„Wir wollen die KI zum Arbeitstier machen!“
Interview mit Maurus Eichenberg, Geschäftsführer der ANLEI-Service GmbH

Wenn Digitalisierung darüber entscheidet, wie schnell Menschen mit Behinderungen finanzielle Unterstützung erhalten, dann geht es um mehr als Software. Genau an dieser Schnittstelle bewegt sich die ANLEI-Service GmbH. Was vor 25 Jahren als internes Projekt des Landeswohlfahrtsverbandes Hessen begann, ist heute ein hoch spezialisierter Softwareanbieter für die Eingliederungshilfe. Die Lösungen des Unternehmens kommen bei den größten Trägern Deutschlands zum Einsatz. Über die Systeme werden Leistungen für mehr als 200.000 Menschen verwaltet und jährlich Zahlungen in Milliardenhöhe abgewickelt. Das Portfolio reicht von der Hilfebedarfsplanung über digitale Antrags- und Genehmigungsprozesse bis zur elektronischen Rechnungsbearbeitung und Zahlungsabwicklung. Hinzu kommen Self-Service-Portale für
Einrichtungen der Behindertenhilfe sowie zahlreiche Schnittstellen zu Dokumentenmanagement- und weiteren Fachsystemen. Ziel ist eine Verwaltung ohne Medienbrüche, in der Informationen nur einmal erfasst und anschließend durchgängig genutzt werden.
Flexibel und wirtschaftlich
Gleichzeitig richtet das Unternehmen den Blick konsequent nach vorn. Cloud-Lösungen und Software-as-a-Service sollen die Systeme noch flexibler und wirtschaftlicher machen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf künstlicher Intelligenz. Intelligente Assistenten sollen künftig helfen, individuelle Bedarfe von Menschen mit Behinderungen präziser zu erfassen und Verwaltungsprozesse zu beschleunigen. Dabei versteht ANLEI-Service KI ausdrücklich als Unterstützung für die Fachkräfte und nicht als Ersatz menschlicher Entscheidungen. „Wir wollen den Sachbearbeiter nicht abschaffen, aber wir wollen den Sachbearbeiter zu einer kompetenten Entscheidungsperson machen und die KI zum Arbeitstier“, sagt Geschäftsführer Maurus Eichenberg. Trotz aller technologischen Innovation bleibt für das Unternehmen der Mensch im Mittelpunkt. Barrierefreiheit bestimmt nicht nur die Software, sondern prägt auch den eigenen Arbeitsalltag – sogar ein Standortwechsel wird vollzogen, um den ungehinderten Zugang zum Gebäude sicherzustellen. Agile Arbeitsmethoden, kurze Entscheidungswege und ein ausgeprägter Teamgedanke schaffen ein Umfeld, in dem Innovation und gesellschaftliche Verantwortung Hand in Hand gehen. Für Maurus Eichenberg ist das mehr als wirtschaftlicher Erfolg: „Aus meiner Sicht gehört dieses Unternehmen zu den Guten.“ So verbindet ANLEI-Service technologische Kompetenz mit gesellschaftlichem Engagement und gestaltet die Digitalisierung der Eingliederungshilfe – effizient, praxisnah und mit klarem Fokus auf die Menschen, denen sie letztlich zugutekommt.









