„Je spezieller und komplexer, desto besser!“

Interview mit Alexander Lanfer, Geschäftsführer der HARMSEN KOMTEC GMBH

„Je spezieller und komplexer, desto besser!“ So lauten das Credo und der Anspruch der HARMSEN KOMTECH GMBH. Dabei gilt diese Aussage für Fassaden, Dächer, Fassadeneinbauten und Stahlkonstruktionen ebenso wie für Sanierung und Wartung bestehender Gebäude. „Wir stehen für Qualität, Termintreue und höchste Ansprüche an die Arbeitssicherheit unserer Beschäftigten“, versichert Alexander Lanfer, der das Unternehmen als Geschäftsführer gemeinsam mit Arno Harmsen führt. „Was uns weiter auszeichnet, ist unsere vollumfängliche Beratung, die sich auch auf Randgewerke erstreckt. Hinzu kommt, dass wir als guter Arbeitgeber bekannt sind.“

Komplette Lösungen

Die Anfänge der HARMSEN KOMTEC liegen in der 1997 gegründeten Firma Harmsen & Klein, die 2005 zum aktuellen Unternehmen umfirmiert wurde, wobei KOMTEC für ‘Konstruktions- und Metallbautechnik’ steht. Im Bereich des Metall- und Fassadenbaus war das Unternehmen schon früh für große Kunden wie BASF tätig und konnte mit seinem hohen Anspruch an Arbeitssicherheit auch weitere Aufträge aus der Petrochemie gewinnen. Hintergrund der starken Fokussierung auf die Arbeitssicherheit war das große Engagement des Firmengründers Arno Harmsen in entsprechenden Fachgremien und bei der Entwicklung heute gültiger Normen. „Was uns auch von der Masse abhebt, ist die Spezialisierung auf kritische Infrastrukturen“, erläutert der Geschäftsführer. „So haben wir schon komplexe und anspruchsvolle Projekte für Polizei und Militär realisiert und auch für Rechenzentren. Dabei beschränken wir uns nicht auf die Fassade, sondern bringen alles mit, was nötig ist, um die komplette Gebäudehülle darzustellen.“ Dazu gehören Tore, Türen und Fenster ebenso wie Dachsysteme – sowohl Metalldächer wie auch Warmdächer mit Folien- oder bituminösen Abdichtungen. Hinzu kommen Tragwerke in Stahl, aber auch in Holz.

Kompaktes Team

Das Team von HARMSEN KOMTEC besteht aus 30 Mitarbeitern, die in der Verwaltung, im Engineering sowie in der Projekt- und Bauleitung tätig sind. „Wir planen die Projekte bei uns im Haus, unsere Projektleiter kümmern sich um die laufenden Aufträge und unsere Bauleiter überwachen die Arbeiten vor Ort beim Kunden“, erklärt Alexander Lanfer. „Für die Montage halten wir nur ein kleines Team als ‘Task Force’ vor. Dieses Team deckt Spitzen ab oder leitet Nachunternehmer an. Im Schnitt arbeiten täglich rund 100 Monteure aller Gewerke für uns.“

Gestaltungsmöglichkeiten

Vom anfänglichen industriellen Leichtbau mit einer Gebäudehülle aus Trapezblechprofilen entwickelte sich HARMSEN KOMTECT – auch durch den Trend der Hersteller – weiter in Richtung der Sandwichfassaden. Seit rund 15 Jahren sind die vorgehängten hinterlüfteten Fassaden (VHF) zu einem wesentlichen Produkt geworden. „Dieses System bietet eine Vielzahl an Gestaltungsmöglichkeiten“, verdeutlicht der Geschäftsführer, der seit Anfang 2024 neben dem Gründer auch Mitgesellschafter des Unternehmens ist. „Bei der Verkleidung können wir sowohl mit High Pressure-Laminaten wie auch mit Faserzementplatten und Keramik arbeiten. Gerade haben wir auch ein Projekt mit einer bauwerksintegrierten Photovoltaikanlage. Da wir heute in Deutschland beim Industriebau wesentlich mutiger als noch vor 20, 25 Jahren sind, werden diese Gestaltungsmöglichkeiten auch immer mehr genutzt.“

Hauptmarkt Deutschland

Neben der petrochemischen Industrie und Betreibern kritischer Infrastrukturen kommen Aufträge auch von der öffentlichen Hand. Dank der Möglichkeiten der VHF können auch Vorgaben der Einbruchsicherheit von RC 4 und höher erfüllt werden. Auch Verglasungen mit Beschusshemmung sowie abhörsichere Lösungen umfasst das Portfolio. Das geografische Einzugsgebiet erstreckt sich auf ganz Deutschland, ein kleiner Teil des Umsatzes wird in den Niederlanden und in Belgien erzielt. „Wir leben von Empfehlungen“, beschreibt Alexander Lanfer die Auftragsakquise. Außerdem beteiligt sich das Wilsumer Unternehmen an Ausschreibungen.

Ansonsten präsentiert sich HARMSEN KOMTEC natürlich mit einer Webseite sowie in Sozialen Medien wie Instagram, Facebook, LinkedIn und Xing – hier allerdings vor allem, um neue Mitarbeiter zu gewinnen. Als innovatives und zukunftsorientiertes Unternehmen nutzt HARMSEN KOMTEC auch die Vorteile digitaler Technologien. „Alle projektrelevanten Daten auf unseren Servern können mobil abgerufen werden“, sagt der Geschäftsführer. „Wir implementieren auch gerade ein neues System, das Prozesse umfassender abdeckt: von der digitalen Zeiterfassung der Mitarbeiter bis hin zur Konstruktion mit der Möglichkeit, planungsfähige 3-D-Software zu integrieren.“ Was die Nachhaltigkeit betrifft, so bieten gerade die VHF viel Potenzial, da sich die eingesetzten Stoffe sortenrein zurückbauen lassen. Und auch die integrierte Photovoltaik sowie Grün-fassaden sind aktuelle Themen.

Weitere Geschäftsfelder

„Wir machen viel für unsere Mitarbeiter“, erläutert der Geschäftsführer das Betriebsklima. „So bieten wir ihnen Weiterbildungen, gemeinsames Frühstück, Ausflüge und weitere Aktivitäten sowie Möglichkeiten zum Homeoffice.“ Auch die kommenden Jahre sollen von gesundem Wachstum geprägt sein. „Wir möchten außerdem weitere Geschäftsfelder erschließen sowie neue Fachkräfte gewinnen und weiterentwickeln“, skizziert Alexander Lanfer den Weg in die Zukunft.

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