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Stilo ist ein Unternehmen, das von Beginn an Aufsehen erregt hat. Schon die allererste Erfindung von Firmengründer Ludovico Fassitelli, ein Rallyepilot der 1980er- und 1990er-Jahren, stellte eine beachtliche Optimierung der Kommunikation mit dem Piloten dar.

„Kommunikation ist enorm wichtig während eines Rennens“, meint Geschäftsführer Guglielmo Belotti. „Das Patent basiert auf einen Mikrofonarm, der im Helm fix integriert ist. Zuvor waren die Open Face-Helme flexibel und somit war auch die Sprechanlage Erschütterungen ausgesetzt. Das Patent war damals eine super Innovation und ist heute natürlich überall bekannt.“

Nach wie vor ist es die Philosophie von Stilo, Produkte für die Sicherheit der Piloten zu entwickeln und dann mit einem Mehrwert auszurüsten, um auch die Wettbewerbskonditionen zu verbessern. Die Helme mit Mikrofonarm werden heute unter dem Produktnamen WRC DES Range vertrieben.

„Mit diesem Helm sind wir global der absolute Leader im Bereich Profiprodukte für Rallyefahrer“, offenbart Guglielmo Belotti. „Er wird weltweit exportiert. Unser Export ist generell sehr hoch.“ Etwa 92% des 13 Millionen EUR Umsatzes wird in Europa und den USA eingenommen. Die Rallye-Helme und Gegensprechanlagen machen dabei 55% des Gesamtumsatzes aus.

Seit 2008 bietet Stilo auch Helme für Rennstrecken an, wo spezielle Anforderungen gestellt werden. 2010 konnte die Firma den ersten ultraleichten Helm auf den Markt bringen, der für die Formel 1 zugelassen war.

„Dieser Helm war damals um 30% leichter als jeder andere Helm“, erklärt Guglielmo Belotti. „Das scheint wenig, ist aber ein Faktor, um die Performance zu erhöhen.“ Der Helm wurde dann zum Range ST5 Zero weiterentwickelt und wird seit 2015 in der Formel 1 genutzt.

„Wir wurden damit der einzige Hersteller, dessen Helme zeitgleich in allen Kategorien auf höchstem Niveau des Automobilsports präsent ist“, betont Guglielmo Belotti. „Unser Motto lautet dementsprechend auch: ‘Stilo – any competition – one helmet’.“

Guglielmo Belotti, selbst ein begeisterter Rennsportler, war durch seine Bekanntschaft mit dem Firmengründer fast von Anfang an als Berater mit dabei, in Vollzeit angestellt ist er seit 2010.

„Als ich zu Stilo kam, war die größte Herausforderung die Firma unabhängig vom Gründer zu machen“, erklärt er. „Stilo war zwar bereits eine dynamische Firma, hatte aber die Schwäche von einer einzigen Person abzuhängen. Ich habe der Firma Strukturen gegeben, die sie befähigte, auch unabhängig von Ludovico Fassitelli zu funktionieren. Damit ist sie dann auch interessant für externe Investoren geworden.“

Seit 2015 ist das Unternehmen Teil einer amerikanischen Gruppe, zu der auch bekannte Sportmarken gehören. Die 30 Mitarbeiter von Stilo arbeiten nach wie vor in Eigenregie, können aber nun die Synergien der Gruppe für sich nutzen. „Wir haben dadurch breitere Schultern und eine größere Sicherheit für die Zukunft“, meint Guglielmo Belotti.

Doch was die Firma vor allem voranbringt, ist der Drang zur Innovation. Aktuell fokussiert sich die Entwicklungsabteilung auf dem Bereich Kart.

„Das ist der kleinste Teil unseres aktuellen Geschäftes“, gibt Guglielmo Belotti zu. „Aber wir denken, dass wir dort in den nächsten Jahren viel Erfolg haben werden. Laut unserem Business- Plan könnte dieser Bereich in den nächsten drei bis fünf Jahren 20% unseres Gesamtumsatzes generieren.“

Zudem werden gerade Studien bezüglich Helme für Skirennfahrer und ähnlicher Bereiche durchgeführt. Wichtig ist dabei nur, dass es ein Segment ist, in dem auf Qualität und nicht auf Quantität gesetzt wird, denn die Produktion soll in Italien verbleiben.

„Unser Ziel ist, exzellente Produkte zu fertigen, die qualitätskontrolliert sind und deutlich über die üblichen Sicherheitsstandards und geforderten Normen hinaus gehen“, betont Guglielmo Belotti. „Wir haben einen schon fast manischen Drang, unsere Produkte immer weiter zu verbessern.“

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