Rufe, die ankommen

Interview mit Thorsten Steup, Verkaufsleiter und Prokurist der Winkel GmbH

Seit mehr als 40 Jahren steht der Name Winkel für Rufleitsysteme für Senioren- und Pflegeeinrichtungen, Krankenhäuser und Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen. Unternehmensgründer Frank Rüdiger Winkel, der mit Sicherheitstechnik begann, erkannte angesichts des demografischen Wandels schnell die Bedeutung von Rufleitsystemen und baute das Portfolio entsprechend aus.

Es geht um Effizienz und Erleichterung

Rufleitsysteme sind bis heute Kernprodukte, „Systeme, mit denen ein Hilfsbedürftiger um Hilfe ruft“, wie Verkaufsleiter Thorsten Steup es auf den Punkt bringt. „Früher waren diese sehr simpel, heute bieten wir komplexe Lösungen, die die Themen Digitalisierung, Assistenzsysteme und Demenzüberwachung miteinschließen oder auch mit Brandmeldeanlagen gekoppelt werden. Mit unseren Lösungen wollen wir den Arbeitsalltag des Pflegepersonals effizienter gestalten und Laufwege verringern. Die wertvolle Ressource Pflegefachkraft soll sinnvoller und effektiver eingesetzt, die Sicherheit der Bewohner erhöht werden.“

Winkels Rufleitsysteme sind sicherheitstechnische Anlagen, die auf VDE-Normen basieren, verkabelt, störungsüberwacht und notstromgesichert sind.

Ein Ruf eilt voraus

55 Mitarbeiter beschäftigen sich in Lüdenscheid mit diesen anspruchsvollen Lösungen. Unterstützt werden sie von 22 Kräften der Tochtergesellschaft Elektro Krumnack, mit der man nicht erst seit der Übernahme vor 2,5 Jahren eng zusammenarbeitet.

Wichtige Impulse liefert auch die Cereda-Holding, zu der Winkel seit 2015 gehört. Der Umsatz lag 2021 bei 6,1 Millionen EUR, stieg in den vergangenen Jahren konstant. Selbst in der Pandemie musste kein Mitarbeiter auch nur einen Tag Kurzarbeit leisten. Jetzt will man den Wachstumskurs fortsetzen, auch durch eine Internationalisierung.

„Die besten Ideen entstehen im Zusammenspiel mit den Endkunden“, betont Thorsten Steup. „Der Austausch mit verschiedenen Partnern ist uns sehr wichtig. Wir haben viele Entwicklungen als Erste auf den Markt gebracht; oft hat man sie kopiert. Mit unseren Produkten haben wir uns in einem Nischenmarkt einen Namen für Kompetenz und Zuverlässigkeit gemacht. Als Hersteller sind wir der Einzige, der von der ersten Beratung über Entwicklung, Projektleitung, Service und Wartung Lösungen aus einer Hand anbietet. Hinzu kommt, dass wir auf Sanierungen im laufenden Betrieb spezialisiert sind und uns auch damit vom Wettbewerb abheben.“ Diese Stärken werden bei einer Internationalisierung von Vorteil sein.

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