Ganzheitliche Bildungslösungen für die technische Aus- und Weiterbildung

Interview mit Dr. Sandra Funk, Curricula Development bei der Festo Didactic SE

Dabei wird mit modernsten und digitalen Methoden der Wissensvermittlung ein breites Themenspektrum von Pneumatik, Hydraulik, Industrie 4.0, industrieller Instandhaltung, Robotik, über Energieeffizienz und Erneuerbare Energien, Elektrotechnik und Elektronik, CNC bis hin zu Gebäudesystemtechnik abgedeckt.

Der Fokus liegt dabei immer auf einer Kombination von theoretischem Wissen und praktischer Anwendung. „Ein großer Vorteil bei der Wissensvermittlung ist unser Mutterkonzern Festo als Produktionsfirma im Hintergrund“, sagt Dr. Sandra Funk, zuständig für die Entwicklung von Curricula bei der Festo Didactic SE. „Dank dieser Konstellation haben wir Zugang zu unzähligen Industrieunternehmen. Durch unsere Kontakte zu Ausbildungs- und Forschungseinrichtungen können wir zusammen mit Experten das Thema Industrie 4.0 – das überall relevant ist – diskutieren. Wir haben den großen Vorteil, dass wir das technische Know-how und das didaktische Wissen im eigenen Haus haben. Deshalb wissen wir auch, wovon wir reden.“

Immer state-of-the-art

Festo Didactic hat die aktuellen technologischen Entwicklungen ebenso im Blick wie die Veränderungen bei den Ausbildungs- und Lehrplänen industrieller Metall- und Elektroberufe. Dieses Wissen fließt kontinuierlich in die Lernlösungen ein, sodass ‘state of the art’ immer der Standard ist. Dabei umfasst das Angebot die verschiedensten Themen von den Grundlagen bis hin zu Industrie 4.0. Sowohl für Auszubildende, für deren Ausbilder wie auch für Berufstätige bietet Festo Didactic maßgeschneiderte Lösungen auf dem neuesten Stand. „Anhand von Lehrplänen entwickeln wir Lernlösungen“, verdeutlicht Dr. Sandra Funk.

Agile Tools

Einen hohen Stellenwert im Angebot von Festo Didactic haben neue Formen der Zusammenarbeit im digitalen Zeitalter. „Durch die Digitalisierung werden die Reaktionszeiten kürzer, die Anforderungen an die Zusammenarbeit verschiedener Bereiche wachsen.“, erklärt die Produktmanagerin. Dazu braucht es auch andere Modelle der Zusammenarbeit, wie beispielsweise agile Entwicklungsmethoden. Dabei kommen unter anderem Design Thinking und Scrum zum Einsatz. Hier geht es im Wesentlichen darum, neue Ansätze schnell auszuprobieren und beispielsweise mit Kunden zur eruieren, um damit Risiken einer Fehlentwicklung zu minimieren.

Jederzeit lernen

Die Bandbreite der Kunden von Festo Didactic reicht von der Sekundarstufe über die Berufsschule bis zum Forschungsinstitut, vom kleinen Betrieb bis hin zum großen Konzern.

Mit dem neuen Lernportal ‘Festo Learning Experience’ bietet Festo Didactic seinen Kunden individuelles, digitales Lernen im technischen Bereich. „Dort finden Schüler, Lehrer und Ausbilder Lernmedien für unterschiedlichste Themengebiete“, erklärt Dr. Sandra Funk. „Außerdem ermöglichen wir mit unserem neuen Lernportal allen das Lernen überall und zu jeder Zeit. Unsere digitalen Kurse sind in kleine Lerneinheiten aufgeteilt und modular aufbereitet. So können wir Lerninhalte individuell für Kunden – auch länderspezifisch – zusammenstellen. Natürlich können Lehrer und Ausbilder weltweit auch selbst tätig werden und ihre eigenen Kurse aus den Lernnuggets zusammenstellen. Damit wird auch individuelles Lehren und Lernen gefördert.”

Die aktuelle Corona-Situation sieht Dr. Sandra Funk als Chance und Herausforderung zugleich, da die Verbindung zwischen digitalem und praxisorientiertem Lernen an einer realen Anlage nach wie vor einen wesentlichen Erfolgsfaktor zur Förderung der Handlungskompetenz darstellt.

Von einfach zu komplex

Von einfach zu komplex – von der kleinsten Komponente zum komplexen System. Das ist ein wesentliches Ziel bei der Entwicklung von Curricula. Am Beispiel des Ausbildungsberufs des Mechatronikers wird dies deutlich. Hier beginnen die Lernenden mit dem kleinsten Modul und lernen dort alle relevanten Themen rund um die Metallbearbeitung kennen. Im nächsten Schritt bearbeiten die Auszubildenden alle Themen rund um die Automation, wie beispielsweise Sensorik, Aktorik, aber auch SPS Programmieren an einer einzelnen Station. Im Anschluss daran können sich Lernende weiterführende Kenntnisse im Kontext von Industrie 4.0, wie beispielsweise IT Security, Energieeffizienz, Machine Learning und KI aneignen. Digitale Medien ermöglichen es den Lernenden, diese Schritte individuell und im eigenen Tempo zu gehen.

Dabei steht die Motivation stets im Vordergrund. Lerntypengerechte Medien und Methoden sowie der Einsatz zeitgemäßer Technologien, wie z.B. AR, schaffen eine kreative Lernatmosphäre und tragen so nachhaltig zum Lernerfolg bei. Damit wird Digitalisierung und Vernetzung greifbar und erlebbar!

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