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Interview mit Gerold Geipert, Geschäftsführer der Hytera Communications Germany GmbH

Wirtschaftsforum: Herr Geipert, welche Meilensteine in der Geschichte Ihres Unternehmens würden Sie besonders hervorheben?

Gerold Geipert: Die Firma wurde 1993 unter dem Namen HYT Technology in China gegründet. Der Gründer Mr. Chen hatte sich bereits zuvor mit dem Vertrieb von Funkgeräten befasst. Er ist heute noch CEO und Inhaber der Firma Hytera. Seit 2010 firmiert das Unternehmen unter dem Namen Hytera. Inzwischen ist es in China börsennotiert und weltweit mit rund 90 Niederlassungen und acht Innovations- und Entwicklungszentren vertreten. 2012 hat Hytera das deutsche Mobilfunkunternehmen Rohde & Schwarz übernommen. Das war der Einstieg in die digitalen Funksysteme und deren europaweiten Vertrieb. 2019 wurden das Systemgeschäft und das Channel Business getrennt. Hytera Mobilfunk in Bad Münder ist für die Systemtechnik, insbesondere die TETRA- und LTE-Infrastruktur, verantwortlich.

Für den europaweiten Vertrieb des Channel Business wurde 2020 Hytera Communications Germany, ebenfalls mit Sitz in Bad Münder, gegründet. Dem Brexit geschuldet war die Gründung einer weiteren Gesellschaft in Großbritannien, die für den Vertrieb im Nicht-EU-Raum zuständig ist. Dadurch konnten wir unsere Händler besser unterstützen und Lieferkettenunterbrechungen vermeiden.

Wirtschaftsforum: Wie hat sich die Hytera Communications Germany GmbH in den vergangenen Jahren wirtschaftlich entwickelt?

Gerold Geipert: 2022 betrug unser Umsatz 25 Millionen EUR. Gegenüber 2021 konnten wir ihn verdreifachen und sehen auch in diesem Jahr eine deutliche Steigerung. Insgesamt gehen wir von einer jährlichen Steigerung von 30% aus. Langfristig liegt unser Umsatzziel bei 50 bis 60 Millionen EUR. Die Hytera Communications Germany GmbH beschäftigt derzeit zehn Mitarbeiter, weitere sieben sind in UK für uns tätig.

Wirtschaftsforum: Welche Impulse konnten und können Sie als Geschäftsführer dem Unternehmen geben?

Gerold Geipert: Ich bin seit 2012 im Unternehmen und seit 2021 Geschäftsführer. Nach dem Brexit mit dem Gabelstapler durch die Halle gefahren und habe Pakete einsortiert. Das hat großen Spaß gemacht.

Wirtschaftsforum: Dieser Erfolg spricht auch für einen großen Teamgeist im Unternehmen, oder?

Gerold Geipert: Absolut. Ich bin auf die gesamte Organisation sowie LTE mit DMR. Damit schlagen wir die Brücke zwischen den verschiedenen Anwendungen. Die Zukunft sind PoC-Lösungen. PoC steht für Push-to-Talk over Cellular. Hier bieten wir auch die entsprechende Infrastruktur und Cloud-Lösungen. Wir unterstützen eine Vielzahl von Anwendungsfeldern wie den Einzelhandel, Energie- und Versorgungsunternehmen, das Baugewerbe, Stadt-

Wirtschaftsforum: Noch eine letzte Frage: Was motiviert Sie persönlich?

Gerold Geipert: Ich bin seit rund 40 Jahren in dieser Branche. Bei Kenwood habe ich bereits den Bereich Kommunikation mit aufgebaut und dann bei Hytera damit noch einmal von vorn angefangen. Dabei war meine Motivation stets, die mir übertragene Aufgabe erfolgreich abzuschließen und dabei die Mitarbeiter zufriedenzustellen. Ich habe immer ein offenes Ohr, wenn Mitarbeiter zu mir kommen, denn sie können das Kleinteilige viel besser beurteilen als ich.

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