Der Komplettanbieter: Bau, Service & Technologie

Interview mit Martin Jungandreas, Geschäftsführer der B&O Bau und Projekte GmbH

Wirtschaftsforum: Herr Jungandreas, bevor wir zum Unternehmen kommen, erzählen Sie uns doch bitte etwas zu Ihrem persönlichen Werdegang.

Martin Jungandreas: Ich bin gebürtiger Leipziger, studierter Bauingenieur und seit 15 Jahren bei der B&O Bau und Projekte GmbH. Angefangen habe ich als Bauleiter, wurde dann Oberbauleiter, Projektleiter, technischer Leiter und Prokurist. Seit vier Jahren bin ich als Geschäftsführer für die technische Seite verantwortlich, als weiterer Geschäftsführer kümmert sich Uwe Dohrn um kaufmännische Belange.

Wirtschaftsforum: Und wie ist die B&O-Gruppe aufgestellt?

Martin Jungandreas: Unser Unternehmen ist in drei Hauptgeschäftsbereiche aufgeteilt. Das ist zum einen die Sparte Service, die kleinere Reparaturen und klassisches Facility Management übernimmt. Bau ist das zweite Tätigkeitsfeld mit größeren Bauvorhaben und Sanierungen. Da-rüber hinaus haben wir den Unternehmenszweig Technologie mit Applikationen und Digitalisierung. Unsere Leistungen bieten wir ausschließlich der Wohnungswirtschaft an, also bestandhaltenden Gesellschaften und Genossenschaften, aber auch kommunalen Wohnungsgesellschaften und großen Investmentgesellschaften, wie etwa Deutsche Wohnen. Dabei reicht unser Kundenspektrum von kleinen Gesellschaften bis hin zu ganz großen.

Wirtschaftsforum: Wie groß ist Ihr Einzugsbereich?

Martin Jungandreas: Wir sind deutschlandweit unterwegs und betreiben sechs eigenständige Unternehmen innerhalb der Bau-Gruppe. Die B&O Bau und Projekte GmbH hier in Chemnitz zählt zu den größeren Firmen und hat Mitteldeutschland als Einzugsgebiet. Dazu zählen Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sowie in Richtung Westdeutschland Franken, das Rhein-Main-Gebiet, Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland. Neben Chemnitz sind wir in Dresden, Leipzig, Magdeburg, Jena, Nürnberg und Rüsselsheim präsent. Darüber hinaus haben wir weitere Standorte in sämtlichen Bundesländern, von denen aus wir die übrigen Regionen betreuen.

„Unsere Kompetenz ist es preiswerten, aber qualitativ hochwertigen Wohnraum zu schaffen.“ Martin JungandreasGeschäftsführer
Martin Jungandreas, Geschäftsführer der B&O Bau und Projekte GmbH

Wirtschaftsforum: Wie kommen Sie an neue Aufträge, durch Ausschreibungen?

Martin Jungandreas: In der Regel sind es Ausschreibungen in allen Projektphasen, für die wir uns bewerben. Das reicht von kompletten Generalunternehmerleistungen bis zur Einbindung in frühe Projektphasen, wo wir bereits im Vorfeld Konzepte zur Sanierung und energetischen Modernisierung machen.

Wirtschaftsforum: Was glauben Sie, warum sich Kunden für Ihr Unternehmen entscheiden?

Martin Jungandreas: Unsere Kompetenz ist es preiswerten, aber qualitativ hochwertigen Wohnraum zu schaffen. Dazu nutzen wir industriell vorgefertigte Elemente, unter anderem mit Fenstern und einer ersten Lage Putz, die dann zur Baustelle transportiert werden. Somit entfallen dort schon einige Arbeiten. Zudem haben diese in Hallen vorgefertigten Elemente eine bessere Qualität als bei Wind und Wetter auf der Baustelle produzierte. Bei unseren Systemhäusern machen diese vorgefertigten Elemente etwa 60% des Volumens aus. Außerdem ist dieses Verfahren sehr nachhaltig.

Wirtschaftsforum: Wie schätzen Sie die Nachfrage am Wohnungsmarkt ein?

Martin Jungandreas: Neue Wohnungen werden nach wie vor dringend benötigt, vor allem in Ballungsräumen.

Wirtschaftsforum: Welche Rolle spielt für Sie die Digitalisierung?

Martin Jungandreas: Beim BIM, also dem Building Information Modeling, prüfen wir gerade, wo wir es bei unseren Neubauprojekten einsetzen können. Wir bieten außerdem mit Magicplan eine eigene Softwarelösung an. Mit der App Magicplan können Handwerksunternehmen auf der Basis von Augmented-Reality-Technologie einen Grundriss erfassen und für die weitere Planung maßstabsgetreu einsetzen. Gerade bei Sanierungen lassen sich Prozesse so ganzheitlich digital erfassen.

Wirtschaftsforum: Wie begegnen Sie dem Fachkräftemangel?

Martin Jungandreas: Mit dem Schritt in Richtung industrielle Vorfertigung machen wir manche Arbeitsplätze deutlich attraktiver. Außerdem sind wir auch Ausbildungsbetrieb.

Wirtschaftsforum: Zum Abschluss die Frage: Was treibt Sie persönlich an?

Martin Jungandreas: Es ist ein gutes Gefühl, Wohnraum zu schaffen und zu gestalten.

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