Ein Unternehmen unter Dampf

Interview

„Wir haben uns, was unseren Umsatz angeht, zum Ziel gesetzt, die 40-Millionen-EUR-Grenze in diesem Jahr zu schaffen“, so der stellvertretende Geschäftsführer Dr. Peter Kremer. „Wir haben erst vor kurzem auf der Motek in Stuttgart unseren neuen Palettenstopper vorgestellt. Das Produkt ist brandneu und hat sofort eine sehr positive Resonanz erzeugt. Der Palettenstopper bringt ein Produkt zum Halten, das auf einem Förderband innerhalb der Produktionshalle transportiert wird, damit es weiter bearbeitet werden kann. Wir haben hier einen hydraulischen Industriestoßdämpfer integriert.“

Weitere Neuheiten im Programm, die die Innovationsstärke von ACE beweisen, sind Entwicklungen mit Vibrations- und Schwingungsisolierungen.

„Hier haben wir uns mit schwingungsisolierenden Platten, mit Gummi-Metall-Isolatoren und mit niederfrequenten Luftfederelementen einen völlig neuen Kundenkreis erschlossen“, so Dr. Peter Kremer. „Der Bereich entwickelt sich sehr gut und die Nachfrage steigt ständig. Auch hier punkten wir mit unserer Beratung und unseren Serviceangeboten. Wir haben zum Beispiel eine App für das iPhone entwickelt – den sogenannten Vibro-Checker, der kostenlos heruntergeladen werden kann. Über einen Sensor im iPhone kann man Vibrationen messen. Diese Lösung ist ganz einfach anzuwenden und ermöglicht ein Höchstmaß an Mobilität. Wir hatten dazu bereits ein Projekt mit der Walisischen Staatsoper – das war ein voller Erfolg.“

Neu: Die Newton Line

Ebenfalls neu im Programm ist die sogenannte Newton Line. Diese innovative Gasfeder-Linie setzt im industriellen Markt neue Standards.

„Unsere Gasfedern kommen in der Automation, im Werkzeugmaschinenbau oder beim Möbelbau zum Einsatz“, so Dr. Peter Kremer. „Sie sind qualitativ extrem hochwertig und für stark beanspruchte Produkte geeignet, zum Beispiel für Industriewäscher, die pro Stunde zehn oder 20 Mal betätigt werden. Hier braucht man spezielle  Dichtungssysteme und Materialkombinationen.“

„Neben unserem Fachwissen punkten wir vor allem mit technologischer Innovation, aber auch mit Schnelligkeit und Service.“ Dr. Peter KremerStellvertretender Geschäftsführer
Dr. Peter Kremer, stellvertretender Geschäftsführer

Von der Tiefsee bis zum Weltraum

ACE hat sein Hauptstandbein im Maschinenbau und im Sondermaschinenbau, inklusive der Automobilindustrie. Neben Standardlösungen entwickelt das Unternehmen auch individuelle High-End-Lösungen. So wurde zum Beispiel für die Ölindustrie jüngst ein Quick-Release-Connector für den Einsatz am Meeresgrund mit einem ACEMAGNUM-Dämpfer ausgestattet und dank dreier linear arbeitender Strukturdämpfer können Astronauten auf der ISS-Station gefahrlos und erdähnlich auf dem Laufband trainieren.

Dämpfer für Wasserschleusen oder aber Gasfedern für versenkbare Elektrizitäts-Sicherheitskästen sind weitere Beispiele. „Wir gelten als der Spezialist für Dämpfungstechnik“, so Dr. Peter Kremer. „Entsprechend kommen die Kunden mit den unterschiedlichsten Anforderungen zu uns – aus den unterschiedlichsten Ländern. Neben unserem Fachwissen punkten wir vor allem mit technologischer Innovation, aber auch mit Schnelligkeit und Service. Wir sind überall da zu finden, wo kinetische Energie eliminiert werden soll – von der Tiefsee bis zum Weltraum.“

Komplettlösungen weltweit

Von den mehr als 6.000 aktiven Kunden im Jahr 2014 kamen 70% aus Deutschland. Der Exportanteil von ACE steigt ständig – insbesondere im europäischen Ausland, im Mittleren Osten und in Asien erzielt das Unternehmen erfreuliche Wachstumsraten.

1963 in Detroit, Michigan gegründet, wurde die ACE Stoßdämpfer GmbH 1978 zunächst als reine Vertriebsniederlassung gegründet. Inzwischen bietet man komplette Lösungen im Bereich der Dämpfungstechnologie an und erwirtschaftet mit 90 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von knapp 38 Millionen EUR.

Vorsprung halten

Das Team von ACE blickt zu Recht zuversichtlich in die Zukunft. „Wir sind absolut positiv“, so Dr. Peter Kremer. „Wir wollen weiter innovativ bleiben, was bedeutet, dass wir kontinuierlich in Forschung und Entwicklung investieren. Sonst können wir unseren technologischen Vorsprung nicht halten. Hier sind vor allem unsere Kooperationen mit den Universitäten von großer Bedeutung. Aber auch unsere ausgeprägte Service-Orientierung wird in Zukunft eine unserer wichtigen Säulen bleiben.“

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