Die Strompreisexplosion 2022 mit gefährlichen Folgen

Eine durchschnittliche Kilowattstunde in Deutschland

Fast jedes Jahr steigen die Strompreise. Der durchschnittliche Strompreis pro Kilowattstunde (kurz kWh) lag im Jahr 2000 laut BDEW bei 13,94 Cent. Heute ist er auf über 33 Cent gestiegen. Dies entspricht einer Steigerung von fast 140%. Mit anderen Worten, die Energiekosten haben sich mehr als verdoppelt. Auch wenn Ihr Verbrauch nicht steigt, zahlen Sie fast jedes Jahr mehr Geld an Ihren Stromanbieter.

Eine vorsichtige Prognose für das Jahr 2022

Strompreise im Jahr 2022 – Die Strompreise werden voraussichtlich auch im Jahr 2022 steigen. Laut "Business Insider" ist mit einem Rekordhoch des deutschen Stroms zu rechnen. Derzeit müssen am Leipziger Terminmarkt mehr als 100 Euro für eine MWh Strom bezahlt werden. Da der Preis für den gelieferten Strom im nächsten Jahr steigen sollte, können Experten auch davon ausgehen, dass die Stromrechnungen für private Haushalte wieder steigen werden. Daher zahlen Sie auch mehr Stromrechnungen.

Bisher haben hunderte Stromversorger ihre Strompreise für das Jahr 2022 erhöht oder zumindest Preiserhöhungen angekündigt. Der Durchschnittspreis stieg um ca. 20% % und betrifft jeden deutschen Haushalt ohne feste Preisgarantie. Ein Musterhaushalt mit einem durchschnittlichen Stromverbrauch von ca. 5.000 kWh muss mit zusätzlichen Kosten von ca. 275 Euro pro Jahr rechnen.

Der Tarifaufpasser macht endgültig Schluss

Mit einem Tarifaufpasser sind Sie in der aktuellen Situation am besten aufgehoben. Denn dieser leitet Sonderkündigungen ein und überprüft mit einem Strompreisvergleich Ihren Tarif laufend. Dieser prüft Ihren Vertrag permanent und benachrichtigt Sie automatisch, wenn Sie wieder zu einem günstigeren Stromanbieter oder Strompreis wechseln.

Woher kommt eigentlich die Preissteigerung?

Grund für den Anstieg der Verbraucherstrompreise sind die Kosten für Steuern, Abgaben und Umlagen als großer Bestandteil des Strompreises. Diese machen bereits knapp zwei Drittel des Endpreises aus. Aufgrund dieser Gesamtzuschläge haben sich die Strompreise in Deutschland seit der Jahrtausendwende mehr als verdoppelt, das spüren Sie als Verbraucher von Jahr zu Jahr mehr.

Daraus besteht der Strompreis in Deutschland

  • Steuern machen 22% aus
  • Netz und Messstellenentgelt wirken sich zu 25% darauf aus
  • Die deutschen Umlagen mit 24%
  • Beschaffung und Vertrieb schaffen es auf weitere 24%
  • Die Konzessionsabgabe dagegen nur 5%

 

Wie Sie als Verbraucher sehen, wird der Gesamtpreis überwiegend von Umlagen und Steuern festgesetzt. An zweiter Stelle steht der Kostenblock Netz und Messstellenentgelt. Ihr Stromanbieter stellt Ihnen als Verbraucher diese beiden Posten in Rechnung, überweist diese Einnahmen aber an die zuständigen Stellen und an die Netz- bzw. Messstellenbetreiber. Lediglich die Beschaffung und Vertrieb trägt der Versorger bzw. Stromversorger. Dieser Anteil verbleibt und beträgt ca. 25 % des Restpreises des Versorgers bzw. Stromversorgers.

Deutschland hat mit Abstand die höchsten Strompreise

Auch im europäischen Vergleich fällt auf, dass die Strompreise bei Stromanbietern in Deutschland am teuersten sind. Bei den Strompreisen sind wir Deutschen mit aktuell über 33 Cent pro Kilowattstunde seit vielen Jahren führend. Daher ist es unwahrscheinlich, dass sich diese Situation im Jahr 2022 ändern wird. Es geht sogar weiter in die Richtung nach oben. Dicht gefolgt von Dänemark mit einer durchschnittlichen Stromrechnung von 28 Cent pro Kilowattstunde, gefolgt von Belgien mit einer durchschnittlichen Stromrechnung von 27 Cent pro Kilowattstunde.

Der Preis ist abhängig von der Regierung

Wie Sie sehen konnten besteht der größte Teil am Strompreis aus staatlicher Hand. Daher kann nur die Regierung die Entlastung der deutschen Haushalte wirklich vorantreiben.
Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft fordern seit langem eine Reform der Belastung des Landes bei der Berechnung von Strompreisen und Netzentgelten, um die Preise für Verbraucher und Unternehmen zu senken. Es wurde beschlossen, die EEG-Umlage, mit der der Ausbau der erneuerbaren Energien gefördert wird und die im sogenannten „Erneuerbare-Energien-Gesetz“ (EEG) festgelegt ist, auf 3,7 Cent pro Kilowattstunde zu setzen und damit die Zusatzkosten für Verbraucher zu reduzieren.

Die Stromkosten in die eigene Hand nehmen

Die Regierung wird sich die Zeit nehmen und die Wochen und Monate vergehen. Doch jeder hat die Möglichkeit die Senkung der Stromkosten selbst in Angriff zu nehmen. Dies geht über 3 Wege:

  • Bei privatem Wohneigentum eine Solaranlage auf das Dach
  • Den Stromverbrauch im Haushalt deutlich senken
  • Den Stromanbieter mit einem Stromvergleich wechseln

Deutliche Gefahren für die Industrie in Deutschland

  • Wegfall von dutzenden Arbeitsplätzen
  • Steigende Produktionskosten
  • Abwanderung der Firmen ins Ausland
Tags
Nach themenverwandten Beiträgen filtern

Arbeitswelt

Immer die beste Lösung

Interview mit Thomas Poandl, Regional Sales Manager, Marketing & PR der ULBRICHTS GmbH

Immer die beste Lösung

„Bei ULBRICHTS wird immer weiter geforscht,“ ist Thomas Poandl überzeugt. „Auch in Krisenzeiten werden hier Produkte entwickelt, wird weiter investiert. Dahinter steht der unternehmerische Mut und die Weitsicht unseres Inhabers…

„Die Hand braucht den meisten Schutz!“

Interview mit Thilo Fitzner Geschäftsführer der Fitzner GmbH & Co. KG

„Die Hand braucht den meisten Schutz!“

Bereits in 3. Generation steht die Fitzner GmbH & Co. KG aus Preußisch Oldendorf für die Entwicklung und den Vertrieb hochwertiger und professioneller Artikel für den Arbeitsschutz. Gestartet als Hersteller…

Modische Bekleidung für Pflegeberufe

Interview mit Johann Schmidhofer, Inhaber und Unternehmensleitung der Goldhauben-Webe e.U.

Modische Bekleidung für Pflegeberufe

Seit über 100 Jahren geht der österreichische Textilhersteller Goldhauben-Webe e.U. erfolgreich seinen eigenen Weg. Der Spezialist für die industrielle Fertigung von Objekttextilien, OP-Textilien und Berufskleidung punktet bei den überwiegend aus…

Finanzen

„Es gibt fast nichts, wofür es kein Förderprogramm gibt!“

Interview mit Doris Woll, Vorstandsvorsitzende und Michael Schmidt, Prokurist Vertriebsmanagement sowie Markus Allgayer, Abteilungsleiter Vertriebsmanagement Wohnbau der Saarländischen Investitionskreditbank AG

„Es gibt fast nichts, wofür es kein Förderprogramm gibt!“

Das veränderte Zinsumfeld stellt viele Kapitalnachfrager vor lange nicht gekannte Herausforderungen – im Wohnungsbausegment wie in der Privatwirtschaft. Die Saarländische Investitionskreditbank hat sich eine konsequente Unterstützung der Marktteilnehmer im kleinsten…

Klein und fein

Interview mit Bernd Hoffmann, Geschäftsführer der RSB Retail + Service Bank GmbH

Klein und fein

Die Zentralregulierung ist ein Abrechnungssystem für den Zahlungsverkehr zwischen Lieferanten und Mitgliedern von Einkaufsverbänden – im Idealfall eine Win-win-Situation für alle Beteiligten. Die RSB Retail + Service Bank GmbH aus…

Mit Know-how und KI: Software für den Kreditprozess

Interview mit Thomas Jansen, Vorstand der SUBITO AG

Mit Know-how und KI: Software für den Kreditprozess

Unternehmen steigern ihre Effizienz, indem Abläufe so weit wie möglich automatisiert werden. Mitarbeitende können dann dort eingesetzt werden, wo es den Menschen wirklich braucht. In der Finanzindustrie sind es vor…

Genusswelten

Seepferdchen & Co.: Zum Schmelzen süß

Interview mit Michael Strumpen, Geschäftsführer der Chocolaterie Guylian Deutschland GmbH

Seepferdchen & Co.: Zum Schmelzen süß

Die belgische Schokoladenmanufaktur gehört neben der aus der Schweiz zur Königsklasse im Reich der Pralinen und Schokoladen. Seit 1958 werden im belgischen Sint-Niklaas hochwertige Pralinen der Marke Guylian produziert. Die…

Tee für und mit Freunden

Interview mit Kai Lembke, Geschäftsführer der stick & lembke GmbH

Tee für und mit Freunden

Kai Lembke, Geschäftsführer und Mitbegründer von stick & lembke GmbH aus Hamburg, liebt es, Traditionen zu hinterfragen. Gemeinsam mit seinem Geschäftspartner Thorsten Stick hat er stick & lembke auf der…

„Die Lebensmittelindustrie steht vor einem tiefgreifenden Wandel!“

Interview mit Thomas Wünsche, Industry Director Food & Beverage bei ANDRITZ Separation

„Die Lebensmittelindustrie steht vor einem tiefgreifenden Wandel!“

Die Weltbevölkerung wird in den nächsten 20 Jahren um cirka zwei Milliarden Menschen zunehmen, womit enorme Herausforderungen bei der globalen Nahrungsmittelversorgung einhergehen. Noch dazu stellen gerade junge Verbraucher deutlich strengere…

TOP