Beste Antigene – beste Diagnostik-Ergebnisse

Interview mit Dr. Margrit Fooke-Achterrath, Geschäftsführerin der Dr. Fooke-Achterrath Laboratorien GmbH

Wirtschaftsforum: Frau Dr.Fooke-Achterrath, es gibt inzwischen verschiedene Antikörpertests. Was ist das Besondere an Ihrem Test?

Dr. Margrit Fooke-Achterrath: Wir haben eine Kooperation mit Cube-Biotech (www.cube-biotech.com), die das Antigen herstellen. Alle Hersteller verwenden Strukturen/Proteine des Spike-Antigens. Wir arbeiten als einziges Unternehmen nicht nur mit einer oder mehreren Komponenten, sondern mit dem kompletten Antigen. Dadurch ist unser Test sensitiver und effizienter und alle Antikörper können gefunden werden. Wir entwickeln sowohl einen Schnelltest als auch einen ELISA-Test. Hier sind wir inzwischen in der Phase der Performance-Evaluation und Dokumentation. Aufgrund der nach wie vor angespannten Situation möchten wir den Test natürlich so schnell wie möglich anmelden. Wir streben an, den Test im März auf den Markt zu bringen.

Wirtschaftsforum: Sie bringen regelmäßig neue Produkte auf den Markt. Welche Rolle spielt Innovation in Ihrem Unternehmen?

Dr. Margrit Fooke-Achterrath: Innovation ist im Grunde unsere DNA. Wir entwickeln kontinuier-lich neue Produkte oder optimie-ren bereits bestehende Produkte. Allerdings stellen wir fest, dass die Entwicklungszeiten durch die neue IVD-Richtlinie deutlich verlängert werden, da man einen erheblichen Mehraufwand im Test- und Dokumentationsbereich hat.

Wirtschaftsforum: Bitte geben Sie uns noch ein Beispiel für eine Ihrer Neuentwicklungen aus der jüngsten Zeit.

Dr. Margrit Fooke-Achterrath: Wir haben unter anderem einen Tryptase-ELISA entwickelt, ein Enzym, das Mastozytose nachweist. Außerdem beschäftigen wir uns mit der Entwicklung von rekombinanten Allergenen. Die Diagnostik geht immer mehr in Richtung der Testung von Einzelallergen-Komponenten, um die sensibilisierende Komponente zu finden und Kreuzallergien besser diagnostizieren zu können.

Wirtschaftsforum: Wie hat sich die COVID-19-Krise bislang auf Ihr Unternehmen ausgewirkt?

Dr. Margrit Fooke-Achterrath: Wir sind sehr glücklich, dass wir bisher gut durch diese schweren Zeiten gekommen sind und unseren Mitarbeitern einen sicheren Arbeitsplatz bieten konnten. In den ersten Monaten ist unser Exportgeschäft eingebrochen. Aber ab September zog auch das internationale Geschäft wieder an.

Wirtschaftsforum: Was unterscheidet die Dr. Fooke-Achterrath Laboratorien von anderen Anbietern?

Dr. Margrit Fooke-Achterrath: Unsere Produkte sind hochinnovativ und bieten für alle Kundengrößen die entsprechende Lösung. Was unsere Kunden besonders zu schätzen wissen, ist vor allem unser Service. Wir unterstützen sie dabei, ihre Probleme zu lösen und ihren Arbeitsalltag zu erleichtern. Des Weiteren verfügen wir über eine akkreditierte Mikrobiologie-Abteilung, die unter anderem Untersuchungen von amtlichen Gegenproben, zum Beispiel für die Kontrolle von Trinkwasser, Lebensmitteln oder Kosmetika, durchführt.

Wirtschaftsforum: Was sind Ihre wichtigsten Zielgruppen?

Dr. Margrit Fooke-Achterrath: Niedergelassene Fachärzte und Labore. Mit unseren COVID-19-Antikörpertests richten wir uns an Labore und alle, die testen dürfen, auch an mögliche Distributoren.

Wirtschaftsforum: Sie sind international aufgestellt. Was sind aktuell Ihre wichtigsten Regionen?

Dr. Margrit Fooke-Achterrath: Neben Deutschland spielt der Export eine wichtige Rolle. Wir sind in Russland gut aufgestellt und auch im Mittleren Osten und Südamerika sehr aktiv. Insgesamt möchten wir uns in Zukunft noch intensiver im internationalen Bereich betätigen. Dazu werden wir unser Marketing ausbauen, zum Beispiel im Bereich der Social Media.

Wirtschaftsforum: Wo sehen Sie das Unternehmen zurzeit am Markt?

Dr. Margrit Fooke-Achterrath: Wir sind gut positioniert, möchten aber noch weiter wachsen. Deshalb ist es unser Ziel, die Internationalisierung unseres Unternehmens weiter voranzutreiben.

Wirtschaftsforum: Worauf führen Sie den langfristigen Erfolg der Dr. Fooke-Achterrath Laboratorien zurück?

Dr. Margrit Fooke-Achterrath: Wir sind immer unseren Prinzipien treu geblieben, zum Beispiel, selbstbestimmt und eigenverantwortlich agieren zu können. Die Qualität unserer Produkte steht immer im Fokus und bestimmt unser Handeln. Unser Wachstum war immer konstant und eigenfinanziert. In Zukunft möchten wir dieses beschleunigen, allerdings werden wir auch weiterhin unseren Werten treu bleiben.

Wirtschaftsforum: Welche Pläne haben Sie für das Jahr 2021?

Dr. Margrit Fooke-Achterrath: Unser Hauptaugenmerk liegt natürlich darauf, unseren COVID-19-Antikörpertest in den Markt zu bringen. Wir würden gerne unsere Entwicklungen beschleunigen. Dazu brauchen wir aber mehr Mitarbeiter. Im Moment ist unsere ManpPower die limitierende Größe.“

Wirtschaftsforum: Haben Sie ein langfristiges Ziel, das Sie mit dem Unternehmen erreichen möchten?

Dr. Margrit Fooke-Achterrath: Wir werden unseren Kernkom-petenzen treu bleiben. Aber es wäre schön, wenn wir unsere Ideen schneller entwickeln und verfolgen könnten. Hier ist das Recruitment von neuen Mitarbeitern entscheidend.

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