„In unserer Branche sind wir ein One-Stop-Shop!“

Interview mit Harald Schinnerl und Petra Schinnerl Geschäftsführer der Schinnerl Metallbau GmbH

„Das war schon eine Challenge“, beschreibt Harald Schinnerl, Geschäftsführer der Schinnerl Metallbau GmbH den Einstieg seiner Nachfolger in das Unternehmen zu Beginn der Coronakrise. „Aber es war auch spannend“, sagt Petra Schinnerl über ihre Einstiegsphase.

Heute verfügt Schinnerl über eine überdachte Fläche von rund 7.000 m2, beschäftigt 100 Mitarbeiter – darunter 20 Techniker – und erwirtschaftet einen Umsatz von 20 Millionen EUR. „Unsere größte Stärke ist unsere Stellung als Komplettanbieter für alles, was Metall- und Stahlbau betrifft“, erläutert Harald Schinnerl, der als Bundesinnungsmeister auch oberster Vertreter des gewerblichen Metallbaus in

Österreich ist. „Dazu gehören Aluminiumfassaden, -türen und -fenster sowie Blechkonstruktionen, Edelstahlbau und schwere Stahlkonstruktionen. Wir bieten das gesamte Spektrum des Metallbauers an. In unserer Branche sind wir ein One-Stop-Shop.“ „Das kommt nicht nur den Kunden zugute, sondern auch uns, weil wir auch viele Synergien zwischen den einzelnen Sparten nutzen können“, verdeutlicht Petra Schinnerl. „So fertigen wir mittels CNC-gesteuerten Maschinen alle Bauteile vor, welche wir danach nur noch zusammenzusetzen brauchen.“

Hoch digitalisiert

Zur Bearbeitung der Metalle setzt Schinnerl auf unterschiedliche Technologien. Dazu zählen neben dem Lasern und Fräsen unter anderem Abkant-, Roll-, Stabbearbeitung-, Schweiß- und Autogentechnik. Auch die Digitalisierung hat bei Schinnerl längst Einzug gehalten. So werden Daten bereits in der Planungsphase digital erfasst und anschließend direkt an die CNC-gesteuerten Maschinen in der Fertigung und die Logistik übermittelt.

„Wir haben Unsummen in die Digitalisierung investiert“, erklärt Harald Schinnerl. „Dazu gehören zum Beispiel zwei Türme mit 20 m Höhe, wo wir Bleche lagern, mit denen unsere Laserverarbeitung automatisch beschickt wird. Die Bereitstellung von Klein- und Montagematerial ist ebenfalls weitgehend automatisiert. Die Verwaltung gibt den Bedarf ans Lager weiter und die Teile werden teilautomatisch bereitgestellt.“

In Generationen denken

„Wir denken nicht in Legislaturperioden, sondern in Generationen“, beschreibt Petra Schinnerl die Philosophie des Unternehmens. Kunden von Schinnerl sind zum einen Privatkunden, das andere Segment sind Großprojekte mit Sonderkonstruktionen. Beim Marketing spielen Besuche im Betrieb eine wichtige Rolle, wo sich Privat- und Gewerbekunden direkt informieren können. Der innere Zusammenhalt im Unternehmen sowie wertschätzender Umgang miteinander sind für Vater und Tochter zentrale Erfolgsfaktoren. Hinzu kommen Nachhaltigkeit sowie langfristige Qualität und Zuverlässigkeit, mit denen Schinnerl auch in Zukunft punkten möchte.

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