„Unser Ziel ist, Mobilität und Lebensqualität langfristig zu erhalten“
Interview mit Meike Buchholz, Geschäftsführerin der PKB Praxis-Klinik Bergedorf GmbH

Wirtschaftsforum: Frau Buchholz, die PKB verfolgt einen ganzheitlichen Versorgungsansatz. Was bedeutet das konkret?
Meike Buchholz: Für uns steht der Patient mit seiner gesamten gesundheitlichen Situation im Mittelpunkt. Deshalb betrachten wir nicht nur den operativen Eingriff, sondern den gesamten Weg von der Prävention über die konservative Behandlung bis hin zu einer möglichen Operation und der anschließenden Rehabilitation. Oft können Physiotherapie, gezieltes Training oder andere konservative Maßnahmen helfen, Beschwerden zu lindern und die Lebensqualität zu verbessern.
Wirtschaftsforum: Welche Leistungen umfasst dieses Konzept?
Meike Buchholz: Unsere Schwerpunkte liegen in der Wirbelsäulenchirurgie, der Endoprothetik von Hüfte und Knie sowie der Hernienchirurgie. Neben stationären, ambulanten und Hybrid-Eingriffen verfügen wir über eine große Physiotherapieabteilung mit einer speziellen Rückentherapie. Hinzu kommen Gesundheits- und Sportangebote mit unserem Fitnessbereich be.Fit sowie Kurse wie Yoga, Feldenkrais oder Ernährungstherapie. Prävention ist ein zentraler Bestandteil unseres Konzepts.
Wirtschaftsforum: Warum gewinnt Ihr Versorgungskonzept heute zunehmend an Bedeutung?
Meike Buchholz: Wir erleben einen deutlichen demografischen Wandel. Die Menschen werden älter, bleiben länger aktiv und häufig auch länger im Berufsleben. Dadurch steigt der Bedarf an Konzepten, die Mobilität und Lebensqualität erhalten. Genau deshalb setzen wir auf die enge Verbindung von Prävention, Therapie und operativer Versorgung. Mit lediglich 24 Betten können wir dabei sehr persönliche Strukturen bieten. Unsere Patienten wissen, welcher Arzt sie operiert, wer sie betreut und wie ihr Behandlungsablauf aussieht. Kurze Wege, feste Ansprechpartner und eine ruhige Atmosphäre werden sehr geschätzt. Gleichzeitig zeigen unsere Behandlungszahlen die Akzeptanz des Konzepts: Jährlich führen wir rund 1.300 stationäre und 300 ambulante Eingriffe sowie rund 51.000 physiotherapeutische und physikalische Behandlungen durch.
Wirtschaftsforum: Wie hat sich das Konzept im Laufe der Zeit entwickelt?
Meike Buchholz: Die PKB besteht seit mehr als 30 Jahren. In dieser Zeit haben sich die Anforderungen an die Gesundheitsversorgung stark verändert. Deshalb haben wir unsere therapeutischen und präventiven Angebote kontinuierlich erweitert. Gleichzeitig spielt die Digitalisierung eine immer größere Rolle. Elektronische Patientenakten und digitale Dokumentation erleichtern viele Abläufe und verbessern die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Beteiligten.
Wirtschaftsforum: Vor welchen Herausforderungen steht das Gesundheitswesen derzeit, und welche Ziele verfolgen Sie vor diesem Hintergrund für die Zukunft?
Meike Buchholz: Fachkräftemangel, steigende Kosten und regulatorische Veränderungen stellen Kliniken vor große Herausforderungen. Gleichzeitig werden immer mehr Leistungen in den ambulanten Bereich verlagert. Wir sehen darin aber auch Chancen für spezialisierte Einrichtungen. Deshalb möchten wir unser Profil als Fachklinik für Wirbelsäulenerkrankungen sowie für die Endoprothetik von Hüfte und Knie weiter schärfen und unseren ganzheitlichen Ansatz konsequent ausbauen. Unser Ziel bleibt, Mobilität und Lebensqualität langfristig zu erhalten.









