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Wie erstelle ich einen Businessplan?

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Businessplan als Leitfaden

Wenn Sie einen ausführlichen Geschäftsplan aufstellen, schaffen Sie eine solide Basis und können direkt testen, ob Ihr Vorhaben wirtschaftliches Potenzial hat und überhaupt machbar ist. Gleichzeitig können Sie feststellen, wie Ihr Finanzbedarf und Ihr Investitionsbedarf aussehen werden. Gerade in der ersten Zeit der Selbstständigkeit wird ein Businessplan Ihnen als Leitfaden dienen, an dem Sie immer wieder überprüfen können, wo Sie gerade stehen. Doch nicht nur Sie selbst profitieren davon. Auch mögliche Geldgeber, Banken und sogar das Arbeitsamt (wenn Sie sich aus einer Arbeitslosigkeit heraus selbstständig machen) sehen den Businessplan als Herzstück Ihrer Unternehmenspräsentation. Sie wollen darin erkennen, ob es sich lohnt, in Ihr Unternehmen zu investieren oder dafür ein Darlehen bereitzustellen.

Was müssen Sie beachten?

Sie sollten in die Aufstellung eines Businessplans viel Zeit und Akribie stecken. Er ist nicht mal eben so nebenbei geschrieben. Kalkulieren Sie gut und gerne einige Wochen ein, bis Sie alle Informationen zusammengestellt haben. Offizielle Vorgaben zum Aussehen eines Businessplans gibt es nicht, aber wichtig ist, dass er

  • kurz und knapp gehalten ist.
  • klar gegliedert und überschaubar aufbereitet ist (strukturierte Texte, verständliche Tabellen und Grafiken).
  • auch formalen Kriterien genügt: einheitliche Schrift (-größe), gute Gliederung durch Abschnitte und/oder Überschriften.


Der Businessplan sollte zwar detailliert sein, aber auch nicht zu detailliert. Je nach Art des Vorhabens reichen bei einem kleinen Unternehmen schon fünf bis zehn Seiten. Wenn das Unternehmen jedoch auch Mitarbeiter beschäftigen soll und größere Investitionen vonnöten sind, dann müssen es auch schon einmal 25 bis 50 Seiten sein. Aber wie gesagt, genaue Vorgaben gibt es nicht. Lassen Sie sich beim Verfassen unbedingt von einem Businessberater unterstützen. Nicht nur Handwerkskammer (HWK) oder Industrie- und Handelskammer (IHK) vor Ort bieten bei Betriebsgründungen umfassende Beratungen, auch Finanzberater oder spezielle Businessberater können Sie unterstützen.

Welche Module gehören in den Businessplan?

Die formalen Hürden sind genommen, nun müssen Sie sich auf die Inhalte des Businessplans konzentrieren. Sie müssen nicht nur sich und Ihre Geschäftsidee genau vorstellen, sondern auch die rechtlichen Rahmenbedingungen im Blick behalten, unter anderem auch die Frage nach der Rechtsform. Das mag sich nebensächlich anhören, doch kann dies ein böses Erwachen nach sich ziehen, wenn Sie diese Frage nicht geklärt haben. Dann müssen auch die Branche und der Standort genau erklärt werden. Und ganz wichtig, wenn nicht sogar das zentrale Thema: der Kundennutzen. Wer soll das Produkt/die Dienstleistung kaufen? Dabei müssen Sie die Sicht des Kunden darstellen und nicht Ihre eigene. Gibt es das Produkt schon? Und wenn nicht, was hat der Kunde davon? Wieso ist er bisher auch ohne ausgekommen?

Nicht vergessen dürfen Sie auch Marketing und Vertrieb, schließlich reicht es nicht, ein gutes Produkt zu haben, sondern der Kunden muss auch davon erfahren. Ein wichtiger Bestandteil jedes Businessplans ist der Liquiditäts- und Rentabilitätsplan. Hierin müssen Sie erklären, wie der Geldfluss aussehen wird, wann mit ersten Erträgen zu rechnen ist und wie Sie das Unternehmen bis dahin finanzieren wollen. Vergessen Sie auch nicht, Ihren eigenen Lohn einzuplanen.

Fazit

Gehen Sie strukturiert und systematisch vor. Lassen Sie sich Zeit. Denken Sie an die Voraussetzungen (eigene Person, Produktidee, Investitionsvolumen et cetera) und auch an die Zukunftsaussichten. Schließlich ist die Selbstständigkeit keine fixe Idee, sondern soll langfristig erfolgreich sein und Ihr Einkommen sichern. Lassen Sie sich nicht nur durch Businessberater unterstützen, sondern fragen Sie Freunde um deren Meinung. Manchmal hilft ein frischer Blick von außen und bringt Sie weiter auf Ihrem Weg zum eigenen Unternehmen. 

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