Maschinenbau mit langer Tradition

Interview

„Unsere Maschinen haben bis zu 1.000 Einzelteile“, verdeutlicht der Geschäftsführende Gesellschafter der Maschinenfabrik Stolpen GmbH die Komplexität der Produkte. Neben den Lade- und Silierwagen entwickelt und produziert die Maschinenfabrik Stolpen Quaderballenpressen, verschiedene Schneidrotoren und landwirtschaftliche Sondermaschinen sowie Baugruppen und Komponenten.

Dank eines umfassenden Maschinenparks und hochqualifizierten Mitarbeitern wird eine Fertigungstiefe von mehr als 50% erzielt. Die Montage in einer 60 m langen Taktstraße mit Krananlagen gehört ebenso zu den Möglichkeiten wie Schweißen, Umformen, Zerspanen, Konstruktion, Farbgebung mittels Strahlen und Pulverbeschichtung sowie Zuschnitt und Qualitätskontrolle.

Solide & familiengeführt

1993 zählte die Belegschaft 35 Beschäftigte, heute sind es rund 60. Davon arbeiten 40 in der Produktion, fünf im Maschinen- und Werkzeugbau sowie weitere fünf in Forschung, Entwicklung und Konstruktion. Der Umsatz liegt zwischen sechs und acht Millionen EUR.

„Wir sind ein klassisches Maschinenbauunternehmen und können unseren Kunden vom Einzelteil nach Zeichnung bis zur Entwicklung und Fertigung komplexer Maschinen alles anbieten“, erläutert Jens Kröhnert. Kernprodukte sind derzeit die Lade- und Silierwagen in 16 verschiedenen Typen, die von drei Kunden unter vier unterschiedlichen Marken vertrieben werden.

In den vergangenen 20 Jahren hat sich die Maschinenfabrik Stolpen als klassisches familiengeführtes Unternehmen etabliert, Wachstum ohne riskante Bankkredite erzielt und viel in Belegschaft, Maschinen und Substanz investiert. Das hat sich ausgezahlt, denn mehr als die Hälfte der Produkte wird mittlerweile international verkauft.

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