Ein gutes Investment

Interview mit Dr. Stephanie Bilo, Chief Client & Investment Solutions Officer der responsAbility Investments AG

responsAbility versteht sich als globales Unternehmen, das konsequent auf nachhaltige Investitionen setzt und direkt in Unternehmen in emerging markets investiert. Hinter dem Unternehmen mit Hauptsitz in Zürich und acht offiziellen Büros weltweit stehen 233 Mitarbeitende – engagierte, visionäre Menschen auf allen Kontinenten, die lokal vernetzt sind und vor Ort Investitionsopportunitäten sourcen.

Pionier des impact investing

Finanzielle Inklusion, nachhaltige Ernährung und Klimafinanzierung – seit der Gründung 2003 sind das die drei Hauptthemen von responsAbility. „Wir sind bekannt geworden für Mikrofinanz, haben aber auch schon sehr früh in ‚nachhaltige Ernährung‘ und ‚Klimafinanzierung‘ investiert“, sagt Dr. Stephanie Bilo, Chief Client & Investment Solutions Officer. „2014 haben wir den weltweit ersten fair trade fund lanciert, der sich mit nachhaltiger Landwirtschaft und Ernährung auseinandersetzt – ein Meilenstein.“

Weitere Meilensteine waren der Gewinn des Mandats für den global climate partnership fund sowie die Herausgabe der ersten großen Bond Transaktion 2019 mit einem Volumen von 175 Millionen USD. 2021 gab es eine weitere Bond Transaktion zusammen mit der schwedischen Regierung von 177 Millionen USD. 2008 hat responsAbility als eines der ersten Anlageunternehmen die PRI, Prinzipien für verantwortungsvolles Investieren der UN, unterzeichnet. Das zielorientierte Investieren, das impact investing, bestimmt seit der ersten Stunde das Handeln. „Wir sind stolz darauf, dass alle unsere Produkte als Artikel-9-Fonds unter der Europäischen Sustainable Finance Disclosure Directive eingestuft wurden“, so Dr. Stephanie Bilo. „Das können nur sehr wenige für sich in Anspruch nehmen.“

Herz und Verstand ansprechen

Für responsAbility stehen grundsätzlich zwei Themen im Fokus: Investitionen sind immer zweckorientiert und müssen eine attraktive Rendite erwirtschaften. Das heißt zum Beispiel, dass man mit Klimainvestitionen einen Beitrag zur CO2-Reduzierung erreichen will.

„Mit unseren Klimafonds werden wir 21t CO2 Emissionen einsparen“, so Dr. Stephanie Bilo. „Denselben Effekt würde man erzielen, wenn vier Millionen Haushalte in Europa ein Jahr lang keine Energie verbrauchen würden. Daneben spielt das Soziale immer eine große Rolle; mit der nachhaltigen Ernährung haben wir einen Bereich, der beide Aspekte verbindet. Durch impact investing können wir den Klimawandel bekämpfen und das Leben von Menschen verbessern; und zwar auf eine nachhaltige Art und Weise.“

Tags
Nach themenverwandten Beiträgen filtern

Mehr zum Thema Finanzen

Wenn Rechnungen sich selbst ­bezahlen

Interview mit Axel Rebien, CEO der Serrala Group GmbH

Wenn Rechnungen sich selbst ­bezahlen

Während CFOs noch vor wenigen Jahren mühsam Excel-Tabellen für Liquiditätsplanung füllten, übernehmen heute KI-Agenten die Arbeit. Sie arbeiten autonom, in Echtzeit und, anders als jeder Mensch, fehlerfrei. Das Hamburger Unternehmen…

„Wir wollen unternehmerische Handlungsfähigkeit sichern!“

Interview mit Alina Nauen, Geschäftsführerin der torq.partners Finance GmbH

„Wir wollen unternehmerische Handlungsfähigkeit sichern!“

Sowohl Start-ups als auch mittelständische Unternehmen benötigen bei der Erschließung neuer Kapitalquellen, etwa durch Venture Capital-Investoren, oftmals Unterstützung bei der Professionalisierung ihrer Finance-Strukturen: An dieser Stelle kann torq.partners auf jahrelange…

Holländischer Pragmatismus, deutsches Vertrauen

Interview mit Oliver Thierolf, Geschäftsleiter der NIBC Bank N.V.

Holländischer Pragmatismus, deutsches Vertrauen

Wer eine Bank sucht, die keinen Unterschied macht zwischen Neu- und Bestandskunden, landet schnell bei einer unerwarteten Adresse. Die NIBC Bank, eine niederländische Direktbank mit Niederlassung in Frankfurt am Main,…

Spannendes aus der Region Zürich

„Fördermittel sind kein Zufall –  sie sind Strategie“

Interview mit Dr. Rüdiger Bormann-Heiser, Geschäftsleitung der In Time Solutions AG

„Fördermittel sind kein Zufall – sie sind Strategie“

Fördermittel gelten oft als kompliziert und schwer zugänglich. Dr. Rüdiger Bormann-Heiser ordnet das anders ein. Für ihn sind sie ein strategisches Instrument, das Unternehmen gezielt nutzen können – vorausgesetzt, sie…

Das Banking der Zukunft gestalten

Interview mit Almir Marghella, Geschäftsführer DIGITERRA, powered by Crealogix

Das Banking der Zukunft gestalten

Die Bankenwelt steht unter enormem Veränderungsdruck. Neue digitale Anbieter, steigende regulatorische Anforderungen und der rasante Fortschritt im Bereich künstliche Intelligenz verändern die Erwartungen der Kunden grundlegend. Die Schweizer CREALOGIX AG…

Zahntechnik mit Vision für morgen

Interview mit Jurand Zagorowski, Inhaber der ESS Zahntechnik AG

Zahntechnik mit Vision für morgen

Die Zahntechnikbranche erlebt einen stetigen Wandel, angetrieben durch technologische Innovationen und die wachsenden Ansprüche der Kunden. Jurand Zagorowski, der Inhaber der ESS Zahntechnik AG, hat diese Herausforderungen angenommen und das…

Das könnte Sie auch interessieren

Kunststofftechnik als Spezialdisziplin

Interview mit Nils Krüger, Geschäftsführer der Arthur Krüger GmbH

Kunststofftechnik als Spezialdisziplin

Kunststoffe sind aus modernen Industrieprozessen nicht mehr wegzudenken. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an individuelle Lösungen, Materialkompetenz und Verarbeitung. Die Arthur Krüger GmbH hat sich deshalb vom klassischen Halbzeughändler zum Spezialisten…

Die Zukunft des Wohnens ist vernetzt

Interview mit Interview mit Marco Gasparini, Operations Director der VEMER S.p.A.

Die Zukunft des Wohnens ist vernetzt

Steigende Energiekosten, Nachhaltigkeitsziele und die zunehmende Digitalisierung verändern die Gebäudetechnik grundlegend. Gefragt sind intelligente Systeme, die Energie effizienter nutzen und Prozesse automatisieren. In diesem Umfeld bewegt sich die italienische VEMER…

Die Stärke der Nische

Interview mit Christoph Dorscheid, Geschäftsführer der cds Polymere GmbH & Co. KG

Die Stärke der Nische

Wer auf einem Flughafen landet, denkt nicht an Kunstharz. Wer eine Tiefgarage betritt, denkt nicht an Reaktionsharzmörtel. Und wer einen frisch beschichteten Industrieboden betritt, fragt selten, wer das Material geliefert…

TOP