Verlässlicher Partner in schwierigen Zeiten

Interview mit Tobias Schulze, Geschäftsführender Gesellschafter der Ingenieurbüro Zammit GmbH

Das Ingenieurbüro Zammit wurde 1991 in Salzgitter gegründet. Durch die Nähe zu Wolfsburg entwickelten sich erste Projekte mit dem Volkswagen-Konzern. „Wir sind mit dem Automotive-Sektor gewachsen“, sagt Tobias Schulze, „und arbeiten nach wie vor schwerpunktmäßig mit produzierenden Industrieunternehmen zusammen. Und das international.“

Gewachsen ist IB Zammit vor allem über Empfehlungen; statt aufwendiger Marketingaktionen reichte eine funktionierende Mund-zu-Mund-Propaganda für volle Auftragsbücher. Schon 1995 gab es drei Standorte, heute sind es sieben in Deutschland plus Tochtergesellschaften in China, Serbien, Rumänien und der Türkei. „Wir haben uns bis 2013 rapide weiterentwickelt“, so Tobias Schulze, „2013 hatten wir 100 Mitarbeiter, eineinhalb Jahre später mehr als 160. Heute, nach einer Phase der Konsolidierung, sind es 220 in Deutschland; der Umsatz liegt bei 20 Millionen EUR.“

Professionell und am Puls des Marktes

Kerngeschäft des Unternehmens ist die Planung technischer Gebäudeausrüstung. Seit 2014 gibt es daneben den Bereich Facility Management – ursprünglich als kleiner Teilbereich angedacht, heute ein wichtiges Standbein mit mehr als 20 Mitarbeitern – sowie den Bereich Modellieren und Simulieren.

„Wir beschäftigen uns hier mit energetischen Machbarkeitsstudien, der Erstellung von digitalen Zwillingen oder der Ausarbeitung von klimafreundlichen Versorgungsszenarien“, sagt Tobias Schulze. „Wenn es um Effizienzsteigerung geht, spielen digitale Technologien und KI eine zunehmend wichtige Rolle.“

Es sind besonders komplexe Projekte, in denen IB Zammit sich zu Hause fühlt. „Wir planen typischerweise hochkomplexe Industrieprozesse, ganze Fabriken innerhalb kürzester Zeit“, betont Tobias Schulze. „Weil die dafür zur Verfügung stehende Zeit immer kürzer wird, können wir diesen Spagat nur mit hochprofessionellen Mitarbeitern meistern. Wir fördern und fordern unsere Mitarbeiter sehr früh und bringen sie in entsprechende Positionen. Der Fokus liegt klar auf organischem Wachstum, auch in der Führungsebene.“

Mit den Kunden mitgehen

Professionalität, Kompetenz und Erfahrung kommt anspruchsvollen Projekten zugute. IB Zammit plant die technische Gebäudeausrichtung einer Batteriefabrik in Salzgitter, betreute die gesamten Maßnahmen für die Umstellung des Volkswagenwerks in Emden auf E-Mobilität und bekam unlängst den Zuschlag für die Planung eines neuen Gebäudes für Jägermeister.

Ein Schlüsselprojekt ist das Projekt ‘Salcos’ für die Salzgitter Stahl AG. Der gesamte Stahlproduktionsprozess soll in den nächsten Jahren nahezu CO2-frei erfolgen. IB Zammit plant hier die komplette erste Ausbaustufe in sämtlichen Teilbereichen. Doch es ist nicht allein die fachliche Kompetenz, mit der IB Zammit überzeugt. „Wir arbeiten keinen Leistungskatalog ab, sondern sehen uns als ‘Kümmerer’, schauen über den Tellerrand hinaus, suchen die bestmögliche Lösung, nicht den einfachsten Weg“, unterstreicht Tobias Schulze.

Bodenständiger Idealismus

IB Zammit beschäftigt sich seit vielen Jahren mit regenerativen Konzepten und sieht die Energiewende als wichtige Herausforderung der Gegenwart. Regelmäßige Gesetzesänderungen erschweren momentan die Arbeit. „Es mangelt an Verlässlichkeit und Planungssicherheit“, so Tobias Schulze. „Deshalb müssen wir extrem flexibel sein und sehr schnell reagieren können.“

Trotz unsicherer Konjunkturlage will IB Zammit weiter organisch wachsen und an nachhaltigen Projekten mitwirken. Das Büro engagiert sich seit Langem und mit großer Überzeugung in verschiedenen sozialen und ökologischen Projekten wie den ‘Bienenhelden’, hat 4 ha Regenwald in der Sahelzone gepachtet, mit dem Ziel, diese wieder zu bewalden und Frauen faire Arbeitsplätze zu bieten, und organisiert jedes Jahr ein Klimasymposium für Kunden und Partner. Eine Herzensangelegenheit für die ‘Kümmerer’.

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