Webcode:

Um einen Artikel aus dem Print-Magazin online zu lesen, geben Sie bitte nachfolgend den Webcode ein, der im Magazin unter dem Artikel zu finden ist.

https://www.getdigital.de - Gadgets und mehr für Computerfreaks

Nachhaltig produzieren und liefern

Interview mit Jeroen Hoetink, Geschäftsführer der Thebalux B.V.

Social Share
Teilen Sie diesen Artikel

Wirtschaftsforum: Herr Hoetink, Ihr Unternehmen ist der größte Badmöbel-Anbieter für den Fachhandel in Benelux. Schildern Sie uns bitte die wichtigsten Entwicklungsschritte bis heute.

Jeroen Hoetink: Wir waren 1995 drei Partner, die das Unternehmen gegründet haben: Bas Zonderman, Obbe Zonderman und ich. Wir haben damals ganz klein angefangen, mit kleinem Sortiment und ohne eigene Produktion. Aufgrund des schnellen Wachstums haben wir nach fünf bis sechs Jahren einen Fertigungsbetrieb aufgekauft, der fortan exklusiv für uns produziert hat. Ein Meilenstein war Akquisition unseres größten Konkurrenten Primabad drei Jahre später. Dadurch sind wir zum führenden Fachhandelspartner für Badmöbel in Benelux geworden. Wir bauen heute 800 bis 1.000 Möbel pro Woche und beschäftigen über 100 Mitarbeiter.

Wirtschaftsforum: Worauf führen Sie den Erfolg zurück?

Jeroen Hoetink: Wir haben immer investiert, in Gebäude, Mitarbeiter und Maschinen. Wir haben immer als Familienunternehmen entschieden, sind bodenständig und unabhängig. Wegen zunehmender Lieferschwierigkeiten bei Rohstoffen – bei Holz beträgt die Lieferzeit zurzeit bis zu 18 Wochen – haben wir unsere Lagerbestände fast verdoppelt. Dadurch können wir noch innerhalb von zwei Wochen liefern. Wir konnten das selbst finanzieren; da wir immer gut gearbeitet haben, brauchen wir keine Bank.

Wirtschaftsforum: Inwieweit hat sich die Coronapandemie für Sie bemerkbar gemacht?

Jeroen Hoetink: Unser Export nach Deutschland war wegen des harten Lockdowns etwas rückläufig. In den Niederlanden war der Lockdown etwas offener, viele Menschen haben sich zu Hause um die Wohnung, die Einrichtung gekümmert. Wir hatten noch nie so viel Arbeit wie während der Coronakrise, auch jetzt wieder in Deutschland seit den Öffnungen.

Wirtschaftsforum: Was für Badmöbel bieten Sie an?

Jeroen Hoetink: Im Grunde alles, was man für das Bad braucht: Waschbecken, Schränke und Spiegel. Wir haben verschiedene Kollektionen im mittleren Preissegment und entwickeln alles selbst; wir haben eine eigene 3-D-Design- Abteilung. Wir bieten alles von einzelnen Möbelstücken bis zu Komplettlösungen. Alle Möbel sind ab Lager verfügbar und werden fertig montiert geliefert.

Wirtschaftsforum: Gibt es aktuelle Trends bei Badmöbeln?

Jeroen Hoetink: Wir verarbeiten derzeit viele Holztöne, etwa Eiche, oft in Kombination mit Stahlrahmen. Alles wird individueller, immer mehr Maßarbeit ist gefordert. Naturmaterialien sind für viele Kunden wichtig, dauerhaft und haltbar und in modernem Design. Unser Stil ist aktuell sehr gefragt.

Wirtschaftsforum: Wie nachhaltig ist Ihre Produktion?

Jeroen Hoetink: Wir fertigen sämtliche Badmöbel CO2-neutral in den Niederlanden. Das Thema Nachhaltigkeit wird immer wichtiger. Unsere neue Produktion wird mit Erdwärme versorgt, alles ist technisch auf dem neuesten Stand. Unsere Holzprodukte sind zertifiziert, und für beleuchtete Spiegel nutzen wir nur noch LED-Lampen. Wir haben eine komplett neue Verpackungslinie, die mit möglichst geringem Materialeinsatz arbeitet.

Wirtschaftsforum: Wer sind Ihre Kunden?

Jeroen Hoetink: Hauptsächlich der Fachhandel. Aber wir sind auch im Projektgeschäft aktiv, zum Beispiel Ferienparks mit Ferienhäusern, die von unseren Kunden eingerichtet werden.

Wirtschaftsforum: Welche Bedeutung hat der deutsche Markt für Sie?

Jeroen Hoetink: In Deutschland haben wir aktuell über 400 Kunden, wir haben eine eigene Agentur in Goslar und sieben Verkaufsrepräsentanten in ganz Deutschland. Deutschland hat, ebenso wie die Niederlande, noch Potenzial, hier sind die Geschmäcker ähnlich. Derzeit versuchen wir verstärkt, auf dem schwedischen und norwegischen Markt Fuß zu fassen, hier legt man großen Wert auf Qualität und Design.

Wirtschaftsforum: Zielen Sie dort ebenfalls auf den Fachhandel ab?

Jeroen Hoetink: Ja, wir bleiben dem Fachhandel treu. Allerdings wird sich der Vertrieb in den nächsten 10 bis 15 Jahren verändern. Entwicklungen wie Drop-Shipping, wo die Ware vom Produzenten direkt zum Kunden geht, ohne dass der Händler physischen Kontakt mit der Ware hat, wird den Vertrieb zunehmend einstufig machen. Es kommen jetzt schon immer mehr Direktanbieter und die werden immer besser. Wir bieten eine Möbellinie schon online an, mal sehen, wie es sich entwickelt.

Pohl & Schwarz, Vertriebsleitung
PRIMABAD/ THEBALUX D/A / LUX

Wallstraße 6a
38640 Goslar
Deutschland
+49 5321-6894571
+49 5321-6894573
thebalux(at)online.de
primabad(at)online.de
www.thebalux.de
www.primbad.de

TOP