Schleifprozesse so effektiv wie möglich

Interview mit Frederik Dresen, CEO der Abraxos Holding AG mit den Marken Meister Abrasives AG und Schleifscheibenfabrik Alfons Schmeier GmbH & Co. KG

Als Konrad Meister am 12. September 1951 sein Ein-Personen-Unternehmen gründete, wollte er zunächst nur Schleifscheiben aus Deutschland importieren und in der Schweiz verkaufen.

Später fand eine Diversifizierung statt und die Bereiche Wälzlager, Medizin und Halbleiter entstanden – sowohl bei Meister Abrasives als auch bei Alfons Schmeier. Das deutsche Familienunternehmen wurde 2017 aufgekauft und gehört seitdem als eigenständige Gesellschaft wie Meister Abrasives zum Konzern Abraxos Holding.

„Unser ausgewogenes Produktportfolio hat uns in den letzten Jahren geholfen zu wachsen“, so Frederik Dresen. Während der Automotivebereich in der Coronapandemie zurückging, wuchs der Halbleiterbereich massiv. „In Europa sind wir die Einzigen, die keramisch gebundene Schleifscheiben für die Halbleiterindustrie herstellen, und verzeichnen eine erhöhte Nachfrage von europäischen und globalen Kunden“, berichtet der CEO.

Trotz Inflation und Energiekrise wächst Meister Abrasives nach wie vor, investiert weiterhin und stellt zusätzliches Personal ein. Neben dem Schweizer Standort und dem deutschen Sitz von Alfons Schmeier betreibt das Unternehmen eine Produktion in den USA, weitere Niederlassungen in Asien sowie einen Vertriebsstandort in Italien. Darüber hinaus arbeitet das Unternehmen weltweit mit Vertriebsagenten zusammen.

Mit Innovationen Zukunft gestalten

Meister Abrasives ist spezialisiert auf keramisch und hybridgebundene CBN- und Diamant-Schleifwerkzeuge. Das Unternehmen bietet vielfältige Lösungen, etwa in den Bereichen Außen- und Innenschleifen, Doppelplanschleifen, Halbleiterbearbeitung und Feinstbearbeitung.

„Die richtige Kombination zwischen Bindung und Korn zu finden, ermöglicht es uns, individuell auf Kundenwünsche zu reagieren. Wir bieten Werkzeuge mit 1,2 mm Durchmesser bis hin zu Werkzeugen mit 1.500 mm Durchmesser“, erklärt Frederik Dresen.

Eine Innovation von Meister Abrasives ist die UltraFine-Technologie für den derzeit stark wachsenden Siliziumkarbid-Markt. „Mit ihr können wir zum Teil die nachgelagerten Prozessschritte des Schleifens zur Oberflächenveredelung eliminieren und damit auch Kosten, Energieverbrauch und Abfall verringern.“

Mit einer innovativen Lösung zum Schleifen von beschichteten Bremsscheiben trage man zudem zur Feinstaubreduzierung bei. Die Feinschleifkörper 410A, Honsteine und Hontöpfe, die von Alfons Schmeier hergestellt werden, sind völlig ungeschwefelt. Das bedeutet, dass weder die Maschinen, die Menschen noch die Umwelt unter der schädlichen Wirkung von Schwefel leiden. Der CEO setzt auch zukünftig auf Innovationen und sagt: „We Grind The Future. Das bedeutet, dass wir die Zukunft selbst in der Hand haben und sie gestalten.“

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