„Die Form muss der Funktion folgen – im Krankenhausbau ganz besonders!“

Interview mit Christina Ladikos, Geschäftsführerin der BFT Planung GmbH

„Wie kann man ein Gebäude so entwickeln, dass es optimal auf seine Prozesse ausgerichtet ist?“, fasst Christina Ladikos, Geschäftsführerin der BFT Planung GmbH, die zentrale Leitfrage zusammen, die am Anfang jedes Projekts stehen muss – gerade wenn man, wie etwa derzeit im Wege der durch die Krankenhausreform angestoßenen Konsolidierung von Gesundheitseinrichtungen, oftmals im Bestand baut und dabei auch eingespielte bestehende Abläufe hinterfragen muss, um später zu einem optimalen Ergebnis zu kommen. „Wird bei dieser Frage der Fokus nicht richtig gesetzt, kommt man schnell ins Verschlimmbessern. Unnötige Budgetexplosionen und kräfteraubende Umplanungen sind dann nur eine Frage der Zeit. Das wollen wir gemeinsam mit allen Stakeholdern unbedingt verhindern“, betont die Planungsexpertin. Neben den Interessen der Betreiber der jeweiligen Objekte, die die letztliche Budget- und Entscheidungshoheit innehaben, ist deshalb von Anfang an stets die Nutzerperspektive maßgeblich: des medizinischen Personals im Krankenhaus, beziehungsweise von Schülern und Lehrern in Schulgebäuden oder der wissenschaftlichen Experten in einem Forschungslabor. Denkt man diese Haltung konsequent zu Ende, landet man automatisch auch bei einer ökologisch nachhaltigen Lösung, ist Christina Ladikos überzeugt: „Ein Gebäude, das von Anfang an auf eine Lebensdauer von 200 Jahren mit fünf Umnutzungen in dieser Zeit ausgelegt ist, muss unter anderen Vorzeichen betrachtet werden als die Zweckbauten der Vergangenheit. Dabei gilt es dann auch, die Total Cost of Ownership über den gesamten Lebenszyklus noch dezidierter im Blick zu behalten und nicht nur die anfänglichen Investitionskosten.“

Kommunikation ist alles

Der rasante medizinische Fortschritt ist dabei ein weiterer wichtiger Treiber dieser Entwicklung: Denn während die Krankenhäuser denklogisch als Erstes ihre umfassende Medizinstrategie festlegen müssen, aus der sich dann die Betriebsorganisation und die baulichen Anforderungen ableiten, verlangen die kurzen Erneuerungszyklen vor dem Hintergrund vielfältiger Behandlungsinnovationen nach einer größtmöglichen Flexibilität im Ergebnis – trotz weiterhin langer Projektlaufzeiten. Neben der holistischen Fachexpertise, die BFT an drei Standorten in Nordrhein-Westfalen vereint, ist dabei eine ausgewiesene Kommunikationsstärke eine wichtige Erfolgsgrundlage, wie Christina Ladikos betont: „Unser Ziel besteht stets darin, gemeinsam mit den Betreibern, Nutzern, Betriebsorganisationsplanern und allen Gewerken die optimale Lösung zu entwickeln und nahtlos untereinander abzustimmen – für Gebäude, die lange, aber flexibel nutzbar sein sollen.“

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