Die Blechvirtuosen wollen „anders wirtschaften“

Interview mit Matthias Wiese, Geschäftsführer der alfred rexroth GmbH & Co. KG

„Als Alfred Rexroth im Jahre 1972 dieses – ursprünglich bereits 1938 gegründete – Unternehmen kaufte, hatte er von Anfang an ein Ziel: anders zu wirtschaften“, erläutert Matthias Wiese, heutiger Geschäftsführer der alfred rexroth GmbH & Co. KG die Philosophie ihres Namensgebers. Anders wirtschaften, das bedeutete schon damals: den Menschen ins Zentrum stellen – profitabel im Markt auftreten, aber ohne dabei übermäßige Kapitalerträge für die Anteilseigner generieren zu müssen. Eine Zielsetzung, die sich bis heute auch in einer nicht alltäglichen Gesellschafterstruktur niederschlägt: 100%ige Eigentümerin der alfred rexroth GmbH & Co. KG ist mit der Neuguss Verwaltungsgesellschaft eine Stiftung.

Offenheit und Transparenz

Heute engagiert sich das Unternehmen mit modernen Laser- und Stanzanlagen sowie Gesenkbiege- und Hydraulikpressen in der Blechumformung, in deren Zuge auch die anfallenden Dreh-, Fräs- und Montagearbeiten nicht nur professionell, sondern vielmehr mit fachlicher Virtuosität ausgeführt werden, wie Matthias Wiese erläutert: „Seit ich vor vier Jahren gemeinsam mit Neda Seyedi die Geschäftsführung übernahm, haben wir zahlreiche Investitionen in Robotik- und Automatisierungslösungen umgesetzt, damit sich unsere Fachkräfte um die wirklich komplexen Aufgaben kümmern können.“ Neben der Energietechnik, wo die Erzeugnisse des Unternehmens unter anderem in den Bau von Windkraftanlagen und Gasturbinen einfließen, engagiert sich das über 110 Mitarbeiter starke Team zudem im Mobilitätssektor mit Ausnahme der Automotive- und Wehrtechnikbranchen sowie im Medtech-Segment. Während sich das Unternehmen im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung immer mehr zur Smart Factory wandelt, bleiben Offenheit und Transparenz auch in der Zukunft wichtige Erfolgskriterien für die Beziehungen zu den Kunden und Mitarbeitern: „Wir wollen immer offen darüber sprechen, was schon gut funktioniert und wo noch weiteres Verbesserungspotenzial besteht. In meinen über 20 Jahren im Unternehmen habe ich immer die vielfältigen Möglichkeiten gesehen, die sich durch unser technologisches Know-how bieten. Ich bin froh, sie als Geschäftsführer nun konsequent fördern zu können – eine Erfahrung, über die ich auch gerne in unserem Unternehmens-Podcast spreche.“

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