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AIDA-Modell: So wenden Sie es an

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Wofür steht AIDA?

Beim AIDA-Modell oder AIDA-Prinzip handelt es sich um ein Kommunikationsprinzip im Marketing. Das Stufenmodell wurde von Elmo Lewis im Jahr 1898 erfunden und seitdem mehrfach angepasst und erweitert. Beim AIDA-Modell geht es darum, welche Ziele Werbung erreichen soll. Das Akronym wird aus folgenden Begriffen gebildet:

  • Attention (Aufmerksamkeit)
  • Interest (Interesse)
  • Desire (Verlangen)
  • Action (Handlung)
 
1. Attention (Aufmerksamkeit)

Die erste Aufgabe besteht darin, die Aufmerksamkeit der Zielgruppe für ein Produkt oder eine Dienstleistung zu gewinnen. Dies wird erreicht durch Werbemittel und –instrumente, die auffallen. Dazu können beispielsweise bunte Farben, markante oder freche Slogans oder ungewöhnliche Bildaufnahmen und Grafikelemente eingesetzt werden.

2.    Interest (Interesse)

Wurde die Aufmerksamkeit des potenziellen Kunden gewonnen, gilt es, sein Interesse zu wecken. Dazu muss erreicht werden, dass er sich aktiv mit der Werbebotschaft auseinandersetzt und sich näher mit dem jeweiligen Thema befasst. Die Werbemittel müssen also darauf abzielen, die Marke oder das Produkt stärker ins Bewusstsein des Konsumenten zu bringen. Das kann zum Beispiel durch detaillierte Informationen auf der Homepage geschehen. 

3.    Desire (Verlangen)

Hat sich der potenzielle Kunde nun informiert, soll er den Wunsch haben, das Produkt auch zu besitzen oder die Dienstleistung zu nutzen. Um dies zu erreichen, müssen die entsprechenden Botschaften gesendet werden. Dies geschieht durch Werbeversprechen, die sowohl emotionaler als auch rationaler Art sein können. Auf emotionaler Ebene stellen Sie soziale und gesellschaftliche Anerkennung in Aussicht. Rationale Botschaften sind beispielsweise solche, die Preisvorteile oder Vorteile durch besondere Qualität und Langlebigkeit versprechen.

4.    Action (Handlung)

Wurde der Konsument durch die vorherigen drei Schritte an das Produkt oder die Dienstleistung herangeführt, soll er nun sein Bedürfnis befriedigen wollen und Taten folgen lassen. Mit anderen Worten, er soll den Entschluss zum Kauf fassen. Deshalb muss er abschließend noch dazu aufgefordert werden. Die Handlungsaufforderung oder auch „Call-to-Action“, kann zum Beispiel durch einen „Kaufen“-Button im Onlineshop oder ganz klassisch im Katalog durch Verweis auf die Bestellhotline erfolgen. Dieser Schritt ist zwar der letzte, aber immens wichtig. Denn was nützen alle Marketinganstrengungen, wenn am Ende der letzte „Klick“ nicht getätigt wird?

Erfolgreich abgeschlossen ist das AIDA-Modell, wenn der Konsument das Produkt oder die Dienstleistung tatsächlich gekauft hat. 

Das AIDA-Modell modifiziert

Inzwischen hat man das AIDA-Modell noch erweitert. Bekannt sind heute vor allem zwei Modelle, das AIDAS- und das AIDCAS-Modell. Beide beziehen auch die Zeit nach dem Kauf mit ein. 

AIDAS 

Das S steht für Satisfaction (Zufriedenheit). Das Ziel in diesem letzten Schritt ist ein nachhaltiges Verhältnis des Kunden zu Produkt und Unternehmen. Er soll mit dem erworbenen Produkt – oder der Dienstleistung – so zufrieden sein, dass er bereit ist, weitere der gleichen Art oder andere desselben Unternehmens zu kaufen.

AIDCAS

In diesem Modell wurde gegenüber dem AIDAS-Modell noch ein weiterer Schritt eingebaut. Das C steht hier für Conviction (Überzeugung). Nachdem der Konsument bereits den Wunsch hat, das Produkt zu besitzen, sollen dessen Vorteile gegenüber anderen noch stärker hervorgehoben werden, um ihn in seinem Kaufentschluss zu bestärken.

Ist das AIDA-Modell noch zeitgemäß?

Das AIDA-Modell kann Ihnen also helfen, die Wirkung Ihrer Werbebotschaften zu überprüfen. Allerdings geht es von einem Reiz-Reaktionsschema aus, also davon, dass jeder Reiz eine Reaktion nach sich zieht. Ein solch starres System sei, so die Kritiker des AIDA-Modells, im digitalen Zeitalter veraltet. Zu bedenken ist zudem, dass der Konsument durch das Internet einer wesentlich größeren Zahl von Marketing-Einflüssen unterliegt als es früher der Fall war. 
 

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