Die europäische Wahl für die digitale Transformation

Interview mit Niilo Fredrikson, CEO der Matrix42 GmbH

Über 30 Jahre Erfahrung

Matrix42 wurde in den 1990er-Jahren gegründet und begann ursprünglich mit der Entwicklung von Software für Geräte- und Asset-Management. Im Laufe der Jahre hat das Unternehmen sein Portfolio durch strategische Übernahmen und organisches Wachstum erheblich erweitert. „Die Digitalisierung und Automatisierung von Arbeitsabläufen ist nicht nur notwendig, sondern ein Bereich, den wir seit Jahrzehnten mitgestalten – und dabei kontinuierlich weiterentwickeln“, erklärt Niilo Fredrikson, CEO von Matrix42. Ein entscheidender Meilenstein war die Übernahme des nordischen Wettbewerbers Efecte im April 2024, was die Position des Unternehmens als europäischen Anbieter im Service-Management-Markt stärkte und das Portfolio erweiterte.

Ein starkes europäisches Angebot

Niilo Fredrikson hebt hervor, dass Matrix42 für die „European Choice“ im Service-Management-Markt steht. Der Markt wird traditionell von amerikanischen und asiatischen Unternehmen dominiert. „Unsere Lösungen sind in Europa entwickelt, gebaut und betrieben, was die Datenschutzanforderungen und die lokalen Marktbedürfnisse respektiert“, sagt er. Das Unternehmen bietet seinen Kunden die Flexibilität, ihre Technologie auf verschiedene Weisen zu nutzen – sei es in der Cloud, regional oder im eigenen Rechenzentrum. Entscheidend sei, dass Kunden die Bereitstellung passend zu ihren Bedürfnissen wählen, denn besonders je nach Sektor können die Anforderungen hier variieren. Einschränkungen bezüglich der Innovation gebe es dabei keine, ganz nach dem Prinzip „AI & Cloud your way“.

Relevanz in der aktuellen Marktsituation

In der heutigen Zeit sehen viele Unternehmen die Notwendigkeit, sich von Lösungen zu distanzieren, die ihren Ursprung außerhalb unseres Kontinents haben. „Wir erhalten Anfragen von Organisationen, die gezielt nach Software suchen, die in Europa entwickelt wurde – der Wunsch nach Datenhoheit ist enorm hoch“, berichtet Niilo Fredrikson. Diese Entwicklung zeigt, dass Organisationen zunehmend Wert auf lokale Lösungen legen, die den strengen Datenschutzbestimmungen der EU entsprechen. „Dabei ist uns wichtig, dass wir nicht nur als europäisches Unternehmen wahrgenommen werden, sondern auch als Anbieter von innovativer Software, die weltweit konkurrenzfähig ist“, fügt er hinzu.

Zielgruppe: Mittelstand im Fokus

Matrix42 richtet sich hauptsächlich an mittelständische Unternehmen, die oft vor der Herausforderung stehen, digitale Transformationsprojekte zu initiieren. Die Lösungen von Matrix42 sind speziell auf die Bedürfnisse dieser Unternehmen zugeschnitten und bieten eine kosteneffiziente Möglichkeit, Arbeitsabläufe zu digitalisieren und zu automatisieren. „Wir sehen, dass die jüngere Generation in diesen Unternehmen treibende Kräfte für digitale Veränderungen ist“, erklärt Niilo Fredrikson.

Die Softwarelösungen von Matrix42 zeichnen sich durch ihre Benutzerfreundlichkeit und Innovationskraft aus. „Wir bieten eine best-in-class Service-Management-Lösung, die durch KI gestärkt ist“, erklärt Niilo Fredrikson. Diese KI-Funktionen ermöglichen eine Automatisierung, die es Unternehmen erlaubt, Routineaufgaben effizienter zu gestalten und die Produktivität zu steigern. „Es geht nicht nur darum, Prozesse zu digitalisieren, sondern sie auch zu automatisieren, um wirklich Effizienzgewinne zu erzielen – das erst ist echte digitale Transformation“, betont er.

Wachstum durch Partnerschaften

Ein weiterer Erfolgsfaktor für Matrix42 ist das umfangreiche Partnernetzwerk. „Wir arbeiten mit mehr als 100 Partnern zusammen, die unsere Vision teilen und mit uns gemeinsam die Matrix42 Lösungen lokal vermarkten“, erklärt Niilo Fredrikson. Diese Partnerschaften ermöglichen es, in verschiedenen europäischen Märkten präsent zu sein und dabei die spezifischen Anforderungen der Kunden zu erfüllen.

Zukunftsorientierte Ziele

Für die Zukunft plant Matrix42, weiterhin organisch zu wachsen und zu expandieren. Niilo Fredrikson sieht großes Potenzial in der geografischen Expansion und der Stärkung des Angebots. „Wir möchten sicherstellen, dass wir als starke Marke, als The European Choice im Markt etabliert sind“, sagt er. Das Unternehmen wird auch weiterhin seine Präsenz auf Messen und in digitalen Kanälen ausbauen, um neue Kunden zu gewinnen und die digitale Transformation in Europa und darüber hinaus voranzutreiben.

Werte und Unternehmenskultur

Matrix42 legt großen Wert auf eine positive Unternehmenskultur, die auf Respekt und kontinuierlicher Verbesserung basiert. Niilo Fredrikson beschreibt die vier Kernwerte des Unternehmens: „Wir lieben unsere Kunden, wir setzen Lösungen um, wir streben nach ständiger Verbesserung und wir handeln respektvoll.“ Diese Werte bilden die Grundlage für die Zusammenarbeit im Team mit den Kunden und fördern ein Umfeld, in dem Innovation gedeihen kann.

Matrix42 als Vorreiter

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Matrix42 nicht nur ein Anbieter von Softwarelösungen ist, sondern ein wichtiger Akteur in der digitalen Transformation Europas. Mit über 30 Jahren Erfahrung, einem klaren Fokus auf den Mittelstand und einem starken europäischen Angebot ist das Unternehmen gut positioniert, um die Herausforderungen der Zukunft zu meistern. „Wir sind hier, um einen Unterschied zu machen und Organisationen dabei zu helfen, ihre digitale Transformation erfolgreich zu gestalten“, schließt Niilo Fredrikson.

Tags
Nach themenverwandten Beiträgen filtern
Vom Kinderzimmer zur Schmuckmarke

Interview mit Jamil Masoud, Geschäftsführer der DIAMOND MODE GmbH

Vom Kinderzimmer zur Schmuckmarke

Was 2017 als Familienprojekt aus dem Kinderzimmer begann, ist heute eine etablierte Schmuckmarke mit eigenem Store, Piercing-Studio und internationalem Geschäft. Die DIAMOND MODE GmbH aus Wuppertal verbindet langlebige Materialien und…

Handwerk, Präzision und Exklusivität

Interview mit Benjamin Bäker, Geschäftsführer der Oldenburger Interior GmbH & Co. KG

Handwerk, Präzision und Exklusivität

Zwischen Tradition und Zukunft hat sich die Oldenburger Interior GmbH & Co. KG aus Dinklage eine besondere Position erarbeitet: Das Unternehmen steht für maßgeschneiderte Innenausbauten, höchste Präzision und Projekte, die…

Ideen begreifbar machen

Interview mit Sebastian Jung, Geschäftsführer der Schröter Modell- und Formenbau GmbH

Ideen begreifbar machen

Ob Design, Ergonomie oder Funktion: Bevor ein Produkt in Serie geht, muss sich zeigen, ob eine Idee in der Realität funktioniert. Genau hier setzt die Schröter Modell- und Formenbau GmbH…

Holländischer Pragmatismus, deutsches Vertrauen

Interview mit Oliver Thierolf, Geschäftsleiter der NIBC Bank N.V.

Holländischer Pragmatismus, deutsches Vertrauen

Wer eine Bank sucht, die keinen Unterschied macht zwischen Neu- und Bestandskunden, landet schnell bei einer unerwarteten Adresse. Die NIBC Bank, eine niederländische Direktbank mit Niederlassung in Frankfurt am Main,…

Finanzkraft für die Energiewende

Interview mit Alexander Kuhn, geschäftsführender Gesellschafter der Capcora GmbH

Finanzkraft für die Energiewende

Die Energiewende ist eines der zentralen Zukunftsprojekte Europas – und zugleich eine der größten Herausforderungen für Wirtschaft und Gesellschaft. Mitten in diesem Wandel positioniert sich die Capcora GmbH als spezialisierte…

Reisen im Umbruch: Warum persönliche Betreuung wieder zählt

Interview mit Thomas Klein, Vorstand der LCC Reisebüro AG

Reisen im Umbruch: Warum persönliche Betreuung wieder zählt

Reisen sind wieder fester Bestandteil von Geschäftsmodellen und Lebensentwürfen – aber sie werden anders geplant, anders gebucht und anders betreut als noch vor wenigen Jahren. Genau in dieser…

Vom Bauteil zur Systemlösung

Interview mit Marco Laudenbach, Key Account Manager & Business Development und Hadi Soyoglu, Geschäftsführer der Bray Armaturen & Antriebe GmbH

Vom Bauteil zur Systemlösung

Die Industrie steht vor einem tiefgreifenden Wandel. Automatisierung, Fachkräftemangel und steigende Anforderungen an Effizienz verändern die Spielregeln nachhaltig und mit zunehmender Dynamik. Für Unternehmen bedeutet das: Wer langfristig bestehen will,…

MORE THAN TECHNOLOGY

Interview mit Christopher Lauken, Head of Marketing and Sales der CAME Deutschland GmbH

MORE THAN TECHNOLOGY

Fortschritt beginnt nicht mit Technologie – sondern mit Menschen, die den Mut haben, sie neu zu denken. Seit Jahrzehnten entwickelt die CAME SpA aus Italien intelligente Lösungen für Automatisierung und…

Vom Werbemittelhändler zur ­Corporate-Fashion-Plattform

Interview mit Christof Kunze, Geschäftsführer der Gustav Daiber GmbH

Vom Werbemittelhändler zur ­Corporate-Fashion-Plattform

Mit kaum einem anderen Produkt können Mitarbeiter ihre Identifizierung mit ihrem Unternehmen so sichtbar und nachhaltig zeigen wie mit gebrandeten Workwear- und Corporate-Fashion-Outfits: Hierfür hält die Gustav Daiber GmbH seit…

TOP