Webcode:

Um einen Artikel aus dem Print-Magazin online zu lesen, geben Sie bitte nachfolgend den Webcode ein, der im Magazin unter dem Artikel zu finden ist.

Sensortechnik mit Gespür für echte Nähe zum Kunden

Portrait

Mehr als 7.000 Produkte machen das Portfolio aus. Dazu gehören Sensoren zur Positionsbestimmung von Gegenständen, Sensoren für industrielle Bildverarbeitung, Systeme zur Zustandsüberwachung von Maschinen sowie Sensoren für Bewegungskontrolle.

Breite Produktpalette

Entsprechend breit ist die Produktpalette im Einzelnen. Allein der Bereich der Positionssensoren gliedert sich in vielfältige Ausführungen und Anwendungsmöglichkeiten. Vom Magnetsensor über Ultraschall- oder Lasersensoren bis hin zu Lichtwellenleitern und Verstärkern reicht die Auswahl.

In der industriellen Bildverarbeitung geht es um 3-D-Sensoren, 3-DKameras oder Beleuchtungen. Das Produktprogramm zur Zustandsüberwachung von Maschinen reicht von Systemen zur Schwingungsüberwachung über solche zur Druckluftverbrauchsmessung bis hin zur Ölqualitätsmessung.

„Als Systemanbieter liefern wir die komplette Produktfamilie“, sagt Steffen Fischer. Neben Entwicklung und Produktion bedeutet das heute zunehmend auch Beratungsarbeit. Denn die Digitalisierung verlangt eine immer engere Vernetzung der Systeme. „Die Unternehmen fragen mittlerweile nach Komplettlösungen. Wir gehen damit auch Schritt für Schritt in die Softwareberatung“, beschreibt Steffen Fischer die aktuelle Entwicklung.

Als Lieferant der Maschinendaten ist ifm im Prozess der Digitalisierung gefragt. „Wir sind die Spezialisten, die wissen, wie diese Daten generiert werden. Wir sorgen dafür, dass Lösungen entwickelt werden, um diese Daten zu nutzen und zu vernetzen.“

Enge Vernetzung

Es ist diese besondere enge Vernetzung mit den Kunden, der ifm viele Entwicklungen zu verdanken hat. „Die meisten Produkte kommen aus einer bestimmten Entwicklung zustande, die speziell von Unternehmen angefragt wurde. Unsere Innovationen generieren sich also oft aus Kundenanfragen“, so der Geschäftsführer, der auch für den Bereich Personal verantwortlich zeichnet.

Rückschau: Die Erfolgsgeschichte von ifm beginnt vor nahezu 50 Jahren, als ein Vertriebsprofi und ein innovativer Techniker ihre Kompetenz vereinigen und das Unternehmen gründen. „Einer war ein genialer Vertriebsmann, der andere ein wirklich genialer Techniker, der die erste Schaltung zu Hause im Schlafzimmer entwickelt hatte“, erzählt Steffen Fischer mit einem Lächeln. „Zusammen haben sie ifm sehr schnell entwickelt, mit guten Wachstumszahlen.“

Diese können sich wahrhaft sehen lassen. Die ifm-Unternehmensgruppe mit ihren zahlreichen Tochtergesellschaften beschäftigt insgesamt 7.000 Mitarbeiter, davon 3.200 am Standort Bodensee, dem Hauptproduktions- und -entwicklungsstandort. Im kommenden Jahr möchte die Gruppe die magische Grenze einer Milliarde EUR Umsatz knacken.

Kontinuierliche Entwicklung

„Meilensteine waren unsere kleinen, kontinuierlichen, internationalen Weiterentwicklungen. Heute sind wir sehr international aufgestellt und mit einem erstaunlich breiten technologischen Vertrieb unterwegs“, sagt Steffen Fischer. „Früher wurde der Sensor aus einem Koffer verkauft. Heute sind die Produkte zunehmend komplexer.“

Das Unternehmen bedient Kundenanfragen in über 80 Ländern der Erde. Insgesamt 80% der Produkte werden exportiert. „Wir sind für fast alle nichtmilitärischen Industrien tätig, von der Lebensmittelindustrie bis zu Hafenanlagen. Praktisch überall dort, wo Automation ein Thema ist“, beschreibt Steffen Fischer die Zielkundschaft. Dazu gehören die Automobilindustrie, der Bereich moderner Arbeitsmaschinen, die Windenergie sowie die Stahl- und Metallindustrie und viele mehr. Trotz aller globaler Aktivitäten setzt das Unternehmen auf eine familiäre Betriebskultur. „Wir haben Inhaber zum Anfassen, die man auch im Betriebsrestaurant einfach ansprechen kann.“

Auf eine gute Mitarbeiterbindung zielt auch der zweite Slogan, der ifm von Anfang an begleitet hat. ‘In Sicherheit erfolgreich groß werden’, lautet er. „Das steht für die Sicherheit unserer Produkte einerseits, andererseits aber auch für ein Zusammengehörigkeitsgefühl der Mitarbeiter“, so Steffen Fischer.

„Wir leben die Digitalisierung nicht nur, sondern wir müssen sie auch mitgestalten.“ Steffen FischerGeschäftsführer Personal

Grundsätzlich werde bei ifm nach Möglichkeit auf betriebsbedingte Kündigungen verzichtet. Dabei stehen die Zeichen aktuell ausschließlich auf Wachstum. „Aufgrund des hohen Wachstums haben wir allein in Deutschland etwa 180 offene Stellen im qualifizierten Angestelltenbereich, vor allem Softwareentwickler werden gesucht.“ Insgesamt arbeitet das Unternehmen mit strukturell kleineren Einheiten. „Um den familiären Charakter und die Nähe zum Produkt zu erhalten“, sagt Steffen Fischer.

Top Arbeitgeber

Die Bemühungen zahlen sich aus. „Auf unsere Unternehmenskultur sind wir stolz. Wir sind unter den besten 100 Arbeitgebern Deutschlands in einer Umfrage des Focus gelistet“, sagt Steffen Fischer.

Das Thema Digitalisierung bestimmt den Alltag von ifm. „Als Automatisierungsunternehmen leisten wir einen Beitrag zur Digitalisierung und zur Industrie 4.0. Wir haben Anfang 2016 die Digitalisierung und die Industrie 4.0 in unseren Kernbereich gehoben. Das heißt: Wir leben sie nicht nur, wir müssen sie auch aktiv mitgestalten“, beschreibt Steffen Fischer den Anspruch des Unternehmens.

Für den Geschäftsführer ist das nicht allein ein technischer Prozess, sondern auch ein sozialer Veränderungsprozess. Ein Beispiel: Sensordaten hat ifm seit jeher geliefert. Neu ist aber, dass die Softwaresysteme derart vernetzt arbeiten, dass sie unmittelbar mit denen der Kunden zum Beispiel über Cloud-Lösungen kommunizieren. „Darauf müssen wir uns als Unternehmen einstellen.“

Um die Prozesse von ifm im Alltag optimal zu gestalten, gliedert sich das Unternehmen unter dem ifm-Dach in vier Geschäftsbereiche. Das sind die Bereiche Positionssensoren, Prozesssensoren, Network & Control und Software. In der ifm- Gruppe übernimmt die ifm electronic für diese Geschäftsbereiche eine Steuerungs- und Servicefunktion.

Großen Stellenwert hat die Entwicklung neuer Produkte. „Wir haben derzeit mehr als 850 aktive Patente“, nennt Steffen Fischer eine beeindruckende Zahl. Neben der hohen Innovationsbereitschaft ist die Qualität der Produkte maßgeblich für den Erfolg von ifm.

(Kopie 1)

„Wir sind sehr schnell in der Aufnahme und Umsetzung von Kundenwünschen.“ Steffen FischerGeschäftsführer Personal

„Wir haben eine hohe Lieferbereitschaft: 97% unserer Produkte sind sofort ab Lager verfügbar“, nennt Steffen Fischer einen weiteren Erfolgsfaktor. ifm kann zeitnah liefern. Der Logistik kommt eine entscheidende Rolle zu. „Wir haben in Essen eine sehr gute Zentrallogistik“, unterstreicht Steffen Fischer. „Der Markt erwartet die Verfügbarkeit einer bestimmten Bandbreite an Sensoren. Die können wir auch in der notwendigen Qualität zeitnah liefern.“

Streben nach Nachhaltigkeit

Dabei richtet ifm das Augenmerk nicht allein auf den wirtschaftlichen Gewinn. Jeder Mitarbeiter, der innerhalb der Gruppe tätig wird, erhält die Leitsätze des Unternehmens in einem Leitfaden ausgehändigt. Darin unterstreicht das Unternehmen seine ethischen Ansprüche und ermutigt seine Mitarbeiter zu einem verantwortungsbewussten und nachhaltigen Handeln.

Entsprechend verfügt ifm über ein eigenes Qualitäts- und Umweltmanagement zum Thema Nachhaltiges Denken und Handeln. So hat das Unternehmen zum Beispiel seinen Wasserverbrauch trotz einer enormen Produktionsausweitung deutlich reduziert.

Steffen Fischer kam vor elf Jahren aus einem Großkonzern zu ifm. „Ich wollte meine Erfahrungen aus einem Konzern in ein kleineres Unternehmen einbringen“, sagt er. Sein Antrieb? „Ich möchte Wachstum mitbegleiten. Das geschieht hier in einer enormen Agilität. Denn ifm ist ein Familienunternehmen mit sehr direkten Kontakten, unkomplizierten Strukturen und das Ganze kombiniert mit Hochtechnologie, Innovation und Geschwindigkeit.“

Atemberaubend ist zuweilen auch das wirtschaftliche Wachstum des Unternehmens. Als Steffen Fischer zu ifm kam, erwirtschaftete die Unternehmensgruppe einen Jahresumsatz von etwa 350 Millionen EUR. Heute ist die Milliarde in greifbarer Nähe.

Steffen Fischer rechnet auch in den kommenden Jahren mit einem weiteren Wachstum. „Es gibt einen Ausblick auf die kommenden 20 Jahre, was Umsatz- und Mitarbeiterentwicklung angeht“, verrät er. Die genauen Zahlen sind allerdings ein Betriebsgeheimnis, das nur den entsprechenden Mitarbeitern zugänglich ist.

Trend zur Automatisierung

Dennoch lässt die Digitalisierung mit der einhergehenden Tendenz zur Automatisierung eine glänzende Perspektive für ifm erahnen. Ob selbstfahrende Autos oder Robotik – Sensorsysteme sind überall gefragt. Mit welchen Produkten das Unternehmen am Markt ist, zeigt es seiner Kundschaft in aller Welt auf zahlreichen internationalen Messen. Neben der HMI in Hannover und der SPS in Nürnberg gehören dazu zum Beispiel die TEXPOSURE in Indien, die SMART FACTORY Expo in Tokio oder die IA Beijing in Peking.

Bewerten Sie diesen Artikel
TOP