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Motivationsschreiben: So machen Sie es richtig

Motivationsschreiben: So machen Sie es richtig

Sie wollen sich auf eine Arbeitsstelle oder einen Studienplatz bewerben und es wird ein Motivationsschreiben gefordert? Kein Grund zur Panik – das ist Ihre Chance, zu überzeugen! Wir helfen Ihnen dabei, Ihr Anschreiben sinnvoll aufzubauen und sagen Ihnen, was der Empfänger im Motivationsschreiben von Ihnen wissen will.

Wozu ein Motivationsschreiben?

Üblicherweise wird ein Motivationsschreiben zum Beispiel bei der Bewerbung um ein Stipendium, einen Masterstudienplatz und in manchen Fällen auch für eine Arbeitsstelle verlangt. Ebenso wie im Bewerbungsschreiben stellen Sie mit dem Motivationsschreiben sich und Ihre Fähigkeiten vor und begründen Ihren Wunsch, die freie Stelle oder den freien Platz zu bekommen. Anders als ein Bewerbungsschreiben ist das Motivationsschreiben aber weniger formal aufgebaut und persönlicher geschrieben, zum Teil auch mit tiefergehendem Inhalt. In einer Bewerbung folgt das Motivationsschreiben als „dritte Seite“ nach dem Bewerbungsschreiben und dem Lebenslauf.

Die richtige Form

Das Schreiben sollte eine Länge von einer, in Ausnahmefällen höchstens zwei DIN A4-Seiten nicht überschreiten. Passen Sie es im Design an Ihre übrigen Bewerbungsunterlagen an. In Frage kommen üblicherweise zwei Varianten der Textform: der Fließtext und die Aufzählung.

Fließtext

Der Fließtext ist wie ein Brief gehalten und in Absätze gegliedert. Sein Nachteil ist, dass er weniger übersichtlich ist als die Aufzählung. Sorgen Sie deshalb durch nicht zu lange Absätze, Zwischenüberschriften oder gefettete Oberbegriffe für mehr Übersicht.

Aufzählung

Bei der Aufzählung arbeiten Sie mit Schlüsselbegriffen und Reizworten, die in kurze Sätze „verpackt“ sind – übersichtlich, präzise und aussagekräftig. Der Nachteil der Aufzählung ist, dass Sie die persönliche Note weniger gut herausarbeiten können als in ausformulierten Sätzen. Umso wichtiger ist es, Schlüsselbegriffe zu wählen, die möglichst individuell sind und die einzelnen Punkte so zu formulieren, dass die Aufzählung nicht wie eine Aneinanderreihung von Textbausteinen wirkt.

Der Inhalt muss überzeugen!

Das Motivationsschreiben ist der kreativste Teil einer Bewerbung und damit Ihre Chance, herauszustechen. Es sollte sich deutlich vom Bewerbungsanschreiben unterscheiden. Insbesondere ist das Motivationsschreiben gekennzeichnet durch Individualität. Aus ihm soll klar hervorgehen, warum Sie die betreffende Stelle oder den Studienplatz unbedingt haben wollen. Überlegen Sie sich vorab einen roten Faden sowie schlüssige Argumente und geeignete Beispiele, die den Leser überzeugen.

Wie ist das Motivationsschreiben aufgebaut?

Für den Aufbau gibt es an sich keine festen Regeln. Er sollte in jedem Fall logisch sein. Daher bietet sich für den Fließtext folgender Aufbau an:

Überschrift

Wählen Sie eine Überschrift, die prägnant ist und zum Weiterlesen einlädt. Beispiele:

  • Warum sollten Sie mich einstellen/fördern?
  • Was mich für die Position qualifiziert
  • Was Sie über meine Person wissen sollten

Einleitung

Der Text selbst beginnt mit einer kurzen Einleitung. Nur, wenn diese beim Leser Interesse weckt, wird er aufmerksam weiterlesen. Hüten Sie sich vor banalen Formulierungen und Floskeln wie „Hiermit bewerbe ich mich auf die Stelle…“ oder „Mit großem Interesse habe ich…“ Wecken Sie stattdessen die Neugier des Lesers und kommen Sie schnell auf den Punkt. Auch ein überraschender Einstieg kann Ihre Chancen steigern, Interesse zu wecken.

Hauptteil

Im Hauptteil begründen Sie Ihr Interesse an der Stelle oder dem Studienplatz. Legen Sie auch dar, warum Sie gerade dieses Unternehmen oder diese Universität so begeistert. Bringen Sie Ihre persönlichen und beruflichen Kompetenzen zum Ausdruck. Kurzum: Machen Sie deutlich, warum Sie die perfekte Besetzung sind. Auch Ihre Hobbys können etwas über Ihre Persönlichkeit aussagen. Stellen Sie, wenn Sie darauf eingehen, aber immer einen Bezug zur anvisierten Stelle her.

Schluss

Im Schlusssatz können Sie Ihr Interesse an einem Bewerbungsgespräch zum Ausdruck bringen. Denken Sie aber daran: Auch das Ende sollte „sitzen“. Ein beliebter Fehler ist die Formulierung im Konjunktiv, die nicht nur Bescheidenheit, sondern vor allem Unsicherheit suggeriert. Ein Beispiel: „Ich würde mich freuen, von Ihnen zu hören.“ Besser ist: „In einem persönlichen Gespräch stelle ich gerne … unter Beweis“ oder „Habe ich Ihr Interesse geweckt? Dann freue ich mich auf ein persönliches Gespräch“.

 

 

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