Wohnräume mit Anspruch und Zukunft

Interview mit Constantin Schindler, Geschäftsführer der AREAL Projektentwicklung GmbH

Die AREAL Projektentwicklung GmbH ist kein Projektentwickler im klassischen Sinne – und möchte es auch nicht sein. Statt auf eine Vielzahl paralleler Bauvorhaben setzt das Unternehmen auf individuell entwickelte Projekte, die architektonisch und funktional überzeugen. „Wir entwickeln ein bis zwei Projekte pro Jahr – bewusst ausgewählt und mit dem Ziel, echte Werte für Generationen zu schaffen, abgestimmt auf unsere Kapazitäten und Qualitätsansprüche“, erklärt Constantin Schindler, der das Unternehmen in 2. Generation führt.

Maßgeschneiderte Projekte statt Massenware

Das Unternehmen wurde im Jahr 2000 von Constantin Schindlers Vater mit der Idee gegründet, mit dem Fachwissen der Architektur Planung, Gestaltung und Umsetzung aus einer Hand anzubieten, während Aufgaben wie Vertrieb oder juristische Dienstleistungen gezielt an externe Partner vergeben werden.
 

Ein Paradebeispiel für individuell entwickelte Projekte ist das Großprojekt Sonnhalde in Waldkirch, dem Heimatstandort des Unternehmens. Hier entsteht auf einem Hanggrundstück eine Wohnanlage mit 140 modernen Wohneinheiten, die in mehreren Bauabschnitten realisiert wird. Der erste Abschnitt wird im Herbst 2025 an die Käufer übergeben, weitere folgen in den kommenden Jahren. „Durch eine intelligente städtebauliche Anordnung ist es uns gelungen, trotz hoher Dichte viele Wohnungen mit freiem Ausblick zu schaffen“, sagt Constantin Schindler. „Das zeigt, dass man mit guter Planung und Architektur mehr erreicht als mit bloßer Quadratmeteroptimierung.“ 
Die Sonnhalde wurde dabei nicht nur für den Verkauf konzipiert – ein Teil der Einheiten bleibt langfristig im Bestand der AREAL-Projektentwicklung. „Wir möchten auch dauerhaft zur Wohnraumversorgung in der Region beitragen – insbesondere im Mietsegment, das vielerorts stark unter Druck steht“, so der Geschäftsführer weiter.
 

Bauen im Bestand: Nachhaltig, wirtschaftlich, zukunftsorientiert

Neben Neubauprojekten rückt das Bauen im Bestand zunehmend in den Fokus der AREAL Projektentwicklung. In Freiburg arbeitet das Unternehmen an einem anspruchsvollen Projekt zur Aufstockung und Hinterhofverdichtung. Ziel ist es, bestehende städtische Strukturen intelligent weiterzuentwickeln, ohne neuen Flächenverbrauch. „Gerade in städtischen Lagen ist es wichtig, ungenutzte Potenziale zu aktivieren“, bemerkt Constantin Schindler. Dabei stellt er auch klar: „Ein Abriss ist für uns nicht mehr die Standardlösung. Wir prüfen, was sich erhalten und aufwerten lässt – ökologisch wie wirtschaftlich.“
Der nachhaltige Ansatz zeigt sich auch in der Projektentwicklung selbst: AREAL arbeitet bevorzugt mit langfristigen Finanzierungspartnern zusammen, verzichtet auf spekulative Modelle und setzt auf solide, mittelständische Strukturen. „Wir denken unsere Projekte vom Menschen aus – und nicht vom maximalen Renditeziel“, erklärt Constantin Schindler.

Projekte mit bleibender Wirkung

Ein Blick in die jüngere Vergangenheit zeigt: Die AREAL Projektentwicklung GmbH hat sich ihren Ruf als Qualitätsentwickler über Jahre hinweg erarbeitet. So wurde etwa im Freiburger Stadtteil Wiehre ein Mehrfamilienhaus mit neun Wohneinheiten realisiert – ein Projekt, das sich durch eine klare Architektursprache und die stimmige Einbettung in die Nachbarschaft auszeichnete.
Ein weiteres Projekt: die Umnutzung eines ehemaligen Schmelzofengeländes in Waldkirch, das durch die AREAL Projektentwicklung in einen hochwertigen Wohnstandort verwandelt wurde. Auch eine frühere Kindergartennutzung wurde durch das Unternehmen planerisch neu gedacht und zu neuem Leben erweckt. Diese Projekte stehen exemplarisch für die Philosophie des Unternehmens: Statt standardisierter Lösungen wird jeder Standort individuell betrachtet – mit Respekt vor seiner Geschichte und mit einem klaren Blick in die Zukunft.
 

Regional, nachhaltig, innovativ

Für die kommenden Jahre hat sich Constantin Schindler klare Ziele gesetzt: „Die AREAL Projektentwicklung GmbH soll ihre starke Position in der Region Freiburg weiter ausbauen. Dabei steht Qualität immer über Quantität. Wir wollen besondere Wohnräume schaffen – nicht die schnellste, sondern die beste Lösung zählt.“
Trotz oder gerade wegen der aktuellen Herausforderungen der Bau- und Immobilienwirtschaft blickt Constantin Schindler optimistisch nach vorn. „Wir brauchen wieder mehr Experimentierfreude im Bauwesen“, fordert er. Besonders das neue Gebäudestandard-Modell ‘Gebäudeklasse E’ sieht er als Chance, um kostengünstiger und zugleich gestalterisch frei bauen zu können – vorausgesetzt, der Gesetzgeber schafft dafür die nötige Rechtssicherheit. Weitere Trends, die AREAL aktiv aufgreift, sind die Vorfertigung von Bauteilen, um Prozesse zu beschleunigen, sowie neue Modelle im Holzbau, etwa durch Generalunternehmerlösungen. Dabei bleibt Schindler pragmatisch: „Nicht jedes Projekt eignet sich für Holz. Auch Beton hat weiterhin seine Berechtigung – etwa für Tiefgaragen oder tragende Bauteile.“
Internationalisierung steht derzeit nicht auf der Agenda. Die Konzentration auf die Region Freiburg ist strategisch bewusst gewählt. Hier sieht Constantin Schindler großes Potenzial: eine wachsende Bevölkerung, hohe Lebensqualität – und einen enormen Bedarf an durchdachtem Wohnraum. „Wir wollen einen Beitrag leisten, diese wunderbare Region lebenswert und zukunftsfähig zu gestalten.“

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