen, die mit Schüßler Salzen erzielt wurden, sofort begeistert“, sagt Dr. Stephan Niedan. „Sie wurde auf dem Gebiet zu einer Expertin und hat gemeinsam mit Thomas Feichtinger eine Vielzahl von Büchern über das Thema geschrieben, die mittlerweile als Standardwerke, sowohl von AnwenderInnen als auch den Behörden anerkannt sind.“ Nachdem sie jahrelang Schüßler Salze aus Deutschland importierte, kam im Jahr 2000 dann der Schritt in die eigene Herstellung von Schüßler Salzen in Österreich.

Gesundes Wachstum

„Dank der hohen Nachfrage mussten die Produktionskapazitäten ständig erweitert werden“, so Dr. Stephan Niedan. „2010 haben wir eine neue Fabrik mit 2,500 m² Produktionsfläche gebaut.“ Das Produktportfolio wächst weiterhin kontinuierlich. „Neben den zwölf Basisstoffen von Dr. Schüßler und weiteren 15 Erweiterungsmitteln Nr. 13 bis Nr. 27, wurden von Adler Pharma weitere Mineralsalze nach seiner Methodik in diese Heilweise integriert“, erklärt Dr. Stephan Niedan. „Diese werden als neue Erweiterungsmittel bezeichnet und tragen die Nummern 28 bis 33. Darüber hinaus haben wir eine Zell Komplexmittel-Produktserie entwickelt, welche eine einfache Einnahme von Schüßlersalz-Kombinationen, mit zugelassener therapeutischer Indikation, ermöglicht. Es liegen zwischen sechs und sieben Mineralstoffe gewichtet in einer Tablette vor und dies ermöglicht es uns, über stetige neue Produktentwicklung, derzeit acht wichtige Indikationen am österreichischen Arzneimittelmarkt abzudecken. Die Komplexmittel der Adler Pharma sind auch in der Schweiz und neuerdings in Slowenien erhältlich.“

Positiver Ausblick

Mit einem Marktanteil von 93% im heimischen Markt, genießt die Adler Pharma eine starke Position, die jedoch noch ausbaufähig ist. „In den letzten Jahren der Pandemie haben wir weitere Marktanteile hinzugewonnen“, erzählt Dr. Stephan Niedan. „Dazu sind wir derzeit auch international in acht Ländern aktiv. Mit Blick auf die Zukunft wollen wir weiterhin organisch wachsen und den Schatz der traditionellen Europäischen Medizin weiter fördern und über neue Produktenwicklung der Bevölkerung zugänglich machen. Unser Vorteil ist der gelebte Nachhaltigkeitsgedanke der sich bei den Produkten selbst, aber auch bei der eigenen CO2 freie Arzneimittelproduktion zeigt.

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