Der Partner für den Gartenbau

Interview mit Simon Tabeling, Geschäftsführer der HAWITA Gruppe GmbH

Die Wurzeln der HAWITA Gruppe GmbH reichen zurück bis in die 1920er-Jahre, als das Unternehmen mit dem Torfabbau begann. „Die erste Handelsregistereintragung gab es 1926, doch die Geschichte reicht noch weiter zurück“, erzählt Simon Tabeling. 

Anfangs konzentrierte sich HAWITA auf den Verkauf an Gärtnereien und den Export, insbesondere nach Italien. 1993 folgte der strategische Einstieg in die Substratherstellung durch den Kauf der Firma Archut. „Wir haben klein angefangen – mit einer Person im Verkauf, einem kleinen Labor und den ersten Mischungen“, so Simon Tabeling. In den folgenden Jahrzehnten entwickelte sich HAWITA stetig weiter. Der Markteintritt ins Baltikum im Jahr 2000 sicherte nicht nur Rohstoffe, sondern ermöglichte auch den Aufbau moderner Produktionswerke. Heute ist HAWITA mit einem breiten Produktportfolio und internationalen Standorten bestens positioniert. Der Zusammenschluss mit der belgischen Group DC im Jahr 2023 stärkte die Ressourcenbasis und schuf neue Wachstumschancen.

Alles für den Garten

Das Sortiment von HAWITA reicht von hochwertigen Substraten und Erden für Profis und Hobbygärtner bis zu Kunststoffprodukten wie nachhaltigen Mehrwegsystemen, Blumenampeln und Fließtöpfen. Diese werden sowohl im professionellen Gartenbau als auch im DIY- und Einzelhandelsbereich eingesetzt. Mit rund 450 Mitarbeitern, einem Jahresumsatz von 74 Millionen EUR und Kunden in 65 Ländern ist HAWITA international erfolgreich. „Deutschland bleibt mit knapp 50% Umsatzanteil unser wichtigster Markt“, so Simon Tabeling. „Aber auch die Schweiz, Österreich, Italien und viele osteuropäische Länder sind für uns bedeutsam.“ Zusätzlich erschließt das Unternehmen Märkte in Asien und Südamerika, die großes Potenzial bieten, wenngleich sie höhere regulatorische Anforderungen mit sich bringen.

Begleitung von der Bestellung bis zur Kulturpflege

Bei der Vermarktung seiner Produkte setzt HAWITA auf Qualität, Flexibilität und persönliche Beratung. „Wir bieten hochqualifizierte, maßgeschneiderte Produkte und begleiten unsere Kunden buchstäblich von der Bestellung bis zur Kulturpflege“, sagt Simon Tabeling.

Eine hauseigene Logistikabteilung gewährleistet zuverlässige und termingerechte Lieferungen – ein zentraler Wettbewerbsvorteil, wie der Gesamtgeschäftsführer betont. HAWITA pflegt langjährige Kundenbeziehungen und hat eine sehr geringe Mitarbeiterfluktuation. Das Unternehmen setzt auf ein familiäres Arbeitsumfeld, flache Hierarchien und Eigenverantwortung. „Ein Wort ist ein Wort – diese Haltung prägt unser Geschäft und ist der Grund, warum Kunden uns vertrauen“, ist Simon Tabeling sicher.

Was für die Kunden gilt, setzt sich gleichermaßen auch intern fort: Vertrauen und Wertschätzung auf allen Ebenen prägen den Umgang miteinander.

„Wir haben eine gute Unternehmenskultur und ein familiäres Arbeitumfeld mit flachen Hierarchien und viel Eigenverantwortung“, sagt Simon Tabeling. „Das spiegelt sich unter anderem darin, dass es bei uns nur eine sehr geringe Mitarbeiterfluktuation gibt.“ Auch im Wettbewerb um Fachkräfte setzt HAWITA auf gezielte Anreize und persönliche Ansprache. Dabei geht es nicht nur um Benefits, sondern vor allem um faire Bezahlung und Respekt im täglichen Miteinander.

Innovativ und nachhaltig

Den enormen Herausforderungen durch den Klimawandel, welche die gesamte Branche betreffen, begegnet HAWITA mit innovativen Lösungen. „Torfabbau ist nicht automatisch Umweltschädigung – wir bewirtschaften ausschließlich Flächen, die vorher landwirtschaftlich genutzt wurden“, erklärt Simon Tabeling. Nach dem Abbau wird das Moor wiedervernässt, wodurch sich Torfmoos ansiedeln und ein neuer CO2-Speicher entstehen kann. HAWITA investiert stark in Torfersatzstoffe wie Holzfasern, Kokosfasern und kompostiertes Strauchgut. „Wir haben Patente für torffreie Erden und bieten diese seit Jahren erfolgreich an“, so der Gesamtgeschäftsführer. Zudem setzt HAWITA auf moderne Technologien zur Energieeinsparung, nutzt Solarenergie und reduziert durch Mehrwegsysteme im Kunststoffbereich den Verpackungsmüll. „Umweltschutz und Wirtschaftlichkeit schließen sich nicht aus – im Gegenteil, sie können sich gegenseitig verstärken.“ 

Marktanteile ausbauen

Die nächsten Jahre will HAWITA nutzen, um Marktanteile zu sichern und auszubauen. Projekte wie der Bau einer Kompostierungsanlage und die Weiterentwicklung innovativer Ersatzstoffe sind zentrale Bausteine. „Wir wollen unsere Position unter den führenden Anbietern halten und durch Größe und Flexibilität weiter ausbauen“, erklärt Simon Tabeling. Er ist überzeugt, dass sich der Markt bereinigen wird und HAWITA davon profitieren kann.

Der Mensch steht im Mittelpunkt

Simon Tabeling selbst motiviert an seinem Beruf vor allem der direkte Austausch mit Menschen: „Mir macht es unwahrscheinlich Spaß, mit Kunden und Mitarbeitern direkt zu sprechen. Jedes persönliche Treffen ist für mich viel wertvoller als ein digitales Meeting“, unterstreicht er. Diesen Geist der Leidenschaft für den Beruf und die Freude am Austausch mit anderen, kombiniert mit einem klaren Fokus auf Qualität, Nachhaltigkeit und Kundennähe, spürt man im gesamten Unternehmen – er ist die wichtigste Grundlage für den anhaltenden Erfolg der HAWITA Gruppe GmbH. 
 

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