Vom Hof direkt auf den Tisch

Interview mit Gerhard Zoubek, Gründer und Inhaber der Adamah Biohof G. Zoubek Vertriebs-KG

„Wir befinden uns in einer der intensivsten Landwirtschaftsregionen Österreichs. Als wir gestartet sind, hatte Bio noch keine Lobby“, so Inhaber Gerhard Zoubek, der den Betrieb damals unter der Bedingung der Umstellung auf eine biologische Wirtschaftsweise von seinen Schwiegereltern übernommen hat. „Die Umstellungszeit auf Bio dauert zwei Jahre, da die Flächen ruhen müssen. Wir haben dann begonnen, biologische Kräuter anzubauen und das Potenzial des Marktes für Biogemüse entdeckt.“

2001 startete Adamah mit seinen ersten Biokisten. „Das hat sich rasant weiterentwickelt“, so Gerhard Zoubek. Der Fokus liegt hier auf gelben Rüben, Pastinaken, Petersilienwurzeln, Karotten und Kartoffeln, sowohl Frischgemüse als auch Lagergemüse. Heute beliefert der Biohof zwischen 5.000 und 6.000 Kunden pro Woche mit 8.000 bis 10.000 Kisten und einer breiten Fülle an Produkten.

Auch den Wocheneinkauf kann man sich liefern lassen. Der Kunde steht im Vordergrund, verrät Gerhard Zoubek: „Dienstleistung wird großgeschrieben! Jede Woche gibt es ein Rezept & Neues, das neben aktuellen Informationen und der Vorstellung von Partnerbetrieben auch mindestens vier Rezepte, die sich auf den aktuellen Kistlinhalt beziehen, umfasst. Außerdem veranstalten wir Events auf dem Hof.“

Das Unternehmen verbindet moderne Technik und Tradition, etwa mit einem modernen IT-Programm mit Webshop.

Klimawandel & biologische Landwirtschaft

Der Klimawandel erschwert die Biowirtschaft, führt der Inhaber aus: „Er macht uns Sorgen. Die Niederschläge sind nicht mehr regelmäßig und Wolkenbrüche mit Unwettern sind für die Kulturen schwierig. Wir sind aber überzeugt, dass die Welt biologisch ernährt werden kann, wir müssen unseren Konsum nur etwas verändern. Man muss die Wichtigkeit der Lebensmittel stärker betonen, denn es kann keine günstigen Lebensmittel geben, ohne dass jemand darunter leidet. Wenn wir nicht so viel wegschmeißen würden, würde die Welt ganz anders aussehen.“

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