Solar-Pionier aus Überzeugung

Interview mit Felix Steber, Geschäftsführer der ÖKO-Haus GmbH

Komplettlösungen aus den Bereichen Photovoltaik, Speichersysteme und Energiekonzepte, flankiert von einem umfassenden Service – mit diesem Anspruch hat sich ÖKO-Haus vor allem in Süddeutschland einen Namen gemacht. Bundesweit agiert das Unternehmen als Partner von Baufritz, dem führenden Anbieter von ökologischen, designorientierten Holzhäusern.

Chancen nutzen, mit Service punkten

Lisa und Gerhard Steber gründeten das Unternehmen 1984 als Möbelschreinerei mit einem angeschlossenen ökologischen Baustoffhandel. Bereits 1996 baute Firmengründer Gerhard Steber die erste Photovoltaikanlage – und gehörte zu den Pionieren in diesem Bereich. 1998 erfolgte die Umfirmierung in ÖKO-Haus und die Fokussierung auf erneuerbare Energien.

„Wir sind Pioniere und mit dem PV-Markt gewachsen“, sagt Felix Steber, der 2017 die Geschäftsführung von seinen Eltern übernommen hat. „Wir haben verschiedene Abteilungen aufgebaut, eigene Monteure und legen großen Wert auf fachkundigen Service; das hebt uns vom Markt ab.“ Als 2012 die Einspeisevergütung stark sank und zu einer Marktbereinigung führte, meisterte ÖKO-Haus diese herausfordernde Zeit mit Bravour. Zwar gingen Installationen deutlich zurück, doch das Unternehmen nutzte die Zeit, um eine Serviceabteilung aufzubauen.

„Wir haben Chancen genutzt, waren aber insgesamt immer vorsichtig“, so Felix Steber. Corona und die Energiekrise haben die Nachfrage nach Solarenergie in den letzten Jahren wieder angekurbelt. „Die Verbraucher wollten energietechnisch unabhängig sein“, sagt Felix Steber. „Der Markt ist in dieser Zeit um 200% gewachsen. Aktuell ist ein guter Zeitpunkt, um in eine Photovoltaikanlage zu investieren; die Preise pendeln sich gerade wieder ein.“ Kunden, die mit ÖKO-Haus zusammenarbeiten, schätzen die breite Produktpalette und den Service.

„Große Anbieter locken im Internet mit günstigen Preisen“, sagt Felix Steber. „Da müssen wir mit hochwertigen Produkten und einer zuverlässigen, funktionierenden Serviceabteilung punkten, um uns durchzusetzen. Wir haben zum Beispiel eine hervorragende Lagerlogistik und stets Ware für den Privatverbraucher bevorratet; Mitarbeiter werden laufend geschult und weitergebildet, Kunden von Anfang bis Ende gut betreut und beraten; am Wochenende bieten wir Notdienste an und überwachen Anlagen an 365 Tagen im Jahr. Nicht zuletzt nehmen wir uns Zeit für die Kunden.“

Gutes tun mit grünem Strom

Das Konzept geht auf; zufriedene Kunden empfehlen ÖKO-Haus weiter. Das Unternehmen beschäftigt heute knapp 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und hat für das nächste halbe Jahr volle Auftragsbücher. Der Umsatz lag zuletzt bei 23 Millionen EUR. 50% des Umsatzes entfallen auf Freilandanlagen, 30% auf PV-Anlagen für Eigenheime und 20% auf Anlagen für Gewerbebetriebe.

„Aufgrund der starken Nachfrage im Freilandbereich hat sich der Umsatz im letzten Jahr verdoppelt“, erklärt Felix Steber. „Die Nachfrage ist nach wie vor sehr hoch. Wir arbeiten hier mit einem Partner zusammen, der die Anlagen für uns baut, wir kümmern uns um die gesamte Verkaufsarbeit und Planungen. Nur so können wir das Volumen bewältigen.“

Neben Freiland PV-Anlagen, bei denen zwischen Agri-PV und reinen Freiflächen-Anlagen unterschieden wird, bietet ÖKO-Haus die gesamte Palette an Anlagen für Privathäuser und Gewerbeimmobilien sowie Wallboxen, Batteriespeicher und Ladeinfrastrukturen, um Ökostrom zu produzieren, zu speichern und effizient zu nutzen. „Wir haben die Erfahrung gemacht, dass sich Kunden aus unterschiedlichen Gründen für eine PV-Anlage entscheiden“, sagt Felix Steber. „Viele wollen unabhängig Strom produzieren, die meisten wollen etwas Gutes für die Umwelt tun.“

Vordenker mit Beispielcharakter

Auch wenn die Nachfrage nach PV-Anlagen steigt und davon auszugehen ist, dass sie bei Neubauten zum Standard werden, denkt man bei ÖKO-Haus gerne einen Schritt weiter. „Wir beschäftigen uns intensiv mit dem Thema Digitalisierung“, sagt Felix Steber. „Intern sind viele Prozesse bereits digitalisiert, mobile Monteure und Servicetechniker arbeiten mit Tablets, es gibt ein elektronisches Lager. In Zukunft werden wir uns verstärkt mit dem Einsatz von KI auseinandersetzen.“

Auch in Sachen Nachhaltigkeit will ÖKO-Haus weiter Maßstäbe setzen. Der ökologische Gedanke wird auch künftig im Vordergrund stehen; das Unternehmen selbst geht seit Langem mit gutem Beispiel voran – das zeigen eine PV-Anlage auf dem Dach, ein Speichersystem und eine Regenwassersammlung für die Modulreinigung. Der Fuhrpark soll künftig nach und nach auf E-Fahrzeuge umgestellt werden, erste E-Servicebusse sind bereits im Einsatz.

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