Holz richtig behandeln

Interview mit Walter Ohnemus, Geschäftsführer der Ohnemus GmbH

Ohnemus ist spezialisiert auf hochwertige europäische Laubschnitthölzer. Das inhabergeführte Unternehmen liefert neben Blockware individuelle Zuschnitte und Massivholzplatten. Verarbeitet werden hauptsächlich Eiche und Buche, aber auch Ahorn, Linde und Nussbaum.

„Wir sind ein reiner Laubholzbetrieb“, sagt Geschäftsführer Walter Ohnemus, der den Betrieb zusammen mit seiner Frau Klara führt. Alles begann im Jahr 1975 mit einem gepachteten Sägewerk. „Seitdem haben wir alle zwei, drei Jahre investiert“, so Walter Ohnemus, der neben neuen Maschinen besonderen Wert auf die Einstufung der Qualität legt.

„Wir behandeln den Rohstoff Holz so, dass gute Qualität dabei herauskommt. Eiche wird erst ein Jahr gelagert, dann eingesägt und abgelagert. Erst mit 25% Restfeuchtigkeit wird sie weiterbearbeitet. Viele andere Betriebe machen diesen Weg nicht mehr mit: Zeit lassen, ablagern, dann erst in die Verarbeitung gehen. Drei bis vier Jahre muss man da vorfinanzieren. Es ist wie beim Wein. Das Ergebnis lohnt sich aber: Die Ware ist ausgeruhter und farblich schöner.“

Auf dem richtigen Weg

Ohnemus beschäftigt 25 erfahrene Mitarbeiter, bei einem Umsatz von rund sieben Millionen EUR. Geliefert wird an den Holzhandel im In- und Ausland. Das Exportgeschäft wird über eine separate Firma abgewickelt, die vom Sohn des Geschäftsführers geleitet wird. „Wir sind auf dem richtigen Weg“, erläutert Walter Ohnemus. „Durch die Weiterverarbeitung im Unternehmen ist unser Hauptabsatzmarkt der Binnenmarkt. Andere müssen 60 bis 70% exportieren.“

„Wir behandeln den Rohstoff Holz so, dass gute Qualität dabei herauskommt.“ Walter OhnemusGeschäftsführer
Walter Ohnemus

Gleichwohl spielt Ohnemus auf dem Weltmarkt mit. „Holzverarbeitende Industrie muss man regional bedienen, um möglichst kurze Wege zu haben“, erklärt er. Kurze Wege sind auch das Stichwort beim Rohstoff Holz. Ohnemus ist Mitglied der Initiative ‘Holz von Hier’ und verarbeitet hauptsächlich Holz aus der Oberrheinischen Tiefebene sowie aus Frankreich und leistet so einen wertvollen Beitrag zum Klimaschutz. Walter Ohnemus betont: „Holz bindet CO2 für immer und ist ein nachwachsender Rohstoff.“

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