Unter einem guten Stern

Interview mit Christoph Lahnstein, Geschäftsführer der Sterntaler GmbH

„Qualität ist unser oberstes Gebot“, betont Christoph Lahnstein, Geschäftsführer von Sterntaler. „Wir wollen unsere Kunden berühren, sie müssen die Ware fühlen.“

Ursprünglich hat die Firma nur Babyschuhe angeboten, dann weitere Accessoires. Heute machen Textilien wie Socken, Mützen, Schals und Handschuhe 55% des Umsatzes von 38 Millionen EUR aus. Die restlichen 45% entfallen auf Spielwaren und Babyzubehör.

„Wir haben uns von einem kleinen Anbieter zu einem Vollsortimenter entwickelt“, stellt Christoph Lahnstein fest. „Neu im Programm sind Regenbekleidung und Bademoden. Geschirr haben wird seit zwei Jahren. Das ist ein richtiges Highlight.“

Ein motiviertes Team

Seit 2003 fungieren er und sein Partner Arend Kreitz zusammen mit dem Sohn der Gründerfamilie, Thomas Koch, als Geschäftsführer. Thomas Koch hat sich im letzten Jahr aus der Geschäftsführung verabschiedet, steht dem Unternehmen aber weiterhin für den Bereich Design/Entwicklung zur Verfügung.

Christoph Lahnstein hat nahezu die gesamte Entwicklung persönlich miterlebt, denn er ist bereits seit über 30 Jahren für die Firma tätig. 1982 hat er als Angestellter im Bereich Finanz- und Rechnungswesen angefangen.

„Unsere Philosophie ist meines Erachtens eine besondere“, meint Christoph Lahnstein. „Das sieht man, wenn jemand von außen dazukommt. Dieser hat es zunächst schwer, sich zu integrieren, aber wenn er es schafft, dann bleibt er auch. Teamarbeit, schnelle Kommunikation und flache Hierarchien tragen dazu bei, dass man Neuerungen schnell herbeiführen kann. So hat jeder Spaß an der Arbeit.“

50 Jahre Wachstum

Dementsprechend groß wurde auch das 50-jährige Jubiläum der 1965 gegründeten Firma gefeiert. „Wir wollten unseren Mitarbeitern, die uns lange begleitet haben, etwas Gutes tun“, verrät Christoph Lahnstein. „Ebenso auch unseren Handelsvertretern und Partnern. Zwei Agenten aus Hongkong waren da. Wir haben ein Schiff für 300 Personen gemietet. Es war ein tolles Event.“

Um die 250 Mitarbeiter sind am Hauptstandort in Dornburg-Dorndorf tätig. In den Produktionsstätten in Asien und Europa arbeiten zwischen 1.000 und 2.000 Beschäftigte. Zurzeit liegt das Auslandsgeschäft bei 20%.

„Wir sind im europäischen Ausland unterwegs und wollen in China und Nordamerika erweitern“, offenbart Christoph Lahnstein. „Es ist schwierig in den Markt reinzukommen, aber in Kanada bringt uns bereits ein Kunde Umsatzzuwachs und zwei Kunden in den USA haben Testorder bestellt. Wir hoffen, dort Fuß zu fassen.“

Der Plan ist, neue Märkte zu generieren und im Jahr zwischen 5 und 7%, also weit über dem Markt zu wachsen.

Immer im Trend

Auch wenn der Blick auf das Ausland gerichtet ist, die Entwicklung der Produkte findet vor Ort in der eigenen Designabteilung statt. „Früher gab es Plüsch, rosa, blau“, beobachtet Christoph Lahnstein. „Heute müssen wir im Trend sein. Unsere Designer sind alle auf internationalen Messen unterwegs, informieren sich über Fachzeitschriften und bei Modeprofis. Es ist ein sehr kurzlebiges Geschäft.“ Dennoch hat Sterntaler einen ganz eigenen Stil entwickelt.

Liebevoll im Detail

„Wir sind sehr liebevoll im Detail“, meint Christoph Lahnstein. „Wir haben eine eigene Handschrift in der Gestaltung, in Motiven, Charakteren, Farben und Stoffen. Zurzeit entwickeln wir im Spielwarenbereich eine neue Serie. Wir werden sie auf der Nürnberger Spielwarenmesse ausstellen.“

Letztendlich ist es das, was den Erfolg von Sterntaler ausmacht. „Unsere Kunden sagen uns, dass wir tolle Kollektionen haben“, betont Christoph Lahnstein. „Wir liefern in time und die Qualität ist super. Das ist, was wir immer bestätigt bekommen. Deshalb glauben wir, dass wir unsere Kunden langfristig an uns binden und mehr Umsatz generieren können.“

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