Radartechnologie: Hier surft die Zukunft

Interview mit Thomas Hörl-Weinhold, Prokurist und Vice President Industry Business Development und Renate Seiler, Head of Marketing der Symeo GmbH

Bei den Radardistanzsensoren von Symeo handelt es sich meist um eindimensionale Messgeräte, die in unterschiedlichsten Bereichen angewendet werden. „Unsere Lösungen werden zum Beispiel in Stahlwerken eingesetzt, für die Messung und Positionierung von X- oder Y-Achsen oder um Echtzeitdaten in die Systeme einzuspielen“, so Prokurist Thomas Hörl-Weinhold. „Mit unseren Systemen können hochpräzise Positionen erfasst, Distanzen gemessen und so zum Beispiel Kollisionen vermieden werden.“

Aktuell ist Symeo vor allem in der Schwerindustrie ein führender Anbieter. Darüber hinaus ist das Unternehmen noch in der Telemetrie, vor allem für die Schienenindustrie, tätig. „Wir sind in jedem Stahlwerk in Deutschland vertreten“, so Renate Seiler, Head of Marketing. „Die Hallen sind oft mehrere hundert Meter lang und mit schweren Kranen bestückt, die bis zu 160 t heben. Darunter befinden sich meistens Öfen. Mit unseren Lösungen lassen sich Unfälle vermeiden und somit die Mitarbeiter besser schützen.“ Die Referenzliste von Symeo umfasst renommierte Namen wie die Salzgitter AG, die Mitteldeutsche Braunkohle AG oder die Düsseldorfer Rheinbahn.

„Die Radartechnologie hat sich über die Jahre rasant entwickelt“, so Thomas Hörl-Weinhold. „Heutzutage kann man schon den Herzschlag mit Radarfrequenzen messen, bald auch Atemgas. Durch unseren engen Kundenkontakt haben wir das Ohr immer am Markt und bieten frühzeitig zukunftsweisende Lösungen an.“

Wachstum mit neuen Talenten

Seit Januar 2022 in die Indie Semiconductor Gruppe als eigenständiges Unternehmen integriert, hat sich Symeo für die kommenden Jahre ambitionierte Ziele gesetzt. „Wir möchten unser Team in den nächsten zwei bis drei Jahren verdoppeln, um weiterwachsen zu können“, so der Prokurist. „Unser Ziel ist es, zusätzlich zu unseren traditionellen Märkten neue, breitere Märkte, wie zum Beispiel Smart City oder Health Care, zu adressieren. Mittelfristig möchten wir zudem auch Ultraschall durch Radar ersetzen – hier geht es also um eine Technologieverdrängung. Um diese Ziele zu realisieren, benötigen wir Personal. Wir brauchen Talente und sind intensiv auf der Suche nach Verstärkung in allen Bereichen, von der Produktion über das Marketing bis hin zum Vertrieb. Der Aufbau unseres Teams ist für die kommende Zeit das dringendste Thema.“

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