Exzellenz in fahrerlosen Transportsystemen

Interview mit Dipl.-Ing. Mark-Oliver Daum, Geschäftsführer der dpm Daum + Partner Maschinenbau GmbH

Wirtschaftsforum: Herr Daum, was ist die Kernkompetenz von dpm Maschinenbau?

Mark-Oliver Daum: Unser Fokus liegt auf fahrerlosen Transportsystemen. Das sind zum Beispiel Transportlösungen für Teile, die in der Automobilproduktion verbaut werden. Dies können Motoren oder Achsen, aber auch ganze Autos sein. Aktuell stark ist der Bereich der Fließfertigung von Autos mit fahrerlosen Transportsystemen. Hier sind Module gefragt, die immer wieder verwendet werden können.

Wirtschaftsforum: Bitte geben Sie uns doch einige Beispiele für aktuelle Projekte.

Mark-Oliver Daum: Zurzeit entwickeln wir eine Lösung für eine Anlage in München. Hier geht es um den Transport von Teilen von bis zu 18 t. Darüber hinaus arbeiten wir an einer Produktionslinie für den Porsche 911 und sind in die Factory 56 involviert, eine Produktionslinie von Mercedes Benz für die S-Klasse.

Wirtschaftsforum: Warum entscheiden sich Unternehmen für die Zusammenarbeit mit Ihnen?

Mark-Oliver Daum: Wir verfügen über einen eigenen Maschinenpark und haben eine hohe Fertigungstiefe, zum Beispiel auch eine eigene zerspanende Fertigung. Dadurch sind wir schnell und flexibel. Unser Personal ist hoch qualifiziert und die Firma verfügt über ein hohes Maß an Know-how.

Wirtschaftsforum: Wie begegnen Sie dem Thema Nachhaltigkeit?

Mark-Oliver Daum: Wir verarbeiten keine schädlichen Stoffe, verbrauchen allerdings Strom. Diesen produzieren wir inzwischen zu fast 70% selbst über eine eigene PV-Anlage. Wir sind nach DIN ISO 14001 zertifiziert und verfolgen ein integriertes Umweltmanagement. Nicht zuletzt sind unsere Systeme langlebig. Eine Anlage bei Porsche aus dem Jahr 1998 läuft noch heute. Auch unsere Kunden nehmen das Thema Nachhaltigkeit immer ernster. Sie hinterfragen zum Beispiel unsere Lieferketten.

Wirtschaftsforum: Welche Rolle spielt das Thema Digitalisierung für die Weiterentwicklung von dpm Maschinenbau?

Mark-Oliver Daum: Die Lösungen müssen smart sein. Bei Mercedes zum Beispiel gibt es eine volldigitale Fabrik. Die Fahrzeuge werden über SAP konfiguriert und die Betriebsabläufe sind volldigital, sodass die Fahraufträge für unsere Fahrzeuge ebenso digital generiert werden. Hier wird Industrie 4.0 gelebt. Deshalb ist unsere Technologie so gefragt. Wir selbst werden immer digitaler, arbeiten mit einem eigenen ERP-System und bilden unsere Prozesse digital ab. In der zerspanenden Fertigung setzen wir zwei CAD-CAM Systeme ein, über die wir digital echte Fräsprogramme erstellen können. Bei uns gibt es keine Maschine mehr ohne Bildschirm. Ein großes Thema ist die Vernetzung. Daran arbeiten wir zurzeit.

Wirtschaftsforum: Welche Ziele haben Sie sich langfristig für dpm Maschinenbau gesetzt?

Mark-Oliver Daum: Wir haben tolle Referenzen in der Industrie geschaffen. Wir haben uns ein Standing im Markt erarbeitet. Das ist eine sehr gute Basis, um unsere Position zu festigen und auszubauen. Wir möchten langfristig ein Partner erster Wahl für das Thema fahrerlose Transportsysteme sein. Dazu möchten wir auch außerhalb der Automobilbranche, zum Beispiel im Bereich Logistik, bekannter werden – sowie in unserer eigenen Region. Wir möchten moderat wachsen und dazu brauchen wir die richtigen Talente. Das heißt, Recruitment wird in den nächsten Jahren ein zentrales Thema. Hier ist die Positionierung als guter Arbeitgeber in unserer Region Voraussetzung.

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