Auf der Seite des Kunden
Interview mit Carmen Philippi, Geschäftsführung, Vorstand der Versteegen Assekuranz – Versicherungsmakler AG

Die Geschichte von Versteegen begann 1918 in Berlin. Firmengründer Hubert Versteegen entwickelte gemeinsam mit der Glaserinnung Versicherungslösungen für die damals kostspieligen Schaufensterverglasungen. Schon früh setzte das Unternehmen damit auf ein Prinzip, das bis heute prägend ist: Versteegen konzentriert sich auf anspruchsvolle Nischen und entwickelt passgenaue Konzepte für Branchen mit besonderen Risiken.
Nach dem 2. Weltkrieg wurde das Geschäft in Bonn neu aufgebaut. Später konzentrierte sich die Familie vollständig auf die Versicherungsmaklertätigkeit. Heute ist Versteegen an fünf Standorten vertreten und beschäftigt gut 100 Mitarbeitende. Die Muttergesellschaft befindet sich weiterhin in Familienbesitz. Carmen Philippi trat 2015 nach ihrem Studium des Versicherungswesens in das Unternehmen ein und gehört als Vertreterin der 4. Generation dem Vorstand an.
Mehr als Versicherungsvermittlung
Zu den Kernzielgruppen zählen Großwäschereien und Textilreinigungsbetriebe. Für sie hat Versteegen spezielle Konzepte entwickelt, die Bearbeitungsschäden und große Fahrzeugflotten berücksichtigen. Weitere Schwerpunkte liegen im Immobilien- und Insolvenzbereich. Kunden kommen zudem aus dem Gesundheitswesen und dem Handwerk.
Als Versicherungsmakler steht Versteegen rechtlich auf der Seite des Versicherungsnehmers. Das Unternehmen analysiert den Markt, vergleicht Angebote und entwickelt einen Schutz, der zur jeweiligen Risikosituation passt. Die Verantwortung endet jedoch nicht mit der Unterschrift. „Unsere wichtigste Aufgabe ist es, die Interessen unserer Kunden zu vertreten“, betont Carmen Philippi. Im Schadenfall prüft Versteegen die vertraglichen Ansprüche und setzt sich dafür ein, dass vereinbarte Leistungen tatsächlich erbracht werden.
Ebenso wichtig ist die Prävention. Jahresgespräche, Risikoanalysen und Hinweise zu Brandschutz, Wartungen oder vorgeschriebenen Prüfungen sollen verhindern, dass Schäden entstehen oder Leistungen später gekürzt werden. Eine realistische Versicherungssumme sorgt zudem dafür, dass ein Unternehmen nach einem schweren Schaden wiederaufgebaut werden kann.
Fortschritt mit persönlicher Nähe
Digitalisierung ist ein zentraler Schwerpunkt der Unternehmensentwicklung. In den vergangenen Jahren wurden zahlreiche Prozesse modernisiert und KI-Werkzeuge integriert. Zugleich soll der direkte Kontakt erhalten bleiben: Auch in einer zunehmend digitalen Versicherungswelt sollen Kunden mit Menschen sprechen können, die ihren Betrieb und ihre Risiken kennen.
Dieser Anspruch prägt auch die Unternehmenskultur. Versteegen setzt auf kurze Wege, offene Türen und eine familiäre Zusammenarbeit. Eine Viertagewoche mit 32 Stunden bei vollem Lohnausgleich ermöglicht den Mitarbeitenden mehr Erholung. Moderne Arbeitsplätze und flexible Strukturen ergänzen das Konzept.
Wachstum versteht das Unternehmen nicht als Selbstzweck. Investiert wird aus eigener Kraft, Zukäufe erfolgen mit Augenmaß. Künftig will Versteegen weitere Nischen erschließen, digitale Prozesse ausbauen und Lösungen für neue Risiken entwickeln. Dabei bleibt der wichtigste Grundsatz unverändert: Das Unternehmen versteht sich nicht als Versicherung, sondern als unabhängiger Dienstleister und verlässlicher Partner seiner Kunden.







