Von IoT bis in die Cloud: Technologie aus Leidenschaft

Interview mit Remo Noser, CEO der Noser Engineering AG

Ursprünglich war Noser Engineering, von Hans Noser 1984 gegründet, ein klassisches Ingenieurunternehmen, das sich mit Elektroengineering-Lösungen beschäftigte. „Erst nach und nach sind wir auch ins Softwaregeschäft eingestiegen. Hardware hat für uns aber immer noch eine große Bedeutung“, erzählt Remo Noser, CEO von Noser Engineering und Sohn des Gründers.

Bis 1997 hat Hans Noser gemeinsam mit seinem Bruder Ruedi die Firma zu einer Unternehmensgruppe mit Schweizer Präsenz entwickelt: Ende der 1990er-Jahre wurden Niederlassungen in Luzern und Bern gegründet, 2000 folgte eine in München, 2019 eine im Rheintal und 2021 eine weitere in Basel. Gleichzeitig akquirierte die Gruppe verschiedene im Technologiebereich spezialisierte Firmen, um 360-Grad-Lösungen im Soft- und Hardwarebereich anbieten zu können. Mit dem Konzept der Filialstrategie wuchs Noser Engineering kontinuierlich auf 200 Mitarbeitende an.

Die Noser Gruppe, zu welcher die Noser Engineering gehört, zählt heute rund 600 Fachkräfte rund um Digitalisierungsthemen und erwirtschaftete 2020 einen Umsatz von 118,3 Millionen CHF. Alleiniger Eigentümer ist seit 1997 Ruedi Noser. Sein Neffe Remo Noser ist 2020 wieder ins Familienunternehmen zurückgekehrt, nachdem er dort bereits Jahre zuvor tätig gewesen war. 2022 übernahm er die Position des CEO der Noser Engineering AG.

Kompetenz in Technologien und Methoden

‘Local for locals’ heißt das Motto von Noser Engineering. Remo Noser erklärt: „Wir wollen als Partner für Technologiefragen nah bei unseren Kunden sein. Unsere Schnelligkeit zeichnet uns aus.“ 2008 haben die Schweizer IT-Experten die Core Library von Android mitentwickelt. „Das war ein Booster für unser Geschäft. Ebenso sind wir fünffacher Microsoft-Gold-Partner für alle relevanten Software-Entwicklungsthemen und konnten verschiedene Auszeichnungen und Zertifizierungen, unter anderem ISO 9001 erlangen“, berichtet Remo Noser.

Auf dem Markt sieht er Noser Engineering als breit aufgestellten Technologieführer. „Wir sind zu 100% Dienstleister, eigene Produkte haben wir nicht. Unsere Aufgabe sehen wir darin, die Probleme der Kunden insbesondere mit unserer Technologie- und Methodenkompetenz kundenorientiert und agil zu lösen“, so der CEO. Noser Engineering bietet ein großes Bündel von Kompetenzen, sei es im Bereich IoT, Hardware, Sensorik, Embedded, Cloud, Web oder mobile Applikationen, sowie Services wie Predictive Maintenance.

„Wir bieten alles aus einer Hand und sind ein One-Stop-Shop für IoT-Projekte. Unser Ursprung liegt im Embedded-Geschäft. Durch Zukäufe konnten wir unsere Hardwarekompetenz weiter ausbauen“, erklärt Remo Noser. Entwickelt wird ausschließlich individuell nach Kundenwunsch.

„Wir lösen die Probleme der Kunden mit unserer Technologie- und Methodenkompetenz schnell und agil.“ Remo NoserCEO
Remo Noser

Von der Schweiz in die DACH-Region

Remo Noser hebt besonders die Technologiekompetenz seines Unternehmens hervor: „Wir haben uns als Tech-Experten etabliert und bilden auch unsere Mitarbeitenden auf diesem Gebiet kontinuierlich weiter. Darüber hinaus sind wir extrem flexibel und legen Wert auf eine partnerschaftliche und stets lösungsorientierte Zusammenarbeit.“ Zu den Stärken des Unternehmens gehört auch eine zukunftsorientierte Ausrichtung mit Blick auf Veränderungen und Innovationen wie etwa DevOps oder Cloud-Entwicklungen: „Wir beobachten die industrielle Entwicklung sehr genau. Es entstehen neue Geschäftsmodelle wie beispielsweise der Wandel vom Produktgeschäft zum Servicepartner. Diese Entwicklungen möchten wir als Partner unterstützen.“

Die Kunden kommen zu einem großen Teil aus dem industriellen Bereich wie der Logistik, der Automotivebranche oder Medizintechnik, aber auch die Bahn zählt zum Kundenkreis. Dieser umfasst neben nationalen auch internationale und ausländische Firmen wie Siemens oder Mercedes-AMG. In der Schweiz habe man den Markt bereits gut abgedeckt, so der CEO. „Im nächsten Schritt wollen wir in Deutschland stärker werden. Unsere Vision ist, mit unserer ausgewiesenen Expertise über die Schweizer Grenzen hinaus auch in der DACH-Region mehr Kunden mit maßgeschneiderten Lösungen zu begeistern“, kündigt er an.

Den Boost aus 2021 mitnehmen

Den Erfolg des Unternehmens sieht Remo Noser vor allem in den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern begründet. „Technologie ist unsere Leidenschaft, das ist unser Credo. Unsere Mitarbeitenden haben Spaß an dem, was sie tun. Das macht unsere Kultur aus. Wir leben ein Miteinander, im Unternehmen, aber auch mit unseren Partnern und Kunden“, sagt Remo Noser. Die Coronapandemie habe den Markt 2020 zunächst etwas zögerlich werden lassen. Doch ab dem dritten Quartal boomte das Geschäft, und dieser Trend hielt 2021 an.

„Diesen guten Drive wollen wir in das Jahr 2022 mitnehmen und dann hoffentlich unsere branchenweit beliebten Plattformen wie den Engineering Day wieder im persönlichen Rahmen statt pandemiebedingt digital durchführen. Diese Treffen sind Teil der Technologiekultur“, so Remo Noser. Das Filialnetz soll ebenfalls weiterentwickelt werden. Wichtig ist dem CEO, sich trotz des weiteren Ausbaus als Unternehmen treu zu bleiben: „Wir machen weiterhin das, was wir gut können – der bevorzugte Partner für Technologiefragen im industriellen Sektor sein.“

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