Immer einen Schritt voraus

Interview mit Ivan Melicher, Geschäftsführer der EAGLE Deutschland GmbH

Hinter der Marke EAGLE steckt ein polnisches Unternehmen, das 2006 mit der Fasertechnologie begann und 2018 erstmals einen Faserlaser auf der EuroBLECH in Hannover präsentierte. Schon damals war die Maschine dem Markt in Sachen Effizienz voraus.

Die Zukunft im Fokus

Bis heute hat EAGLE die Lasermaschinen konstant weiterentwickelt; heute überzeugen sie mit einem außergewöhnlich schnellen Echtzeit-Steuerungssystem und modernsten Materialien wie Karbonfaser und Polymerbeton.

„Wir haben heute die leistungsfähigste Maschine in Europa in unserem Portfolio“, erklärt Geschäftsführer Ivan Melicher. „In Deutschland sind etwa 5.000 Lasermaschinen im Einsatz, darunter noch rund 2.000 CO2-Laserschneidmaschinen. Diese können durch Faserlaser ersetzt werden, um so bis zu 90% Energie zu sparen.“

Mit den Faserlasern setzt EAGLE Akzente. „Der Markt ändert sich und Kunden überlegen, wie man die Automatisierung in der Produktion optimieren kann“, sagt Ivan Melicher. „Automatisierung und Energiereduktion sind dominierende Themen; Firmen, die sich nicht damit beschäftigen, werden Probleme bekommen. Wir orientieren uns bei der Maschinenentwicklung sehr stark an Themen rund um die Industrie 4.0; das gilt nicht nur für die Schneidprozesse, sondern auch für nachgelagerte Prozesse.“

Jung, frisch, unkonventionell

So dynamisch wie die Maschinen sich entwickeln, entwickelt sich EAGLE selbst. Aktuell wird bei EAGLE vor allem für den Service Verstärkung gesucht. „Seit 2020 sind wir um 30% gewachsen“, so Ivan Melicher. „Für 2023 rechnen wir mit einer Steigerung von 50%.“

Volle Auftragsbücher geben der Unternehmensstrategie Recht. Die Maschinen werden in Polen basierend auf Komponenten höchster Qualität gefertigt. Seit 2021 gibt es Anlagen mit 30 kW, für spezielle Applikationen wird an 40 kW Laserleistung gearbeitet.

„Wir sind die einzige Firma, die Maschinen nicht aus Stahl, sondern auch aus Polymerbeton konstruiert, wodurch unser CO2-Footprint bei Produktion und Lieferung deutlich geringer ausfällt“, betont Ivan Melicher. „Wir glauben deshalb an weiteres Wachstumspotenzial. Und wir werden auch künftig frische Ideen entwickeln, auch wenn sie manchmal unkonventionell sind.“

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