Die feine Bank aus St. Gallen
Interview mit Tim A. Freise, Mitglied des Vorstands und Sven C. Thielmann, Vorstandsvorsitzender der St.Galler Kantonalbank Deutschland AG

Wirtschaftsforum: Die St.Galler Kantonalbank Deutschland hat den Anspruch, als fairste und innovativste vermögensverwaltende Bank im Markt aufzutreten. Wie wollen Sie diesem hohen Anspruch gerecht werden?
Sven C. Thielmann: Wir fassen unsere Werte gerne mit den Adjektiven „fair, erfolgreich, innovativ und nachhaltig“ zusammen. Daraus ergibt sich das Akronym „fein“, und genau wie eine „feine Bank“ wollen wir uns auch verhalten. Das bedeutet für uns zunächst, stets fair miteinander umzugehen – mit unseren Kundinnen und Kunden ebenso wie mit unseren Mitarbeitenden und Geschäftspartnern. Innovativ müssen wir im hart umkämpften Private Banking-Markt ohnehin sein. Denn obwohl wir in Deutschland über eine Vollbanklizenz verfügen, treten wir nicht als klassische Universalbank auf, sondern konzentrieren uns klar auf die Vermögensverwaltung.
Unser Erfolg beruht auf dem Vertrauen unserer Kundinnen und Kunden: Es aufzubauen, dauert Jahre, zerstört werden kann es jedoch innerhalb von Sekunden. Deshalb ist Erfolg für uns untrennbar mit nachhaltigen, langfristigen Kundenbeziehungen verbunden.
Wirtschaftsforum: Wie verwalten Sie die Vermögen Ihrer Kundinnen und Kunden?
Tim A. Freise: Wir verfolgen in der Vermögensverwaltung einen modularen Ansatz. Dabei unterscheiden wir nicht nur zwischen Aktien und Anleihen, sondern auch zwischen prognosefreien und prognosebasierten Anlagestilen. Darüber hinaus betrachten wir Volatilität als eigene Anlageklasse, da sie einen zusätzlichen Diversifikationseffekt ermöglichen kann. Durch die geringe Korrelation zwischen Volatilität auf der einen sowie Aktien und Anleihen auf der
anderen Seite lassen sich die Risiken im Gesamtportfolio mitunter deutlich reduzieren. So erreichen wir für unsere Kundinnen und Kunden einen höheren Ertrag je Risikoeinheit.
Wirtschaftsforum: Was unterscheidet die St.Galler Kantonalbank Deutschland von anderen Banken?
Sven C. Thielmann: Unsere Muttergesellschaft, die St.Galler Kantonalbank AG, befindet sich zu 51% im Besitz des Kantons St. Gallen und verfügt über ein ausgezeichnetes Rating. Zugleich eröffnet diese Struktur unseren Kundinnen und Kunden die Möglichkeit, ihr Vermögen auf Wunsch auch in der Schweiz buchen zu lassen und dennoch weiterhin von unseren Kolleginnen und Kollegen in Frankfurt, München oder Düsseldorf betreut zu werden. Weil wir sowohl in unserer Unternehmenskultur als auch in unseren Kundenbeziehungen konsequent den Menschen in den Mittelpunkt stellen, verzeichnen wir zudem eine sehr geringe Mitarbeiterfluktuation. Unsere Kundinnen und Kunden können sich daher langfristig auf das gewachsene Vertrauensverhältnis zu ihrer persönlichen Ansprechperson verlassen.
Wirtschaftsforum: Welche Kundinnen und Kunden möchten Sie mit diesem Konzept ansprechen?
Tim A. Freise: Der Großteil unserer Kundinnen und Kunden hat einen unternehmerischen Hintergrund. Sie haben die Risiken in ihren eigenen Unternehmen fest im Griff, suchen jedoch für die langfristige strategische Anlage oder die Liquidität einen stabilen und verlässlichen Partner, der sein Geschäft versteht und über Generationen hinausdenkt. Mit unserer starken Muttergesellschaft und unserer erfolgreichen Entwicklung in Deutschland stehen wir konsequent für die Beständigkeit – wie es deutsche Kundinnen und Kunden von einer Kantonalbank aus St. Gallen als gutem Partner erwarten.











