Von Oma Lillys Landkuchen und Opa Wilhelms Ährenbrot

Interview mit Felix Kühl, Mitglied der Geschäftsleitung der Stadtbäckerei Kühl GmbH & Co. KG

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Wenn man Felix Kühl, Konditormeister in vierter Generation, nach der größten Zäsur in der Geschichte des 1935 gegründeten Familienbetriebs fragt, muss er nicht lange überlegen: „1994 haben mein Vater und mein Großvater mit dem Bau des großen Betriebs in Grimmen den Grundstein für alles gelegt, was danach kam.“

Bis dato hatte das Unternehmen aus zwei Privatbäckereien in Greifswald und Grimmen bestanden. Heute erstreckt sich das Filialnetz über ganz Mecklenburg-Vorpommern.

Von Oma Lillys Landkuchen bis hin zur Meerchentorte

Dieses rasante Wachstum ließ sich nicht ohne strukturelle Veränderungen und manchen Mentalitätswandel abbilden – Unternehmensschritte, die sich hinterher als Fehlentwicklungen herausstellten, eingeschlossen. „Aus dem Tiefkühlbereich im Lebensmitteleinzelhandel haben wir uns mittlerweile wieder vollständig zurückgezogen. Das hat einfach zu viele Ressourcen gebunden, die dann an anderer Stelle fehlten“, gibt Felix Kühl unumwunden zu, um gleich darauf die wichtigste dabei gelernte Lektion zu resümieren: Will man Erfolg haben, muss man sich treu bleiben.

Das trifft auf die Unternehmensziele genauso zu wie auf das Produktportfolio: Mit Oma Lillys Landkuchen und Opa Wilhelms Ährenbrot bezieht sich die Bäckereikette stolz auf ihre Handwerks- und Familientradition. Wer wie manche Kunden aus der Universitätsstadt Greifswald Wert auf vegetarische Produkte oder kreative Torten in maritimer Optik legt, wird bei der Stadtbäckerei Kühl natürlich ebenfalls fündig.

Alle sind auf Du und Du

Ganz mit der Zeit geht die Stadtbäckerei Kühl auch bei den internen Strukturen und in der Mitarbeiterführung. Denn mittlerweile ist die gesamte Belegschaft, von der Geschäftsleitung bis zum Verkaufspersonal, auf Du und Du miteinander. Dieser Schritt lag Felix Kühl besonders am Herzen: „Gegenseitiger Respekt ist keine Frage des Duzens oder Siezens, sondern eines harmonischen Miteinanders.“ Durch flache Hierarchien und eine angenehme Arbeitsatmosphäre will sich das Unternehmen auch weiterhin für begehrte Fachkräfte attraktiv halten.

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