Biologischer Pflanzenschutz mit globaler Perspektive und Innovation
Interview mit Plinio Barbarino, CEO der SAN Agrow Holding GmbH

Die heutige SAN Agrow Holding GmbH entstand 2022 aus dem Zusammenschluss des österreichischen Biotechnologieunternehmens Bio-Ferm und des US-amerikanischen Distributors Westbridge. Mit Produktionsstandorten in Österreich und den USA konzentriert sich das Unternehmen auf biologische Lösungen für die Pflanzengesundheit und den ökologischen Landbau. SAN Agrow beschäftigt rund 40 Mitarbeitende und erzielt einen Umsatz von etwa 15 Millionen EUR. Die SAN Group kommt auf rund 500 Mitarbeitende und rund 75 Millionen EUR Umsatz. Der wichtigste Markt sind die USA, gleichzeitig beliefert das Unternehmen Kunden in Europa, Afrika, dem Nahen Osten, Australien, Neuseeland und Lateinamerika. Vertrieben werden die Produkte überwiegend über internationale Distributoren, darunter einige der größten Agrarhändler Nordamerikas. „Unsere internationale Ausrichtung sorgt dafür, dass Umsätze aus vielen Weltregionen nach Europa fließen“, sagt Plinio Barbarino.
Nachhaltige Innovationen mit globaler Perspektive
Nachhaltigkeit gehört seit der Gründung zum Selbstverständnis von SAN Agrow und geht auf die Vision von Erich Erber zurück, der bereits in den 1980er-Jahren auf biologische Alternativen zu konventionellen Verfahren setzte. Heute entwickelt das Unternehmen biologische Fungizide, Herbizide, Insektizide und Nährstofflösungen für die Landwirtschaft. Zu den wichtigsten Produkten zählen SUPPRESS, TRIGGRR, BOTECTOR und AUREOSHIELD. „Unsere Produkte wurden entwickelt, um konkrete Herausforderungen im Pflanzenanbau zu lösen und verlässliche Ergebnisse zu liefern“, betont Plinio Barbarino. Das Unternehmen arbeitet kontinuierlich an neuen Formulierungen, zusätzlichen Anwendungsgebieten und innovativen Ausbringungstechnologien wie Drohnen. Herausforderungen wie Lieferkettenproblemen, Rohstoffimporten, Wetterextremen und wirtschaftlichen Unsicherheiten begegnet SAN Agrow mit höheren Lagerbeständen und einer realistischen Planung. Darüber hinaus wurden die europäischen Umsatzziele bereits vorzeitig erreicht. Digitalisierung und KI kommen vor allem in Forschung und Datenanalyse zum Einsatz. Im Mittelpunkt stehen jedoch qualifizierte Mitarbeitende, eigenverantwortliches Arbeiten und eine Unternehmenskultur, die Verantwortung bewusst auf viele Schultern verteilt. Nachhaltigkeit versteht SAN Agrow dabei als ökonomische, soziale und ökologische Verantwortung. Gezielte Marketingmaßnahmen stärken zusätzlich die Markenbekanntheit. „Ich glaube fest daran, dass Ergebnisse von Menschen kommen“, betont Plinio Barbarino. Entsprechend setzt SAN Agrow auch künftig auf innovative biologische Lösungen, neue Anwendungsfelder und den Ausbau seiner internationalen Aktivitäten, insbesondere in Europa.








