„Wir liefern einen Prozess und nicht nur eine Maschine.“

Interview mit Andreas Westhäußer, Geschäftsführer Vertrieb und Service und Bernhard Roglin, Geschäftsführer Operations der EFD Induction GmbH

„Die neue Vertikal-Härtemaschine HardLine M ist eine modulare aufgebaute Härtemaschine der neusten Generation und kommt zwei Jahre nach dem erfolgreichen Produktrelaunch unserer Horizontal-Härtemaschine HardLine Hybrid,“ erklärt Andreas Westhäußer, der seit Anfang dieses Jahres als Geschäftsführer die Bereiche Vertrieb und Service verantwortlich ist. „Der Schwerpunkt der Entwicklung war die modulare Bauweise, die uns erlaubt, mit erprobten Komponenten kostengünstige und flexibel einsetzbare Module zu entwickeln. Diese Eigenschaft macht die HardLine M für unsere Kunden preislich sehr interessant.“

Die HardLine M gilt zwar als Standard-Maschine, lässt sich jedoch konfigurieren. „Die HardLine M deckt den Lohnfertigungsbereich ab, der die Maschinen universell, d.h. für viele verschiedene Werkstücketypen einsetzen kann. „Sie kann auch ohne großen Aufwand auf einen neuen Prozess oder ein neues Bauteil umgerüstet oder sogar in einer Fertigungslinie eingebaut werden. Die dadurch gewonnene Flexibilität stellt für unseren Kunden ein großes Plus dar.“ Die HardLine M ist auch mit Blick auf die Zukunft konzipiert worden. „Dank einer neu projektierten Steuerung ist die HardLine M auch Industrie 4.0 fähig“, so Bernhard Roglin, der seit Anfang des Jahres als Geschäftsführer für Bereich Operations verantwortlich zeichnet und mit Andreas Westhäußer die Gesamtverantwortung für die deutsche Niederlassung innehat. „Dadurch ist beispielsweise eine Ferndiagnose möglich. So können eventuell auftretende Probleme aus der Ferne erkannt und auch gelöst werden.“

Die kostengünstige und flexible HardLine M wird in den nächsten Monaten auf den Markt kommen und reiht sich damit in ein umfassendes Sortiment ein, das sich von kleinen mobilen Frequenzumrichtern bis hin zu vollautomatischen, in Produktionslinien integrierten Systemen, die nach Kundenwunsch angefertigt werden, erstreckt. „Mit der HardLine M wollen wir eine Marktlücke schließen, die in den letzten Jahren vernachlässigt wurde“, so Andreas Westhäußer. „Wir wollen uns in Zukunft noch breiter aufstellen und mit unseren Standardmaschinen ein Gegengewicht zu unseren Sonderanlagen für die Automobil- und Windkraftindustrie schaffen.“

Diese Strategie kommt der Firma in der momentanen Krise sehr zugute. „Wir sind trotz der Pandemie sehr gut durch das vergangene Jahr gekommen“, versichert Bernhard Roglin. „Dank der guten Organisation innerhalb des Unternehmens, konnten wir alle Anlagen bauen, die wir bauen wollten. Wir konnten auch viele Aufträge aus dem Vorjahr mitnehmen und die Lieferketten aufrechterhalten.“ Sehr geholfen hat uns die globale Aufstellung der Firma. Die EFD Induction GmbH ist Teil der EFD Induction Group und damit eine von 18 Tochtergesellschaften weltweit, unter denen sich auch Produktionsstandorte in China, Indien und den USA befinden. „Die Gruppe gehört zu der Investmentgesellschaft AFK ASA in Norwegen, die sich auf die Gebiete Umwelt, Energie und Technik spezialisiert hat“, so Andreas Westhäußer. Die AFK generiert einen Jahresumsatz von 467 Millionen EUR wovon 100 Millionen EUR auf die EFD Induction Group entfallen.

Die Geschäftsführer sind sich sicher, dass das induktive Härteverfahren sich in Zukunft weiter durchsetzen wird. „Unsere Anlagen kommen in ganz unterschiedlichen Branchen zum Einsatz und bieten gegenüber anderen Erwärmungsverfahren klare Kosten- und Energieeffizienzvorteile“, sagt Bernhard Roglin. „Ein sehr gutes Beispiel sind die Hauptlager bei Windturbinen. Diese Teile brauchen sieben bis acht Tage bei ca. 900°C, um in einem herkömmlichen Ofen gehärtet zu werden. Mit unseren patentierten Anlagen können wir das innerhalb von zwei Stunden erreichen. Induktive Erwärmung hat auch den Vorteil, dass das Verfahren sehr gut wiederholbar und automatisierbar ist.“ Aber die Vorteile für die Kunden von EFD gehen weit darüber hinaus. „Wir bieten eine gesamtheitliche Lösung, die auf den Prozess ausgerichtet ist“, fügt Andreas Westhäußer hinzu. „Wir liefern eben einen Prozess und nicht nur eine Maschine.“

EFD Induction GmbH
Lehener Straße 91
79106 Freiburg
Fon: +49 761 88510
Fax: +49 761 8851139
sales(at)de.efdgroup.net
www.efd-induction.com

Tags
Nach themenverwandten Beiträgen filtern

Aktuellste news

Der Moment, in dem der stille Kollege plötzlich die Lösung hat

Der Moment, in dem der stille Kollege plötzlich die Lösung hat

Materialien liegen auf dem Boden. Neben der Aufgabe, ein tragendes Floß zu bauen, gibt es weder eine Anleitung noch eine Rollenverteilung. Acht Kollegen tauschen unsichere Blicke aus. Plötzlich übernimmt jemand…

Google Ads für den Mittelstand: Leitfaden für messbare Kampagnenergebnisse

Google Ads für den Mittelstand: Leitfaden für messbare Kampagnenergebnisse

Wer Google Ads im Mittelstand professionell einsetzen will, steht vor einer spannenden Doppelaufgabe: Die Kampagnen müssen schnell Wirkung zeigen, aber gleichzeitig auch langfristig auf Wachstum einzahlen. Anders als Großkonzerne mit…

Reuse & Logistics Leadership Days 2026:  GIWA bringt Praxiserfahrung in die PPWR Debatte ein

Reuse & Logistics Leadership Days 2026: GIWA bringt Praxiserfahrung in die PPWR Debatte ein

Die GIWA Kunststofftechnik GmbH hat sich auf den Reuse & Logistics Leadership Days 2026 in Berlin aktiv in die Fachdebatte zur Umsetzung der europäischen Verpackungsverordnung (Packaging…

Aktuellste Interviews

Wenn Logistik zum ­Balanceakt wird

Interview mit Xaver Bosch, Geschäftsführer der Internationale Logistik Spedition Xaver Bosch GmbH

Wenn Logistik zum ­Balanceakt wird

Ob Lebensmittel, Pflanzen oder Industriegüter: Ohne verlässliche Transporte geraten Lieferketten schnell ins Stocken. Zugleich erschweren Fahrermangel und enge Zeitfenster den Alltag. Die Internationale Logistik Spedition Xaver Bosch GmbH mit Sitz…

„Unser Kerngeschäft ist Massivholz“

Interview mit Moreno Vender, Geschäftsführer der Vender Legnami s.r.l.

„Unser Kerngeschäft ist Massivholz“

Holz ist einer der ältesten Baustoffe der Welt und zugleich einer, der heute aktueller denn je ist. Wer nachhaltig bauen, bestehende Gebäude sanieren oder historische Bausubstanz erhalten möchte, kommt an…

Handwerk als strategischer Vorteil

Interview mit Matthias Fischer, Geschäftsführer der Fischer Markenschuh GmbH

Handwerk als strategischer Vorteil

Wenn Konsumsegmente unter globalem Preisdruck schwanken, zeigt ein Produkt besondere Stabilität: der Hausschuh. Während in vielen Sparten schnelle Trends dominieren oder Billigware den Markt flutet, behaupten sich Anbieter wie die…

TOP