„Kunden erhalten einen zentralen Ansprechpartner!“
Interview mit Andreas Janker, Prokurist und Anja Schieke-Bosner, Leiterin Unternehmenskommunikation & Marketing der x-ion GmbH

Wirtschaftsforum: Herr Janker, was sind die größten Stärken von x-ion?
Andreas Janker: Unsere größte Stärke ist, dass wir die gesamte digitale Infrastruktur aus einer Hand anbieten. Wir entwickeln und betreiben Cloud-Plattformen, realisieren Netzwerk- und Connectivity-Lösungen und verfügen künftig über eigene Rechenzentren. Kunden erhalten damit einen zentralen Ansprechpartner für die gesamte Wertschöpfungskette. Hinzu kommt unsere hohe technische Kompetenz. Viele Kunden kommen zu uns, wenn Standardlösungen nicht ausreichen oder besonders komplexe Anforderungen umgesetzt werden müssen.
Wirtschaftsforum: Wie hat sich das Unternehmen entwickelt?
Andreas Janker: x-ion wurde 2009 von Martin Bosner gegründet. Nach Anfängen in der Softwareentwicklung entwickelte sich das Unternehmen zu einem Spezialisten für Cloud- und Infrastrukturservices. Zu den frühen Meilensteinen gehörten Projekte für die Deutsche Telekom sowie der Betrieb von Plattformen für Open-Xchange. Heute betreiben wir Cloud-Infrastrukturen in Europa, den USA und Indien und begleiten Unternehmen bei ihrer digitalen Transformation.
Wirtschaftsforum: Wie sind die Eigentumsverhältnisse geregelt?
Andreas Janker: Hauptanteilseigner ist Unternehmensgründer Martin Bosner. Weitere Anteile gehören zwei Gesellschaftern. Auch im Zuge unserer Expansion legen wir großen Wert auf unternehmerische Unabhängigkeit. Für viele Kunden ist die digitale Souveränität unserer Infrastruktur ein wichtiges Argument für die Zusammenarbeit.
Wirtschaftsforum: Welche Leistungen umfasst ihr Portfolio?
Andreas Janker: Den Kern bilden unsere Cloud-Lösungen. Für große Unternehmen entwickeln wir individuelle Private Cloud-Umgebungen. Daneben bieten wir mit xCloud ein Self-Service-Portal für kleinere Unternehmen.
Anja Schieke-Bosner: Mit xCloud ermöglichen wir Kunden einen unkomplizierten Zugang zu professionellen Cloud-Services und erweitern unser Angebot um eine flexible Lösung für kleinere Unternehmen und Agenturen.
Andreas Janker: Ergänzt wird das Portfolio durch Colocation-, Netzwerk- und Connectivity-Services sowie Compliance-Leistungen. Besonders stark sind wir im Bereich internationaler Datenverbindungen. So ermöglichen wir den grenzüberschreitenden Datenverkehr für vernetzte Fahrzeuge in mehr als 40 Ländern.
Wirtschaftsforum: Welche Bedeutung hat das neue Rechenzentrum in Rellingen?
Andreas Janker: Das Projekt ist ein wichtiger Meilenstein unserer Unternehmensentwicklung. Wir haben früh erkannt, dass leistungsfähige Rechenzentren die Grundlage für moderne Cloud- und KI-Anwendungen bilden. Deshalb entwickeln und betreiben wir künftig eigene Rechenzentren. Rellingen geht 2026 in Betrieb und bildet die Basis für weitere Projekte.
Wirtschaftsforum: Welche Rolle spielt Nachhaltigkeit bei Ihnen?
Andreas Janker: Nachhaltigkeit ist ein zentraler Bestandteil unserer Strategie. Unsere Standorte entstehen bevorzugt in Schleswig-Holstein, wo ein hoher Anteil erneuerbarer Energien verfügbar ist. Gleichzeitig profitieren wir von günstigen Bedingungen für eine energieeffiziente Kühlung.
Anja Schieke-Bosner: Ein wichtiger Aspekt ist die Nutzung der Abwärme. Rechenzentren können Kommunen bei ihrer Wärmeplanung unterstützen und einen Mehrwert für die Region schaffen.
Andreas Janker: In Rellingen wird bereits ein Schulneubau mit der Abwärme unseres Rechenzentrums versorgt. Weitere Projekte sind in Planung.
Wirtschaftsforum: Wie würden Sie die Unternehmenskultur beschreiben?
Andreas Janker: Wir sind ein technikgetriebenes Unternehmen mit flachen Hierarchien und einer offenen Fehlerkultur. Bei uns zählt das beste Argument. Gleichzeitig legen wir großen Wert auf Eigenverantwortung und Teamgeist.
Anja Schieke-Bosner: Viele Mitarbeiter entwickeln sich innerhalb des Unternehmens weiter. Dass ehemalige Kollegen nach einigen Jahren zurückkehren, bestätigt uns in unserem Weg.
Wirtschaftsforum: Herr Janker, welche Zukunftsaussichten sehen Sie für x-ion?
Andreas Janker: Die Nachfrage nach Cloud-, Rechenzentrums- und KI-Infrastrukturen wächst dynamisch. Deshalb werden wir sowohl unser Cloud-Geschäft als auch unsere Rechenzentrumskapazitäten weiter ausbauen. Neben dem Standort Rellingen befinden sich weitere Projekte in der Entwicklung. Unser Ziel ist es, Unternehmen eine vollständig integrierte digitale Infrastruktur anzubieten – von der Energieversorgung über das Rechenzentrum bis zur Cloud-Plattform. Mit technologischer Kompetenz, nachhaltigen Konzepten und dem Fokus auf digitale Souveränität sehen wir uns hervorragend aufgestellt, um diese Entwicklung mitzugestalten und weiter zu wachsen.












