„Die klügere Leitplanke gibt nach“

Interview mit Stefan Hörnemann, Mitglied der Geschäftsführungsleitung und Prokurist der Schnetkamp Straßen-Leiteinrichtungen GmbH

Seit 1997 ist Schnetkamp Straßen-Leiteinrichtungen eine Tochtergesellschaft der H+S Verkehrstechnik GmbH in Duisburg. „Als reiner Montagebetrieb ist unser Geschäft die Montage, Demontage und Reparatur von Stahlschutzplanken“, erklärt Stefan Hörnemann, Mitglied der Geschäftsführungsleitung und Prokurist. Mit diesen Aufgaben kann er sich gut identifizieren. Denn schlussendlich geht es immer um Sicherheit.

„Leitplanken sind ein sinnvoller Schutz an Straßen. Dadurch, dass der Stahl nachgibt, kommt es beim Aufprall eines Fahrzeugs bei den neueren Systemen nicht zum Durchbruch. Es wird stattdessen wieder grob in die Spur umgelenkt. Die Energie baut sich ab, ohne dass das Fahrzeug hängen bleibt“, erläutert der Bauingenieur und betont: „Indirekt sind wir mitverantwortlich für die Sicherheit Dritter.“

Mit 45 Mitarbeitern sorgt Schnetkamp Straßen-Leiteinrichtungen so im ganzen norddeutschen Raum dafür, dass Autofahrer möglichst gut geschützt sind. Neben dem 2016 neu gebauten Firmensitz in Herzlake betreibt das Unternehmen, das einen Jahresumsatz von 7,5 bis 8,5 Millionen EUR erwirtschaftet, eine Zweigniederlassung in Seedorf.

„Indirekt sind wir mitverantwortlich für die Sicherheit Dritter.“ Stefan HörnemannMitglied der Geschäftsführungsleitung und Prokurist

Unfallschäden schnell beseitigen

Stefan Hörnemann, der seit 2004 im Unternehmen und seit 2013 Betriebsleiter ist, mag die Abwechslung in seinem Job. „Oft müssen wir innerhalb von 24 Stunden Unfallschäden beseitigen. Wir decken aber auch Mängel auf und weisen die Behörden darauf hin, diese zu beheben. Auf deren Anweisung hin dürfen wir dann tätig werden“, erzählt er.

Oftmals müssen zudem alte Systeme entsorgt und ersetzt werden. 95% der Aufträge resultieren aus öffentlichen Ausschreibungen, die restlichen werden von Baufirmen erteilt. Man habe ein gutes Team und wenig Fluktuation, betont Stefan Hörnemann. „Viele Mitarbeiter sind schon lange bei uns, teilweise über 40 Jahre.“ Die Digitalisierung wird auch sein Geschäft verändern, ist er überzeugt: „Beim digitalen Fahren werden Planken sicherlich eine große Bedeutung haben.“

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