Dokumentenmanagement: Mit Effizienz die Wettbewerbsfähigkeit erhöhen

Interview mit Dietmar Nick, Geschäftsführer der Kyocera Document Solutions Deutschland GmbH

Wirtschaftsforum: Herr Nick, was bedeutet für Sie modernes Dokumentenmanagement?

Dietmar Nick: Die gedruckte Seite wird digital. Dadurch ergeben sich ganz andere Möglichkeiten im Dokumentenmanagement. Kyocera unterstützt die Unternehmen bei der Digitalisierung ihrer Geschäftsprozesse und hilft ihnen dabei, durch effiziente Abläufe ihre Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen. Dabei ist es wichtig, hochwertige Hardware und innovative Software miteinander zu verbinden und damit die Dokumenten-Workflows zu optimieren. Die ganze Welt redet über das papierlose Büro, aber es gibt eben noch zahlreiche Branchen, in denen nach wie vor Dokumente in physischer Form gebraucht werden. Deshalb suchen wir hier die wirtschaftlichsten und effizientesten Lösungen für das Dokumenten-Management. Drucken und Kopieren ist mit unseren Produkten umweltfreundlich und nachhaltig möglich dank CO2-neutraler Systeme.

Wirtschaftsforum: Warum ist es so wichtig, den Dokumenten-Workflow zu optimieren?

Dietmar Nick: Die Dokumenten-Workflows sind die Grundlage der Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen. Das Workflow Management sorgt dafür, dass Prozesse verzahnter, schneller und reibungsloser funktionieren. Mithilfe von automatisierten Abläufen durch den Einsatz intelligenter Soft-und Hardware können Kosten und Zeit gespart werden. Der Kyocera Workflow Manager automatisiert Abläufe, erlaubt gleichzeitiges Arbeiten und macht Vorgänge nachvollziehbar und damit kontrollierbar.

Wirtschaftsforum: Welche Vorteile bietet Kyocera seinen Kunden?

Dietmar Nick: Wir können seit 30 Jahren Dokumente handeln und mittlerweile sämtliche Prozesse in einem Unternehmen mit unseren Lösungen abbilden. Dazu gehört auf der einen Seite die Hardware mit den Scannern, Druckern und Kopiersystemen sowie der passenden Software für den optimierten Dokumenten-Workflow. Damit bieten wir die gesamte Infrastruktur für das Daten- und Druckmanagement. Die Kyocera Drucker und Kopiersysteme sind State of the Art und von hochwertiger Qualität. Sie drucken CO2-neutral und sind damit eine umweltfreundliche Lösung. Darüber hinaus haben wir mit der Alos GmbH ein Tochterunternehmen, das sich vollständig auf die Erfassung und Speicherung von Daten spezialisiert hat, und damit eine wichtige Komponente im Digitalisierungsprozess darstellt. Die Ceyoniq Technology GmbH aus Bielefeld, die 2015 akquiriert wurde, hat den Fokus auf dem Enterprise Content Management, also auf der intelligenten Informations- und Dokumentenverwaltung. Rechnungen, E-Mails, Personalakten oder Verträge können mit der Software von Ceyoniq einfach verwaltet werden. Unter dem Dach der Kyocera Document Solutions haben wir alle Bereiche zusammengeführt, um den Kunden ein lösungsorientiertes Datenmanagement anbieten zu können.

Wirtschaftsforum: Kyocera in Deutschland ist Teil des japanischen Kyocera Konzerns. Hat die japanische Mutter Einfluss auf Ihre Unternehmenskultur?

Dietmar Nick: Wir agieren wie ein familiengeführtes Unternehmen und kümmern uns um unsere Mitarbeiter. „Respect the Divine and Love People“ – das ist unser Motto. Kyocera hat sich in den vergangenen Jahren stark weiterentwickelt. Als Mitglied der Führungsebene war es meine Aufgabe, den Transformationsprozess zu begleiten und die Mitarbeiter auf diese Reise mitzunehmen. Wir Manager und Vorstände wissen genau, was in den einzelnen Abteilungen passiert und sehen jeden Mitarbeiter als Teil der Familie. Wir gehören zu einem Konzern mit 80.000 Mitarbeitern, aber ich kann lokale Entscheidungen treffen und werde an langfristigen Zielen gemessen. Ich genieße also den Schutz eines Konzerns, bin aber in meinen Entscheidungen vollkommen unabhängig wie ein mittelständisches Unternehmen.

Wirtschaftsforum: Die Coronavirus-Erkrankung hat großen Einfluss auf die Wirtschaft. Wie gehen Sie mit Krisensituationen um?

Dietmar Nick: Ich finde in Krisensituationen zeigt sich, ob ein Unternehmen Werte hat und ob diese auch wirklich bis in die Führungsebene gelebt werden. Für mich ist es zum Beispiel wichtig, keinen Mitarbeiter zu verlieren und auch keine Kurzarbeit in Anspruch nehmen zu müssen. Umsatz, Profit und Wachstum sind natürlich wichtig, aber die Menschen müssen von ihrem Einkommen leben können, ohne Existenzängste zu haben. Wir ernähren 400 Familien, das heißt 1.200 Personen leben von den Entscheidungen des Kyocera-Managements. Das müssen wir uns jeden Tag ins Bewusstsein rufen. Ich selbst bin seit 20 Jahren im Unternehmen, kenne sehr viele Leute und habe das Führungsteam selber aufgebaut in den letzten Jahren. Dieses Team ist eine der großen Stärken von Kyocera. Ich habe gelernt, was man mit Motivation von Menschen erzielen kann. Es ist wichtig, nicht nur Unternehmer zu sein, sondern eine Art Familiengefühl zu kreieren. Kyocera ist ein Teil meiner Familie und die 400 Mitarbeiter ebenfalls. Diese versuche ich, zu beschützen.

Wirtschaftsforum: Wie stellen Sie sich die Rolle von Kyocera im Büro der Zukunft vor?

Dietmar Nick: Wir bleiben bei dem, was wir können, den Dokumenten. Unser Ansatz wird auch weiterhin das Dokumentenmanagement bleiben. Unser Marktanteil bei der Hardware liegt bereits bei 20%, das heißt jedes fünfte Produkt in Deutschland kommt aus dem Hause Kyocera. In fünf Jahren wollen wir eine ähnliche Position erreichen, was den Bereich digitale Dokumente angeht. Kyocera soll unter den Anbietern die erste Wahl sein. Außerdem wollen wir unseren Kunden dabei helfen, wirtschaftlicher zu drucken und zu kopieren. „Put knowledge to work“ ist unser neuer Slogan und die Unternehmen können von unserer Erfahrung profitieren.

Tags
Nach themenverwandten Beiträgen filtern

Mehr zum Thema IT- & Kommunikationslösungen

„Keep it simple“ - Einfachheit als Geschäftsmodell

Interview mit Stephan Riese, CEO der reputatio systems GmbH & Co. KG

„Keep it simple“ - Einfachheit als Geschäftsmodell

Was braucht ein Unternehmen wirklich, um zu funktionieren? Für Stephan Riese ist die Antwort klarer, als viele denken. Mit reputatio systems entwickelt er Lösungen, die Komplexität reduzieren. Ein Gespräch über…

Sichere Kommunikation als Premium-Versprechen

Interview mit Dirk Walla, Geschäftsführer der WTG holding GmbH

Sichere Kommunikation als Premium-Versprechen

Die WTG Unternehmensgruppe zählt zu den führenden Anbietern für Kommunikations- und Sicherheitslösungen im deutschsprachigen Raum. Seit 1913 entwickelt das Unternehmen innovative Technologien, die den reibungslosen Betrieb von Unternehmen, öffentlichen Einrichtungen…

„Mit E-Learning kann man schnell die Masse erreichen!“

Interview mit Wolfgang Schaffer, Geschäftsführer der M.I.T e-Solutions GmbH

„Mit E-Learning kann man schnell die Masse erreichen!“

Schon lange, bevor das Internet aufkam, unterstützte die M.I.T e-Solutions GmbH ihre Kunden bei der Erarbeitung und Ausspielung nahtloser E-Learning-Lösungen: Welche technologischen Innovationen derzeit eine besondere Rolle für das Unternehmen…

Spannendes aus der Region Rhein-Kreis Neuss

"Reichweite ist gut – aber Wirkung entscheidet"

Interview mit Alexander von Tiele-Winckler, Mitglied der Geschäftsführenden Gesellschafter im BLU agency network association e.V.

"Reichweite ist gut – aber Wirkung entscheidet"

Der Weg vom klassischen Promotionsgeschäft zum vernetzten Agenturmodell erzählt viel über die Dynamik moderner Märkte. Alexander von Tiele-Winckler spricht über Wachstum, Wandel und die Kraft persönlicher Begegnung. Ein Gespräch über…

Wo E-Commerce und stationärer ­Einzelhandel Hand in Hand gehen

Interview mit Dr. Dominik Benner, Geschäftsführer der The Platform Group SE & Co. KGaA

Wo E-Commerce und stationärer ­Einzelhandel Hand in Hand gehen

E-Commerce und stationärer Handel werden oft als Gegensätze gesehen: ein Trugschluss, wie Dr. Dominik Benner meint. Mit seinem Unternehmen The Platform Group will er starken stationären Einzelhändlern die Welt des…

Komplexe Bauteile aus einem Guss

Interview mit Dominik Baulig, geschäftsführender Gesellschafter der SCHMEES cast Langenfeld GmbH

Komplexe Bauteile aus einem Guss

SCHMEES cast hat sich im Laufe seiner Jahrzehnte währenden Firmengeschichte als erfolgreicher Gießereibetrieb vor allem in der Pumpentechnik und im Energiesektor einen Namen gemacht. Mit der Wehrtechnik hat das Unternehmen…

Das könnte Sie auch interessieren

Wissen, worauf es ankommt

Interview mit Timo Möller, Sales und Marketing ­Director Software Company AMIC® GmbH

Wissen, worauf es ankommt

Eine ausgereifte ERP‑Lösung wird für Unternehmen der Agrar- und Lebensmittelindustrie immer wichtiger. Von der Rohstoffbeschaffung über Produktion und Lagerhaltung bis hin zu Vertrieb und Rückverfolgbarkeit müssen zahlreiche Abläufe effizient koordiniert…

Mehr Effizienz durch offene Agrarsysteme

Interview mit Robert Fraune, Geschäftsleiter der PTx Trimble GmbH und Associate VP der PTx OEM Solutions

Mehr Effizienz durch offene Agrarsysteme

Während viele Agrartechnologien Landwirte fest an einzelne Hersteller binden, setzt die PTx Trimble GmbH mit Sitz in Salzkotten bewusst auf Offenheit. Das Unternehmen entwickelt digitale Lösungen für den gesamten landwirtschaftlichen…

Das einfache (und doch nicht triviale) Produktivitätstool

Interview mit PD Dr. Peter Kuhlang, Geschäftsführer der MTM SOLUTIONS GmbH

Das einfache (und doch nicht triviale) Produktivitätstool

Das MTM-Verfahren, das auf der zentralen Größe Leistung, also Arbeit pro Zeiteinheit basiert, findet in der Industrie weite Verbreitung. Seine Umsetzung ist im Detail jedoch nicht trivial. Die MTM SOLUTIONS…

TOP